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Eine kurze Geschichte der deutschen Philosophie

Rückblick auf den deutschen Geist
Autor:innen:
Verlag:
 2013

Zusammenfassung

Vittorio Hösle bietet in diesem Buch eine Übersicht über die deutsche Philosophiegeschichte vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Er beginnt mit einer Erörterung der Frage, inwieweit es überhaupt legitim ist, den Gang der deutschen Philosophiegeschichte von den restlichen europäischen Philosophiegeschichten abzusondern, und endet mit verhaltener Skepsis hinsichtlich des Überlebens deutscher Philosophie im 21. Jahrhundert.

Der Sonderweg deutscher Philosophie beginnt im Mittelalter mit Meister Eckhart und Nicolaus Cusanus. Eine neue Pointierung wird durch die Reformation gewiesen, die gerade wegen ihrer antiphilosophischen Polemik einen Neubeginn des Denkens ermöglicht und die für Deutschland so charakteristische Verbindung von Philosophie und Philologie hervorbringt. Leibniz, Kant und die Fundierung der Geisteswissenschaften im späten 18. Jahrhundert sind Voraussetzungen der Synthese des Deutschen Idealismus, auf die mit Schopenhauer, Feuerbach, Marx und Nietzsche eine rasche Auflösung des Christentums ebenso wie der bisherigen Vernunftmetaphysik folgt. Die Neubegründungen der Philosophie bei Frege und im Logischen Positivismus, bei den Neukantianern und in der Phänomenologie Husserls werden als die wirkungsmächtigsten Versuche des frühen 20. Jahrhunderts dargestellt; auf sie folgt die Philosophie des Nationalsozialismus (Martin Heidegger, Arnold Gehlen, Carl Schmitt) und schließlich diejenige der Bundesrepublik (Hans-Georg Gadamer, Karl-Otto Apel, Jürgen Habermas und Hans Jonas). Das Buch ist eine auf gründlicher Kenntnis der Primärquellen beruhende Gesamtinterpretation der deutschen Philosophie. Zugleich versteht es sich als Rückblick auf den «deutschen Geist».


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Bibliographische Angaben

Copyrightjahr
2013
ISBN-Print
978-3-406-64864-9
ISBN-Online
978-3-406-64865-6
Verlag
C.H.BECK Literatur - Sachbuch - Wissenschaft, München
Sprache
Deutsch
Seiten
320
Produkttyp
Monographie

Inhaltsverzeichnis

KapitelSeiten
  1. Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 6
  2. 1 Gibt es überhaupt eine Geschichte der deutschen Philosophie? Und hat es je einen «deutschen Geist» gegeben? Kein Zugriff Seiten 7 - 20
  3. 2 Die Gottesgeburt in der Seele: Anfänge deutschsprachigen Philosophierens im Mittelalter bei Meister Eckhart. Nikolaus von Kues’ Vollendung und Sprengung des mittelalterlichen Denkens Kein Zugriff Seiten 21 - 38
  4. 3 Die Veränderung der philosophischen Situation durch die Reformation: Paracelsus’ neue Naturphilosophie und das Nein im Gott Jakob Böhmes Kein Zugriff Seiten 39 - 50
  5. 4 Für Gott ist nur das Beste gut genug: Leibniz’ Synthese von Scholastik und neuer Wissenschaft Kein Zugriff Seiten 51 - 70
  6. 5 Die deutsche ethische Revolution: Immanuel Kant Kein Zugriff Seiten 71 - 100
  7. 6 Geisteswissenschaft als religiöse Aufgabe: Lessing, Hamann, Herder, Schiller, die Frühromantik und Wilhelm von Humboldt Kein Zugriff Seiten 101 - 116
  8. 7 Die Sehnsucht nach dem System: Der deutsche Idealismus Kein Zugriff Seiten 117 - 152
  9. 8 Die Revolte gegen die christliche Dogmatik: Schopenhauers Entdeckung der indischen Welt Kein Zugriff Seiten 153 - 164
  10. 9 Die Revolte gegen die bürgerliche Welt: Ludwig Feuerbach und Karl Marx Kein Zugriff Seiten 165 - 184
  11. 10 Die Revolte gegen die universalistische Moral: Friedrich Nietzsche Kein Zugriff Seiten 185 - 208
  12. 11 Die exakten Wissenschaften als Herausforderung und der Aufstieg der analytischen Philosophie: Frege, der Wiener und der Berliner Kreis, Wittgenstein Kein Zugriff Seiten 209 - 228
  13. 12 Die Suche nach einer Begründung der Geistes- und Sozialwissenschaften im Neukantianismus und bei Dilthey und die Auslotung des Bewußtseins bei Husserl Kein Zugriff Seiten 229 - 256
  14. 13 Gibt es eine Mitschuld der Philosophie an der deutschen Katastrophe? Heidegger, Gehlen, Schmitt: Entschlossenheit, starke Institutionen und die Beseitigung des Feindes als Wesen der Politik Kein Zugriff Seiten 257 - 282
  15. 14 Die bundesrepublikanische Anpassung an die westeuropäische Normalität: Gadamer, die zwei Frankfurter Schulen und Hans Jonas Kein Zugriff Seiten 283 - 306
  16. 15 Warum nicht damit zu rechnen ist, daß es weiterhin eine deutsche Philosophie geben wird Kein Zugriff Seiten 307 - 312
  17. Personenregister Kein Zugriff Seiten 313 - 320

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