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Strategische Prozessführung im Klagekollektiv

Über die Bedeutung kollektiver Mobilisierung für den Zugang zu Recht
Authors:
Series:
Strategic Litigation, Volume 4
Publisher:
 2024

Summary

Changing the world in court – this is what strategic litigation is all about. In an interdisciplinary study, Lisa Hahn examines under which conditions such change can be achieved and why the collective mobilization of law is essential for this. Strategic litigation unites people in a litigation collective and thus contributes to overcoming individual barriers to access to justice. Lisa Hahn reaches this conclusion by drawing on legal mobilization theory, through a historical reconstruction of seminal court cases and by examining strategic litigation as an instrument for implementing the human right to access to justice. Empirical case studies on migration and surveillance provide unique insights into litigation collectives.

Keywords



Bibliographic data

Copyright year
2024
ISBN-Print
978-3-7560-1547-4
ISBN-Online
978-3-7489-4352-5
Publisher
Nomos, Baden-Baden
Series
Strategic Litigation
Volume
4
Language
German
Pages
614
Product type
Book Titles

Table of contents

ChapterPages
  1. Titelei/InhaltsverzeichnisPages 1 - 24 Download chapter (PDF)
  2. Download chapter (PDF)
    1. I. Problem: Individualisierung und Zugangshürden zu Recht
      1. 1. Strategische Prozessführung konzeptualisieren
      2. 2. Mehr als kollektiver Rechtsschutz: Über Klagekollektive soziale Praktiken hinter Prozessen verstehen
      3. 3. Annäherung über den Zugang zu Recht
      1. 1. Rechtlich-normativ
      2. 2. Rechtssoziologisch
      3. 3. Rechtsvergleichend informiert
    2. IV. Gang der Argumentation
  3. Download chapter (PDF)
      1. 1. Inhalt: Politik, Protest und Wandel durch Recht
      2. 2. Form: Methode, Art und Weise der Prozessführung
      3. 3. Offene Fragen
        1. a) Public Interest Litigation, Impact Litigation, Lawyering, Class Action
            1. (1) Besonderheiten der Prozessführung
            2. (2) Revolution oder leeres Versprechen?
            1. (1) Organisiert gegen Diskriminierung von Frauen prozessieren
            2. (2) Ein ambivalenter Erfolg beim Abtreibungsrecht: Roe v. Wade
          1. cc) Konservative Gegenbewegungen: Overturning Roe v. Wade
          2. dd) Gegen Wirtschaftsregulierung klagen
        2. c) Zwischenfazit
        1. a) Strategic Human Rights Litigation, Strategic Lawsuits against Public Participation
            1. (1) Strafrechtliche Verantwortung
            2. (2) Zivilrechtliche Haftung
            1. (1) Europäische Gerichte als Motoren der Gleichstellung anrufen
            2. (2) Klagen als Werkzeug der Kunststoff- und Tabakindustrie
        2. c) Zwischenfazit
        1. a) Präzedenz-, Muster- oder Pilotverfahren, politische Justiz und Anwaltschaft
              1. (a) Der Weg zur juristischen Gleichheit
              2. (b) Tatsächliche Gleichberechtigung unter dem Grundgesetz
            1. (2) Geschlechtsidentität und sexuelle Orientierung
            2. (3) Recht gegen Rassismus
            3. (4) Antifeministische Rechtsmobilisierung
            1. (1) Klagerechte einfordern
            2. (2) Klimawandel vor Gericht
            3. (3) Gegenwind: Recht gegen die Energiewende mobilisieren
          1. cc) Wirtschaftliche Interessen, Versicherungs- und Steuerrecht
        2. c) Zwischenfazit
