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Interoperabilität als Gegenstand von (Medien-) Regulierung
Eine Analyse der rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen von und für Interoperabilität im Hinblick auf ihre Bedeutung für die Vielfaltssicherung- Autor:innen:
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- Reihe:
- Schriftenreihe Medienforschung der Landesanstalt für Medien NRW, Band 85
- Verlag:
- 2024
Zusammenfassung
Bedenkliche Entwicklungen der Digitallandschaft wie Lock-in-Effekte und „walled gardens“ können sich nicht nur negativ auf den Wettbewerb, sondern auch auf die freie und vielfältige Verbreitung von Inhalten auswirken. Im Wettbewerbs- und Telekommunikationsrecht kommen vermehrt Interoperabilitätspflichten zum Einsatz, um Marktmacht zu durchbrechen und Wahlfreiheit für Nutzerinnen und Nutzer zu schaffen. Verschiedene Arten von Interoperabilität sind aber auch mit unterschiedlichen wirtschaftlichen und rechtlichen Herausforderungen verbunden. Die grundlegende Studie untersucht diese Aspekte interdisziplinär und rechtsvergleichend hinsichtlich der Möglichkeiten von Interoperabilität als potentiellem Instrument der medialen Vielfaltssicherung.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2024
- ISBN-Print
- 978-3-7560-1776-8
- ISBN-Online
- 978-3-7489-4847-6
- Verlag
- Nomos, Baden-Baden
- Reihe
- Schriftenreihe Medienforschung der Landesanstalt für Medien NRW
- Band
- 85
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 492
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
KapitelSeiten
- Titelei/InhaltsverzeichnisSeiten 1 - 22 Download Kapitel (PDF)
- I. Einleitung
- II. Ziel und Aufbau des Gutachtens
- 1. Allgemeines Begriffsverständnis und definitorische Ansätze
- 2. Gesamtgesellschaftliches Verständnis von und Bedürfnis nach Interoperabilität
- 3. Gegenstand und Voraussetzungen von Interoperabilität
- 1. Schieflagen in der digitalen Medien- und Kommunikationslandschaft
- 2. Interoperabilität als Lösung oder zusätzlicher Risikofaktor?
- 1. Gegenstand von Medienvielfaltssicherung
- 2. Auswirkungen der Schieflagen auf die Medienvielfalt
- a. Horizontale Interoperabilität
- b. Vertikale Interoperabilität
- 1. Primär- und verfassungsrechtliche Implikationen
- a. Anforderungen aus dem Wettbewerbsrecht
- b. Anforderungen aus dem Telekommunikationsrecht
- c. Anforderungen aus dem Datenschutzrecht
- d. Anforderungen aus der Netz- und Informationssicherheit
- e. Anforderungen aus dem Geschäftsgeheimnisschutz
- f. Anforderungen aus dem Immaterialgüterrecht
- g. Anforderungen aus der Plattformregulierung und dem Haftungsrecht
- h. Anforderungen aus dem Medienrecht
- (1) Microsoft Internet Explorer
- (2) Google AdTech
- (1) Untersuchungsbefugnisse der unabhängigen Behörde FTC
- (2) Der Fall Meta
- (1) Die Bedeutung für die Fusionskontrolle
- (2) Ticketmaster/Live Nation
- (a) Marktbeherrschung im Allgemeinen
- (b) Charakteristika der Plattformökonomie
- (c) Microsoft-Entscheidungen
- (a) IBM und Decca Navigator Systems
- (b) Microsoft
- (c) Google Shopping
- (d) Google AdTech
- (e) RTE und ITP
- (f) Apple/Spotify
- (3) Eignung zur Beeinträchtigung des Handels in der EU
- (1) Microsoft/Skype
- (2) Facebook/WhatsApp
- (3) Google/Fitbit
- (1) Überblick: Anwendungsbereich und Ziele
