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Infografik als »tool for thinking« im Mittelalter

Autor:innen:
Verlag:
 2025

Zusammenfassung

»Infografik« ist ein zeitgemäßer Begriff – doch können ähnliche kreative Visualisierungspraktiken bereits in der Lehre und Wissenschaft des Mittelalters aufgezeigt werden. Seit dem 12. Jahrhundert erfuhren Schema-Bilder, d.h. Abbildungen in abstrakter und schematischer Form, nach dem Vorbild ihrer Verwendung im antiken Schulunterricht weite Verbreitung in der Wissenschaft, im Recht sowie in der Historiografie, Chronologie und Kartografie. Ihr Einsatz wirkte nicht nur strukturierend und wissensorganisierend, sondern barg kreatives und hermeneutisches Potenzial – in etwa vergleichbar mit Simulationen eines Schwarzen Lochs in unseren Tagen. Die Abhandlung möchte Schema-Bilder anhand von norditalienischen Beispielen – etwa aus den Pergamentrollen von Vercelli (12.–13. Jahrhundert) oder dem einzigartigen Werk Opizzinos de Canistris’ (1296–ca. 1353) aus dem benachbarten Pavia – als »tools for thinking« veranschaulichen. Diese faszinierenden Bilder wirken dynamisch und imaginativ und tragen zur aktuellen Diskussion über die »knowledge generating visualization« bei, eine Visualisierung »zwischen Gehirn und Hand« (M. Kupfer), die für das Spätmittelalter die »technisch-mediale Bedingtheit von Wissen« (H. Bredekamp) bestätigt.

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Bibliographische Angaben

Auflage
1/2025
Copyrightjahr
2025
ISBN-Print
978-3-8353-5800-3
ISBN-Online
978-3-8353-8780-5
Verlag
Wallstein, Göttingen
Reihe
Das mittelalterliche Jahrtausend
Band
12
Sprache
Deutsch
Seiten
66
Produkttyp
Monographie

Inhaltsverzeichnis

KapitelSeiten
  1. Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 12
  2. 1. Infografik im Mittelalter – eine Arbeitshypothese Kein Zugriff Seiten 13 - 18
  3. 2. Bilder der göttlichen Ordnung Kein Zugriff Seiten 19 - 26
  4. 3. ›Per visibilia ad invisibilia‹ – Vom Sichtbaren zum Unsichtbaren Kein Zugriff Seiten 27 - 36
  5. 4. Opicinus’ ›Know-how‹ Kein Zugriff Seiten 37 - 44
  6. 5. Opicinus’ Körperwelten Kein Zugriff Seiten 45 - 58
  7. 6. ›Machines for Thinking‹ Kein Zugriff Seiten 59 - 64
  8. Zu Person und Werk der Autorin Kein Zugriff Seiten 65 - 66

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