        1. a) Begriffsdebatten als Spiegel umkämpfter Inhalte
        2. b) Schwierigkeiten einer rein inhaltlichen Näherung
          1. aa) Strategie
          2. bb) Taktik
            1. (1) Fünf idealtypische Rollen
            2. (2) Erscheinungsformen und Genese
        1. b) Zusammenfassung in einer Definition strategischer Prozessführung
      1. 3. Bedeutung strategischer Prozessführung im Klagekollektiv für den Zugang zu Recht?
  4. Download chapter (PDF)
        1. a) Allgemeine Erklärung der Menschenrechte
          1. aa) Zugang als Rechtsstaatsfrage: Zivilpakt
            1. (1) Konvention gegen Rassismus
            2. (2) Frauenrechtskonvention
            3. (3) Kinderrechtskonvention
            4. (4) Behindertenrechtskonvention
          1. aa) Europäische Menschenrechtskonvention und Sozialcharta
          2. bb) Istanbul-Konvention
        1. b) Europäische Grundrechtecharta
        2. c) Aarhus-Konvention
        1. a) Rechtsweggarantie (Art. 19 Abs. 4 S. 1 GG)
        2. b) Gesetzliche Richterinnen und Richter (Art. 101 Abs. 1 S. 2 GG)
        3. c) Rechtliches Gehör (Art. 103 Abs. 1 GG)
          1. aa) Fairnessgebot und Rechtsschutzgleichheit
          2. bb) Rechtsberatung und -vertretung
          3. cc) Verfahrenskosten und Kostenhilfe
        1. a) Ein multidimensionales Verständnis
        2. b) Kein bedingungsloser Zugang
        1. a) Entwicklungen abbilden: Statistiken und Umfragen
        2. b) Erfahrungen verstehen: Qualitative Studien
      1. 2. Selektiver statt lückenloser und erreichbarer Zugang zu Recht?
        1. a) Nicht für alle bezahlbar?
        2. b) Diskriminierender Zugang?
      2. 4. Sind Verfahren fair, transparent und partizipativ?
      1. 1. Zugangshürden
      2. 2. Zugangsbrücken
  5. Download chapter (PDF)
          1. aa) Individuen und die Vereinzelung im Recht
          2. bb) Kollektive und die gemeinsame Nutzung von Recht
        1. b) Mobilisierungsbedingungen: Drei komplementäre Erklärungsansätze
        2. c) Zugangsbezogene Wirkweisen
            1. (1) Der Grundsatz individueller Klagebefugnis und subjektiver Rechtskraft
            2. (2) Schattenseiten des Grundsatzes: Klagelast und Rechtsschutzlücken
          1. bb) Individualisierendes Prozessrecht und asymmetrische Positionen
          1. aa) Materielle Ressourcen
          2. bb) Immaterielle Ressourcen
        1. c) Subjektive Mobilisierungsfaktoren: Recht aus individueller Perspektive
          1. aa) Rechtliche Gelegenheiten antizipieren und nutzen
          2. bb) Recht mobilisieren, weil politische Gelegenheiten fehlen?
          1. aa) Klagekollektive als Vielfachprozessierende und Unterstützungsstruktur
          2. bb) Ressourcenbündelung und Arbeitsteilung
          1. aa) Vom Wert, gemeinsam zu klagen
          2. bb) Kollektivbildung durch Rechtsmobilisierung – Niederlagen zum Trotz
      1. 4. Zwischenfazit: Rollen im Klagekollektiv als Spiegel individueller Hürden und kollektiver Chancen
        1. a) Systematik der Rechtsschutzinstrumente: Verschiedene Lücken im Individualrechtsschutz schließen
            1. (1) Musterverfahren (§ 93a VwGO), Musterprozessvereinbarung
            2. (2) Pilotverfahren vor dem Bundesverfassungsgericht und dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte
          1. bb) Prozessstandschaft: Anstelle Einzelner prozessieren
            1. (1) Rechtsbereiche und klagebefugte Verbände