- (2) Das System der Interoperabilität im DMA
- (3) Vertikale Interoperabilität von Betriebssystemen, virtuellen Assistenten und Nebendiensten (Art. 6 Abs. 4 und 7 DMA)
- (4) Fairer Zugang zu App-Stores, Online-Suchmaschinen und sozialen Netzwerken (Art. 6 Abs. 12 DMA)
- (a) Allgemeines
- (b) Verbot der Selbstpräferenzierung (Art. 6 Abs. 5 S. 1 DMA)
- (c) Gebot der Nichtdiskriminierung
- (6) Kopplungsverbot bei Identifizierungsdiensten, Webbrowser-Engines und Zahlungsdiensten (Art. 5 Abs. 7 DMA)
- (7) Datenportabilität (Art. 6 Abs. 9 DMA)
- (8) Weitere relevante Bestimmungen zur Ausgestaltung der Interoperabilität
- (a) Zweck und Gesetzgebungsprozess
- (b) Nummernunabhängiger interpersoneller Kommunikationsdienst
- (c) Umfang der Interoperabilität
- (d) Herstellung von Interoperabilität
- (10) Umgehungsverbot (Art. 13 DMA)
- (a) Benannte Gatekeeper
- (b) Einhaltung der Verpflichtungen durch Torwächter (Art. 8 DMA)
- (c) Aktualisierung der Verpflichtungen der Torwächter (Art. 12 DMA)
- (d) Überwachung und Durchsetzung des DMA
- (1) Einleitender Überblick zu den GWB-Novellen 2017, 2021 und 2023
- (a) Marktbeherrschung
- (a) Überblick und Zielsetzung
- (b) Feststellung der überragenden marktübergreifenden Bedeutung
- (c) „Missbrauchstatbestände“
- (1) Befugnisse des BKartA
- (2) BKartA und DMA
- (a) Online-Vergleichsplattformen
- (b) Slack/Salesforce
- (c) Eventim
- (d) Facebook
- (e) Feststellung überragender marktübergreifender Bedeutung (§ 19a GWB)
- (f) Google News Showcase
- c. Die mögliche Rolle des Medienkonzentrationsrechts
- a. Gesetzliche Regelungen
- b. Institutionelle Dimension
- (1) Vorbemerkung und Überblick
- (2) Anwendungsbereich: elektronische Kommunikationsdienste
- (a) Überblick
- (b) Konnektivität und Interoperabilität (bestimmter) elektronischer Kommunikationsdienste (Art. 61 EKEK)
- (c) Interoperabilität von Autoradio-, Radio- und Digitalfernsehgeräten
- (d) Anbieterwechsel und Nummernportabilität
- (e) Normung und Spezifizierung
- (1) Nationale Regulierungsbehörden
- (2) Zusammenarbeit im GEREK und Rolle der Kommission
- c. Verhältnis zum DMA
- (1) Überblick
- (2) Zugang und Zusammenschaltung (§ 20 TKG)
- (3) Zugangsverpflichtung und Zusammenschaltung bei Kontrolle über Zugang zu Endnutzern (§ 21 TKG)
- (4) Zugangsverpflichtungen bei beträchtlicher Marktmacht (§ 26 TKG)
- (5) Interoperabilität von Fernseh- und Radiogeräten (§ 75 TKG)
- b. Institutionelle Dimension
- c. Verhältnis zum Wettbewerbsrecht
- a. Einzelstaatliches Datenschutzrecht
- (1) Datenportabilität auf der Grundlage des Health Insurance Portability and Accountability Act (HIPAA)
- (a) CMS Interoperability and Patient Access Final Rule
- (b) ONC Cures Act Final Rule
- (1) Inhalt und Ziel der Bestimmung
- (2) Ausnahmen
- (3) Umsetzung von Datenportabilität
- (4) Relevanz für Interoperabilität und Wettbewerb
- (1) Leitlinien zur Datenportabilität
- (2) Überwachung und Rechtsdurchsetzung
- (a) Finnland: Datenportabilität bei E-Mail-Diensten und Art der Bereitstellung
- (b) Österreich: Datenportabilität bei eingestellten Apps und gängige Dateiformate
- (c) Belgien: Übertragung einer Facebook-Fanpage
- a. Umsetzung der EU-Vorgaben aus Art. 20 DS-GVO
- (1) Aufsichtssystem
- (2) Datenschutzkonferenz
- (3) Ausgewählte Entscheidungen
