Reorientation durch Wissenschaftstransfer
Eine wissenschaftsgeschichtliche Rekonstruktion der Darmstadt-Studie (1948-1954) aus soziologischer Perspektive- Autor:innen:
- Reihe:
- Theorie und Geschichte der Soziologie, Band 1
- Verlag:
- 2010
Zusammenfassung
Wie kann ein sozialwissenschaftliches Großprojekt zur demokratischen Reorientation eines Landes beitragen? Was bedeutet Demokratisierung im Bereich der Wissenschaft? Diese Fragen leiten die Untersuchung, die die heute zu Unrecht vergessene erste große Gemeindestudie vom Typ eines Community Survey in der jungen Bundesrepublik Deutschland in den Blick nimmt.
Basierend auf umfangreichen, zum Großteil erstmalig erschlossenen und systematisch ausgewerteten Quellen werden die historisch-politischen Rahmenbedingungen der Darmstadt-Studie ermittelt und der Projektverlauf aus der Perspektive des amerikanischen Besatzungsregimes, das die Studie initiierte und finanzierte, sowie aus der Perspektive des deutsch-amerikanischen Forscherteams herausgearbeitet. Die Aufarbeitung der sekundärliterarischen Rezeption der letzten 60 Jahre, die Vorstellung der verwendeten Forschungsmethoden sowie die Rekonstruktion der Argumentbögen der aus der Darmstadt-Studie hervorgegangenen Monographien vervollständigen die Analyse, die die Leistungen der Studie unter Berücksichtigung soziologischer und wissenschaftsgeschichtlicher Theorieansätze diskutiert. Gezeigt wird, wie im Spannungsfeld von Wissenschaft und Politik ein einzigartiges Projekt sozialwissenschaftlicher empirischer Forschung entstand, das dazu beitrug, dass die sozialwissenschaftliche Forschung in der jungen Bundesrepublik Deutschland wieder international anschlussfähig wurde und sich darüber hinaus als gesellschafts-relevanten Bereich der demokratischen Zivilgesellschaft positionierte. Soziologiegeschichte wird als Projektgeschichte eines einzelnen Großprojekts erfasst und methodisch neue Wege beschritten.
Das Buch wendet sich zum einen an Leser, die sich für die Gesellschafts- und Zeitgeschichte in der Übergangsphase von den alliierten Besatzungsregimes zur jungen Bundesrepublik Deutschland interessieren sowie zum anderen an Wissenschaftler, die sich mit Soziologie- und Wissenschaftsgeschichte befassen.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2010
- ISBN-Print
- 978-3-8329-4936-5
- ISBN-Online
- 978-3-8452-2654-5
- Verlag
- Nomos, Baden-Baden
- Reihe
- Theorie und Geschichte der Soziologie
- Band
- 1
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 382
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 2 - 8
- Abkürzungsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 9 - 10
- Die Darmstadt-Studie als Forschung zur gesellschaftlichen Integration der Nachkriegszeit – Arbeiten zur Geschichte der empirischen Sozialforschung Kein Zugriff Seiten 11 - 21
- „Durchbruch zu einer modernen Sozialforschung“ – Arbeiten zur Soziologiegeschichte Kein Zugriff Seiten 21 - 26
- „Untersuchung der Beziehungen zwischen Wirtschaftsprozeß, Psyche und Kultur“ – Arbeiten über das Institut für Sozialforschung in Frankfurt am Main Kein Zugriff Seiten 26 - 28
- Gemeindestudien als Analysewerkzeug für „Phasen gesellschaftlichen Übergangs“ – Arbeiten zur Stadt- und Gemeindesoziologie Kein Zugriff Seiten 28 - 35
- Der Ausgangspunkt für das „Konzept eines Stadt-Land-Kontinuums“ – Arbeiten zur Kommunalwissenschaft und Agrarsoziologie Kein Zugriff Seiten 35 - 38
- Ist die Unterscheidung von statistischer Auswertung und weiterführender Interpretation ein Makel? – Gesamtdarstellungen der Darmstadt-Studie Kein Zugriff Seiten 38 - 43
- Fazit Kein Zugriff Seiten 43 - 43
- Das methodische Vorgehen Kein Zugriff Seiten 43 - 48
- „Wertfreiheit“ und „Objektivität“ nach Max Weber Kein Zugriff
- Talcott Parsons’ Professionsbegriff Kein Zugriff
- Das Ethos moderner Wissenschaftskultur analysiert nach Lorraine Daston und Peter Galison Kein Zugriff
- Rechtliche Grundlagen der Programme für Reeducation, Reorientation und Cultural Exchange Kein Zugriff Seiten 71 - 78