            2. (2) Ein ideales Instrument für strategische Prozessführung?
          2. dd) Popularklage: Alle für die Allgemeinheit
          1. aa) Klagebefugte finden und auf Präjudizwirkung hoffen
          2. bb) Die diffuse Grenze des Rechtsmissbrauchs
        2. d) Zwischenfazit: Offenheit der Rechtsordnung für kollektiven und kollektiv unterstützten Rechtsschutz
        1. a) Systematik der Rechtsgrundlagen: Gerichtlich und außergerichtlich, anwaltlich und nicht-anwaltlich
            1. (1) Prozessvertretung
            2. (2) Beistandschaft
            3. (3) Amicus-Curiae-Stellungnahmen
            1. (1) Verfahrensbegleitung als außergerichtliche Rechtsdienstleistung
              1. (a) Persönlichkeitsrechte, Berufsrecht und Strafrecht als Grenzen
              2. (b) Kommunikation: Publikationen, Pressearbeit, Fachdiskurs
        2. c) Zwischenfazit: Öffnung des Beratungsrechts erleichtert strategische Prozessführung
        1. a) Kostenrechtlich: Obsiegen und Kostenhilfe
          1. aa) Rechtsschutzversicherungen
          2. bb) Prozessfinanzierung
          3. cc) Digitale Rechtsdienstleistungen
          1. aa) Pro-bono-Mandate
          2. bb) Organisationsfinanzierung
          3. cc) Rechtshilfefonds
          4. dd) Crowdfunding
        2. d) Zwischenfazit: Begrenzte Finanzierungsmöglichkeiten im Menschenrechtsbereich
      1. 1. Die Grenzen der Rechtsform und der Planbarkeit von Prozessführung
      2. 2. Begrenzte Ressourcen
      3. 3. Konfliktlinien im Klagekollektiv
      4. 4. Wie die Schattenseiten der Individualisierung überwinden?
  6. Download chapter (PDF)
        1. a) Erkenntnisgewinn: Über das Konkrete das Allgemeine verstehen
        2. b) Fallauswahl: Wieso Migration und Überwachung vergleichen?
          1. aa) Teilnehmende Beobachtung
          2. bb) Interviews
          3. cc) Dokumentenrecherche
        1. b) Feldforschung zum Migrationsrecht (2017/2018 und 2022)
        2. c) Feldforschung zum BND-Verfahren (2019/2020 und 2022)
        1. a) Charakteristika strategischer Prozesse und Mobilisierungstheorien als Kategorien
        2. b) Anwendung und Modifikation am Material
        3. c) Finale Analyse und die Herausforderungen des zirkulären und fallvergleichenden Forschens
      1. 4. Darstellung
          1. aa) Familiennachzug von und zu Drittstaatenangehörigen
          2. bb) Privilegierter Nachzug bei Flüchtlingsstatus gegenüber subsidiärem Schutz
          1. aa) Verschärfte Zugangshürden zu Recht
          2. bb) Komplexes Visumverfahren
          3. cc) Sonderasylprozessrecht
          1. aa) Asylpaket II: Kein Familiennachzug bei subsidiärem Schutz
          2. bb) Behördenpraxis: Subsidiärer Schutz statt Flüchtlingsstatus
          3. cc) Was tun? Aufstockungsklagen mit Musterschriftsätzen als Umweg
          1. aa) Strategie und Motive
              1. (a) Klagebefugte Familien im Ausland finden und begleiten
              2. (b) Grund- und menschenrechtliche Argumentation: Recht auf Familie für alle
            1. (2) Flankierend: Öffentlichkeits- und Netzwerkarbeit, Fachstellungnahmen
          2. cc) Klagekollektiv
          3. dd) Finanzierung
        1. a) Bundesverfassungsgericht: Eilverfahren abgewiesen
          1. aa) Verfassungskonforme Auslegung
          2. bb) „Denken am Einzelfall“
        2. c) Und der Umweg Aufstockungsklage?
          1. aa) „Die Klärung im Eilverfahren war utopisch.“
          2. bb) Korrektur der Behördenpraxis über verfassungsrechtlichen „Rettungsanker“?
