Unerhörte Scham in der Pflege
Über die Notwendigkeit einer unbeliebten Emotion- Autor:innen:
- Verlag:
- 2020
Zusammenfassung
Schamgefühle sind im beruflichen Alltag von Pflegenden allgegenwärtig. Schambehaftete Erlebnisse werden allenfalls hinter vorgehaltener Hand erzählt. Wird etwas gemeinhin Verborgenes an die Öffentlichkeit gebracht, ist das oft beschämend. Unser Unbewusstes schützt unser seelisches Gleichgewicht, indem die Scham durch etwas anderes ersetzt wird: die Abwehr. Diese dient in der Pflege oft dazu, arbeitsfähig zu bleiben. Das dauerhafte Verdrängen, Verschweigen oder Bagatellisieren schambesetzter Situationen bedeutet aber auch den Verlust der positiven Funktion der Scham. Denn diese schmerzhafte Emotion hilft uns, Pflegebeziehungen wie unser soziales Zusammenleben insgesamt würdevoll zu gestalten. In diesem Buch verschafft Ursula Immenschuh unerhörten Schamgeschichten aus dem Pflegealltag Gehör und macht dabei sichtbar, wie nah Scham, Würde und Verantwortung beieinanderliegen.
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Bibliographische Angaben
- Auflage
- 1/2020
- Copyrightjahr
- 2020
- ISBN-Print
- 978-3-86321-537-8
- ISBN-Online
- 978-3-86321-492-0
- Verlag
- Mabuse Verlag, Frankfurt am Main
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 187
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 10
- Einleitung Kein Zugriff Seiten 11 - 18
- 1.1 Berufskultur in der Pflege Kein Zugriff
- 1.2 Ethnopsychoanalyse Kein Zugriff
- 1.3 Gruppensupervision als Forschungsmethode Kein Zugriff
- 1.4 Verschränkung von Datensammlung und -interpretation und die Bedeutung der Gegenübertragung Kein Zugriff
- 1.5.1 Abhängigkeit und Angst Kein Zugriff
- 1.5.2 Abwehr von Angst – Rauchen Kein Zugriff
- 1.5.3 Alleinsein und Trauer Kein Zugriff
- 1.6.1 Gruppe eins – bekannt, sektorenübergreifend und supervisionserfahren Kein Zugriff
- 1.6.2 Gruppe zwei – zusammengewürfelt, aus unterschiedlichen Bereichen der Pflege Kein Zugriff
- 2.1.1 Erste Sitzung: „Macht Scham einsam?“ und „Wäre das Leben nicht leichter ohne Scham?“ Kein Zugriff
- 2.1.2 Zweite Sitzung: „Scham, die eigentlich keine Geschichten erzählen mag“. Unverschämt und überdrüssig Kein Zugriff
- 2.1.3 Dritte Sitzung: „Dass wir da etwas schuldig bleiben“ oder „so viel Not überall“ Kein Zugriff
- 2.2.1 Erste Sitzung: „Stell dich nicht so an […] sei nicht so verklemmt!“ Kein Zugriff
- 2.2.2 Zweite Sitzung: Von unverfänglich bis „Scham ist geballt im Raum“ Kein Zugriff
- 2.2.3 Dritte Sitzung: „Die Schamlawine war nötig“ Kein Zugriff
- 2.3 Die Arbeit in den Gruppen – eine zusammenfassende Betrachtung Kein Zugriff
- … kann jederzeit akut werden Kein Zugriff
- … ist ein Hinweis auf unser Innerstes Kein Zugriff
- … ist schwer zu fassen und unberechenbar Kein Zugriff
- … kann man (kurzfristig) entrinnen Kein Zugriff
- … hat viele Facetten Kein Zugriff
- … ist körperlich-leiblich Kein Zugriff
- … ist wie ein Sammelbecken Kein Zugriff
- … hält ihre Geschenke bereit Kein Zugriff
- 3.2.1 Nichtfühlen als notwendige Abwehr Kein Zugriff
- 3.2.2 Funktionieren Kein Zugriff
- 3.2.3 Verbotene Lust Kein Zugriff
- 3.3 Verschiedene Ebenen der (Scham-)Abwehr: von intra- zu interpersonell und institutionell Kein Zugriff
- 3.4 Abwehrvorgänge in der Altenhilfe als Abbild gesellschaftlicher Abwehr Kein Zugriff
- 3.5 Sozialethische Überlegungen zur Ausgrenzung von Unkontrollierbarkeit Kein Zugriff
- 3.6 Zulassen von Gefühlen oder Funktionieren als Berufskultur der Pflege Kein Zugriff
- 3.7 Zusammenhang von individueller, institutioneller und gesellschaftlicher Abwehr und Scham Kein Zugriff
- 4.1.1 Verantwortung Kein Zugriff
- 4.1.2 Verantwortung-Gegenüber Kein Zugriff
- 4.2 Der Konflikt in der Verantwortung Kein Zugriff
- 4.3 Etwas schuldig bleiben – oder was soll man tun? Kein Zugriff
- 4.4 Schuld und Scham Kein Zugriff
- 4.5 Zur eigenen Scham stehen braucht Verantwortung-Gegenüber Kein Zugriff
- 4.6 Denken, fühlen, beratschlagen und bewusst werden Kein Zugriff
- 5 Zusammenfassung der bisherigen Erkenntnisse Kein Zugriff
- 6.1 Es fehlen: Anerkennung, Schutz, Zugehörigkeit und Integrität Kein Zugriff
- 6.2 Die Würde im Zusammenhang mit der Scham Kein Zugriff
- 6.3 „Satt und sauber war unter meiner Würde … Kein Zugriff
- 6.4 Würdeverletzungen sind alltäglich Kein Zugriff
- 6.5 Gewalt und zum Schweigen gebrachte Scham Kein Zugriff
- 6.6 Das Unsägliche oder die Hauptfunktion der Scham – der Schutz Kein Zugriff
- 6.7 Gewalt und die Bedeutung von Scham, Schuld und Verantwortung Kein Zugriff
- 7.1 Sexuelle Bedürfnisse als schützenswertes Gut des Menschseins Kein Zugriff
- 7.2 Körperscham und persönliche Schamneigung als Voraussetzung für professionellen Umgang mit Sexualität, Erotik und Scham Kein Zugriff
- 7.3 Das ganz normale Leben Kein Zugriff
- 7.4 Sexuell-erotische Bedürfnisse wahr-, ernst- und annehmen Kein Zugriff
- 7.5 Sexistisches Verhalten und die Schamlosigkeit Kein Zugriff
- 8 Das Unerhörte erhört Kein Zugriff
- Literaturverzeichnis Kein Zugriff Seiten 179 - 187