- 1. Interoperabilitätsrelevante Aspekte im Medienrecht
- 2. Interoperabilität im e-Government
- 3. Interoperabilität im Cloud-Computing
- 4. Interoperabilität und Verbraucherschutz
- 5. Interoperabilität und Barrierefreiheit
- 6. Datenportabilität und Interoperabilität im Data Act
- a. ACCESS Act
- b. Open App Markets Act
- d. Digital Platform Commission Act
- e. Digital Consumer Protection Commission Act
- f. Journalism Competition and Preservation Act
- g. Personal Financial Data Rights
- h. Multi-Cloud Innovation and Advancement Act
- (1) Furman-Report
- (2) Untersuchungen der CMA
- (3) Entwurf eines Gesetzes für digitale Märkte, Wettbewerb und Verbraucher
- (4) Ofcom-Diskussionspapier zur Interoperabilität in digitalen Märkten
- b. Frankreich
- c. Australien
- (1) Interoperabilität
- (2) Datenportabilität
- a. Bundeskartellamt: Sektoruntersuchung Messenger- und Video-Dienste
- b. Gutachten der Monopolkommission
- c. Bundesnetzagentur: Interoperabilität zwischen Messenger-Diensten
- d. Zehnter Zwischenbericht der Enquete-Kommission „Internet und digitale Gesellschaft“
- e. Fachgespräch „Plattformen: Interoperabilität und Neutralität“ – Ausschuss Digitale Agenda
- f. Ansätze im Medien- und Kommunikationsbericht der Bundesregierung
- 1. Zweck des Berichts
- Primärquellen:
- Sekundärquellen:
- Analysemethoden
- Bewertungsdimensionen
- a. Übersicht
- b. Online-Werbung
- a. Übersicht
- b. Größe und Macht der Plattformen
- a. Marktmacht und Vielfalt
- b. „Demokratisierung“ von Content-Produktion und -Verteilung
- c. Verbesserter Zugang und Interaktivität für Verbraucher
- d. Auswirkungen auf traditionelle Medien
- e. Konzentration der Marktmacht, algorithmische Kuratierung und demokratische Meinungsbildung
- a. Die grundlegende Bedeutung von Daten und Datennutzung
- b. Daten und Personalisierung
- c. Content-Strategie und -Erstellung
- d. Zielgerichtete Werbung
- 1. Übersicht
- 2. Algorithmen und Inhaltevielfalt
- 3. Datennutzung und Interoperabilität
- 4. Erkenntnisse aus dem DMA-Workshop
- 1. Übersicht
- a. Meta
- b. TikTok
- c. LinkedIn
- d. Gatekeeper-Netzwerke: Richtlinien für Vielfalt, Moderation und Transparenz
- 3. Daten und Interoperabilität
- 4. DMA-Verpflichtungen
- a. Entwicklungstrends bezüglich audiovisueller Inhalte
- b. Meta
- c. TikTok
- d. LinkedIn
- 1. Übersicht
- 2. Relevante Akteure und Interessen
- a. Übersicht
- b. Messenger-Dienste
- c. Soziale Netzwerke
- a. Übersicht
- b. Inhaltevielfalt vs. Homogenisierung
- c. Algorithmen, Inhaltefilterung und Echokammern
- d. Massenverbreitung von Desinformation
- a. Arten von audiovisuellen Inhalten
- b. Interoperabilität und Datenportabilität
- Wettbewerb und Innovation
- Urheberrecht und Rechte an geistigem Eigentum
- Benutzeroberflächen, Inhalteformate und technische Anforderungen
- Symbiotisches Verhältnis von Inhalten, Daten, Algorithmen und Monetarisierung
- Richtlinien und Content-Moderation
- I. Zusammenfassung der existierenden rechtlichen Rahmenbedingungen
- II. Zusammenfassung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen
- 1. Regulierungsoptionen im Allgemeinen
- 2. Für den Wettbewerb
- 3. Für die Vielfaltssicherung
- IV. Handlungsmöglichkeiten
- LiteraturverzeichnisSeiten 477 - 492 Download Kapitel (PDF)
- AnnexSeiten 493 - 492 Download Kapitel (PDF)