        1. b) Kontingentlösung 2018 und ein gebrochenes Koalitionsversprechen
        2. c) Rechtsprechungsentwicklung
      1. 5. Zusammenfassung
        1. a) Aufgaben und Aufklärungsbefugnisse der Nachrichtendienste
          1. aa) Faktischer Ausschluss des Individualrechtsschutzes
          2. bb) Gerichtsähnliche, parlamentarische und administrative Kontrolle
        1. a) Kontext: NSA-Skandal 2013 und Reform des BND-Gesetzes 2016
          1. aa) Strategie und Motive
              1. (a) Beschwerdeführende weltweit suchen
              2. (b) Grund- und menschenrechtliche Argumentation: Grundrechtsbindung und Maßstabsbildung
            1. (2) Flankierend: Pressekampagne, Projektwebsite
          2. cc) Klagekollektiv
          3. dd) Finanzierung
        1. a) Mündliche Verhandlung
          1. aa) Zulässige Verfassungsbeschwerde
          2. bb) Grundrechtsschutz im Ausland
          3. cc) Maßstäbe für eine grundrechtskonforme Auslandsaufklärung
          4. dd) Gerichtsähnliche und administrative Kontrolle
          1. aa) „Ein Meilenstein der Rechtsprechung.“
          2. bb) „Ein Meilenstein – nicht mehr und nicht weniger.“
        1. b) BND-Reform, die Zweite – nun verfassungskonform?
        2. c) Rechtsprechungsentwicklung
      1. 5. Zusammenfassung
        1. a) Zugang zu Migrationsrecht: Je nach Rechtsstatus unterschiedlich
        2. b) Zugang zu Recht gegen Überwachung: Geheimhaltung als Rechtsschutzproblem
        3. c) Bereiche mit vergleichbaren Zugangshürden
          1. aa) Krisen als Impulse für strategische Prozessführung als iterative Rechtspolitik
          2. bb) Kollektive Rechtsmobilisierung trotz prozessualer Hindernisse
          1. aa) Rechtsschutz arbeitsteilig organisieren
          2. bb) Kollektive Unterstützung bleibt rechtlich unsichtbar
          3. cc) Beitrag zur Unterstützungsstruktur und Etablierung als Vielfachprozessierende
          1. aa) Wenn strategische Ziele und Interessen Einzelner auseinanderfallen
          2. bb) Was entsteht im Klagekollektiv?
          3. cc) Sieg durch Niederlage – oder Niederlage durch Sieg?
        1. a) Mit strategischer Fallauswahl und taktischem Vorgehen für lückenlosen, wirksamen und erreichbaren Zugang
        2. b) Mit Klagekollektiven für gleichen, fairen und bezahlbaren Zugang
        3. c) Unterstützte Kommunikation für partizipativen und transparenten Zugang
        4. d) Wie strategische Prozessführung den Zugang zu Recht verändert
  7. Download chapter (PDF)
        1. a) Pluralisierung von Rechtsschutzmöglichkeiten
          1. aa) Migrationsrecht
          2. bb) Nachrichtendienste und Überwachung
        1. a) Verfahrensrechtliche Anerkennung
        2. b) Dem strategischen Rechtsgebrauch Grenzen ziehen
      1. 3. Interessenkollisionen in strategischen Prozessen antizipieren
      2. 4. Partizipation im Klagekollektiv organisatorisch sicherstellen
      3. 5. Kollektive Unterstützung sichtbarer machen und stärken
      1. 1. Strategische Prozessführung als weltweites Phänomen
      2. 2. Erscheinungsformen strategischer Prozessführung in Deutschland
      3. 3. Klagekollektive als rechtliche und soziale Struktur
      4. 4. Wirkweisen: Verfassungstheoretische und empirische Anschlussfragen
  8. Download chapter (PDF)
    1. I. Literatur
    2. II. Internetquellen
    3. III. Empirisches Material

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