
Vicki Baum und Amerika
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- Verlag:
- 2026
Zusammenfassung
Der internationale Erfolg von »Menschen im Hotel« ermöglichte der Starautorin Vicki Baum die frühzeitige Emigration und eine literarische Karriere in den USA. Ende März 1932 schiffte sich Vicki Baum auf dem Dampfer »Europa« ein, der sie in ihre neue Heimat in den USA bringen sollte. Ob es primär berufliche Gründe waren, also die Aussicht auf bessere Zukunftschancen als Autorin, oder politische, die sie veranlassten, Deutschland noch vor der sogenannten Machtergreifung der Nationalsozialisten im Januar 1933 zu verlassen, ist schwer zu beurteilen, auch wenn die in Wien geborene Autorin jüdischer Herkunft selbst im Rückblick erklärte, dass sie bereits 1931, während ihrer ersten Reise nach Amerika, von ausländischen Korrespondenten vor der Gefahr des Nationalsozialismus gewarnt worden sei. Baums vielfältiges Werk in und über Amerika, wo sie 1938 die amerikanische Staatsbürgerschaft erhielt und ihre Texte zunehmend auf Englisch verfasste, ist bislang wenig bis gar nicht in den Fokus gerückt, obwohl es ganz neue Themen und Formen in der Begegnung mit anderen Sprachen und Kulturen sowie der Auseinandersetzung mit Faschismus, Krieg, Anpassung und Widerstand in ihrer ›alten Heimat‹ Österreich und Deutschland hervorbrachte. Daher widmet sich der Sammelband diesem Themenkomplex erstmals in konzentrierter Form, um dieses Desiderat zu füllen und Anstöße zu weiteren Untersuchungen zu liefern.
Mit Beiträgen u.a. von: Sylvia Asmus | Beatrice Feder | Gustav Frank | Carola Hilmes | Susanne Komfort-Hein | Anna-Dorothea Ludewig | Lehel Sata | Laura Tezarek
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2026
- ISBN-Print
- 978-3-8353-5863-8
- ISBN-Online
- 978-3-8353-8855-0
- Verlag
- Wallstein, Göttingen
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 228
- Produkttyp
- Sammelband
Inhaltsverzeichnis
- Inhalt Kein Zugriff
- Einleitung: Vicki Baum und Amerika Kein Zugriff Seiten 7 - 14 Julia Bertschik, Bernd Zegowitz
- Exil als »journey of no return« – Zum Beispiel Vicki Baum. Autobiografische Selbstverortungen zwischen Wien und Hollywood Kein Zugriff Seiten 17 - 32 Susanne Komfort-Hein
- »Born to the tongue«? Die translinguale Karriere der Vicki Baum Kein Zugriff Seiten 33 - 50 Beatrice Feder
- Formen der Polyphonie in Vicki Baums Roman ›Danger from Deer‹ / ›Vor Rehen wird gewarnt‹ (1951) Kein Zugriff Seiten 51 - 74 Lehel Sata
- Vicki Baums Roman ›Marion Alive‹ / ›Marion lebt‹ (1942). Identitäts- und Erinnerungsdiskurse einer »echten Emigrantin« Kein Zugriff Seiten 75 - 90 Desiree Hebenstreit
- Spuren der Schriftstellerin Vicki Baum im Deutschen Exilarchiv 1933–1945 Kein Zugriff Seiten 91 - 102 Sylvia Asmus
- Leerstellen und Ambivalenzen. Fiktionen des Jüdischen in Vicki Baums Leben und Werk Kein Zugriff Seiten 105 - 122 Anna-Dorothea Ludewig
- »ein kleiner, vielleicht sogar etwas getrübter Spiegel«. Vicki Baums Blick auf Nazideutschland Kein Zugriff Seiten 123 - 138 Bernd Zegowitz
- Hollywood in Vicki Baums Roman ›Leben ohne Geheimnis‹ (1932) Kein Zugriff Seiten 141 - 156 Laura Tezarek
- Die Erfahrung des Buchs zwischen Kontinent und Moderne. Vicki Baums ›Der große Ausverkauf‹ (1937) als Neufassonierung von Émile Zolas ›Au Bonheur des Dames‹ (1883) Kein Zugriff Seiten 157 - 180 Frank Estelmann
- Clarinda: Von Weimar nach Mexiko und zurück. Vicki Baums ›Headless Angel‹ (1948) als romanhafter Lebensrückblick einer Frau der Goethezeit Kein Zugriff Seiten 181 - 198 Carola Hilmes
- »one of the strangest books of the year«. Vicki Baums ›The Mustard Seed‹ / ›Kristall im Lehm‹ (1953) und die Krise der ›Synthetischen Moderne‹ Kein Zugriff Seiten 199 - 226 Gustav Frank
- Beiträgerinnen und Beiträger Kein Zugriff Seiten 227 - 228




