Roy Andersson
FILM-KONZEPTE 60- Herausgeber:innen:
- Verlag:
- 2021
Zusammenfassung
Obwohl Roy Andersson (*1943) seit seinem Debüt mit "Eine schwedische Liebesgeschichte" (1970) gerade einmal fünf Langspielfilme realisiert hat, gehört er zu den großen Stilisten und Philosophen des europäischen Kinos.
Ein Paar schwebt am Wolkenhimmel in enger Umarmung, unter ihnen eine zerbombte Ruinenlandschaft. Ein Vater bindet der kleinen Tochter im strömenden Regen die Schnürsenkel. Ein Priester hat seinen Glauben verloren, er sucht Hilfe beim Arzt, aber die Praxis hat bereits geschlossen. Szenen aus Roy Anderssons jüngstem Film "Über die Unendlichkeit" (2019) fügen sich – wie auch in anderen Filmen des Regisseurs – zu einer Reihe dramatisch lose verbundener Episoden. Darin wird die menschliche Existenz in ihrer ganzen Würde und Lächerlichkeit verdichtet. Alles Geschehen erscheint profan und transzendent, alltäglich und surreal zugleich. Roy Andersson ist ein lakonischer Erzähler und ein äußerst präziser Choreograph, der seine Filme aus Miniaturen fügt, in denen sich gerade deshalb das große Ganze zeigt, weil sich kaum etwas ereignet. Zärtlich und mitleidlos wird das menschliche Leben geschildert, die Sehnsucht nach Liebe, die Suche nach Sinn, die Bürde des Alltags, die Schrecken des Krieges, die Vergänglichkeit des Lebens und der Traum von der Unendlichkeit.
Schlagworte
Publikation durchsuchen
Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2021
- ISBN-Print
- 978-3-96707-433-8
- ISBN-Online
- 978-3-96707-434-5
- Verlag
- edition t+k, München
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 90
- Produkttyp
- Sammelband
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 2
- Von Tieren, Viren und Menschen. Anstelle eines Vorworts Kein Zugriff Seiten 3 - 10 Fabienne Liptay
- Der melancholische Satiriker. Roy Anderssons Trilogie Songs from the Second Floor, You, the Living und Eine Taube sitzt auf einem Zweig und denkt über das Leben nach Kein Zugriff Seiten 11 - 26 Thomas Koebner
- Von Kristallkugeln, Ratten und Menschen. Inszenatorische Strategien der Angleichung von Menschlichem und Dinglichem in Roy Anderssons »Du levande«-Trilogie Kein Zugriff Seiten 27 - 39 Philipp Schulte
- Wache Träume. Roy Andersson und August Strindbergs Oneiropoetik Kein Zugriff Seiten 40 - 55 Klaus Müller-Wille
- Brevitas et gravitas. Gedankenskizze zu Kürze und Knappheit bei Roy Andersson Kein Zugriff Seiten 56 - 65 Laura Walde
- Die unerschöpfliche Menschlichkeit des Kinos von Roy Andersson Kein Zugriff Seiten 66 - 75 Ursula Lindqvist
- Einsam und visionär Kein Zugriff Seiten 76 - 81 Jon Asp im Gespräch mit Roy Andersson
- Biografie Kein Zugriff Seiten 82 - 82
- Werkverzeichnis Kein Zugriff Seiten 83 - 84
- Autor*innen Kein Zugriff Seiten 85 - 90