- Finanzierung des Cultural Exchange Program und zuständige Abteilungen Kein Zugriff Seiten 78 - 81
- Die Gründung der Bundesrepublik Deutschland und der Übergang vom OMGUS zur HICOG Kein Zugriff Seiten 81 - 85
- Das Inter-Divisional Reorientation Committee (IRC) Kein Zugriff Seiten 85 - 90
- Die Commission on the Occupied Areas (COA) Kein Zugriff Seiten 90 - 93
- Die USIE Survey Mission Kein Zugriff Seiten 93 - 96
- Staatssekretär James E. Webb zum Reorientation Program nach Inkrafttreten des Besatzungsstatuts Kein Zugriff Seiten 96 - 97
- Public Law 402 Kein Zugriff Seiten 97 - 101
- Das Cultural Exchange Program nach der Gründung der Bundesrepublik Deutschland Kein Zugriff Seiten 101 - 105
- Planung und Beginn der Darmstadt-Studie Kein Zugriff Seiten 105 - 121
- Die Projektverlängerungen Kein Zugriff Seiten 121 - 130
- Zusammenfassung Kein Zugriff Seiten 130 - 131
- Erste Schritte Kein Zugriff Seiten 132 - 138
- Institutionelle und vertragliche Verankerung des Projekts Kein Zugriff Seiten 138 - 140
- Bücherbeschaffung Kein Zugriff Seiten 140 - 143
- Rekrutierung der amerikanischen Projektberater Kein Zugriff Seiten 143 - 147
- Kurzbiographien der amerikanischen Berater Kein Zugriff Seiten 147 - 150
- Wissenschaftstransfer via Remote Guidance Kein Zugriff Seiten 150 - 153
- Sozialwissenschaft als Public Service Kein Zugriff Seiten 153 - 156
- Vermittlung von Wissenschaftskultur Kein Zugriff Seiten 156 - 159
- Zusammenfassung Kein Zugriff Seiten 159 - 160
- Die Orientierungsphase (Februar 1949 – Mai 1949) Kein Zugriff Seiten 160 - 165
- Die Forschungsmaterialien Kein Zugriff
- Öffentlichkeitsarbeit und die Arbeitstagung in Seeheim im Oktober 1949 Kein Zugriff
- Diskussionen zum „Endbericht“ im Herbst 1950 Kein Zugriff
- Die Publikationsphase und die Konturierung der Publikationen durch Theodor W. Adorno und Max Rolfes (November 1950 – August 1952) Kein Zugriff Seiten 189 - 199
- Zusammenfassung Kein Zugriff Seiten 199 - 201
- Herbert Kötter: Struktur und Funktion von Landgemeinden im Einflußbereich einer deutschen Mittelstadt (1952) Kein Zugriff Seiten 202 - 213
- Karl-Guenther Grüneisen: Landbevölkerung im Kraftfeld der Stadt (1952) Kein Zugriff Seiten 213 - 219
- Gerhard Teiwes: Der Nebenerwerbslandwirt und seine Familie im Schnittpunkt ländlicher und städtischer Lebensform (1952) Kein Zugriff Seiten 219 - 227
- Gerhard Baumert: Jugend der Nachkriegszeit Lebensverhältnisse und Reaktionsweisen (1952) Kein Zugriff Seiten 227 - 241
- Gerhard Baum ert unter Mitwirkung von Edith Hünniger: Deutsche Familien nach dem Kriege (1954) Kein Zugriff Seiten 241 - 256
- Irma Kuhr: Schule und Jugend in einer ausgebombten Stadt (1952) Kein Zugriff Seiten 256 - 266
- Giselheid Koepnick: Mädchen einer Oberprima. Eine Gruppenstudie (1952) Kein Zugriff Seiten 266 - 272
- Klaus A. Lindemann: Behörde und Bürger. Das Verhältnis zwischen Verwaltung und Bevölkerung in einer deutschen Mittelstadt (1952) Kein Zugriff Seiten 272 - 288
- Anneliese Mausolff: Betriebsrat und Gewerkschaft im Urteil der Arbeitnehmer (1952) Kein Zugriff Seiten 288 - 298
- Die vermittelte Wissenschaftskultur Kein Zugriff Seiten 299 - 312
- Soziologische und sozialpsychologische Aspekte Kein Zugriff Seiten 312 - 316
- Entideologisierung durch methodische Innovationen und internationale Beteiligung Kein Zugriff Seiten 316 - 318
- Die Exzeptionalität der Situation und ihre Wirkung Kein Zugriff Seiten 318 - 321
- Das Verhältnis von Sozialwissenschaft und Gesellschaft Kein Zugriff Seiten 321 - 323
- Fazit Kein Zugriff Seiten 323 - 326
- Zur Notation der Archivalien Kein Zugriff Seiten 327 - 328
- Zur Schreibweise Kein Zugriff Seiten 328 - 329
- Gedruckte Quellen Kein Zugriff Seiten 329 - 332
- Ungedruckte Quellen Kein Zugriff Seiten 332 - 343
- Verzeichnis elektronischer Ressourcen Kein Zugriff Seiten 343 - 345
- Liste der Darmstädter Monographien Kein Zugriff Seiten 345 - 345
- Weitere Literatur Kein Zugriff
- Verzeichnis der Dokumentkurznamen Kein Zugriff Seiten 367 - 373
- Personenverzeichnis Kein Zugriff Seiten 373 - 382





