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Im Schatten von Krieg und Holocaust

Psychoanalyse in Polen im polnisch-deutsch-jüdischen Kontext 
Herausgeber:innen:
Verlag:
 2019

Zusammenfassung

Im Schatten von Krieg und Holocaust erzählt bislang unbekannte Schicksale aus Polen stammender jüdischer PsychoanalytikerInnen vor dem Hintergrund von Krieg, Holocaust, Flucht und Emigration. Untersucht werden individuelle wie kollektive Bewältigungsversuche. Dazu zählt das sogenannte »Auschwitzprogramm«: eine Pionierarbeit Krakauer PsychiaterInnen mit Überlebenden Ende der 1950er Jahre, die bis heute mit der zweiten und dritten Hinterbliebenengeneration fortgesetzt wird. Dazu zählen auch die Bewältigungsdiskurse, die – politisch manipuliert – das polnische Opfertum hervorhoben und das Ausmaß der Kollaboration ausblendeten. In einer durch zwei Totalitarismen traumatisierten polnischen Gesellschaft wurden sie den ermordeten Juden und Jüdinnen, den Massenumsiedlungen, der Dezimierung der polnischen Intelligenzija und der zivilen Bevölkerung sowie den Opfern des Stalinismus nicht gerecht. Diese traumatischen Erfahrungen, die grundlegend die polnische Gesellschaft verändert haben, sind bis heute nicht ausreichend aufgearbeitet. Welche Rolle kommt dabei der Psychoanalyse zu?

Mit Beiträgen von Katarina Bader, Arkadi Blatow, Bernhard Bolech, Jacek Bomba, Paweł Dybel, Barbara Engelking, Lilli Gast, Ludger M. Hermanns, Ewa Kobylinska-Dehe, Andrzej Leder, Anna Leszczynska-Koenen, Agnieszka Makowiecka-Pastusiak, Mira Marcinów, Filip Marcinowski, Małgorzata Ojrzyńska, Katarzyna Prot-Klinger, Jörn Rüsen, Sieglind Schröder, Ewa Sobczak, Krzysztof Szwajca und Joanna Tokarska-Bakir

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Bibliographische Angaben

Copyrightjahr
2019
ISBN-Print
978-3-8379-2913-3
ISBN-Online
978-3-8379-7610-6
Verlag
Psychosozial-Verlag, Gießen
Reihe
Bibliothek der Psychoanalyse
Sprache
Deutsch
Seiten
373
Produkttyp
Sammelband

Inhaltsverzeichnis

KapitelSeiten
  1. Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 8
  2. Vorwort. Was aus dem Blickfeld verschwindet – Deutsch-polnisch-jüdische Gespräche in Berlin Kein Zugriff Seiten 9 - 22 Ewa Kobylinska-Dehe, Paweł Dybel, Ludger M. Hermanns
    1. Historisierung des Holocaust. Sinnprobleme einer historischen Erfahrung Kein Zugriff Seiten 23 - 34 Jörn Rüsen
    2. Die Psychoanalyse als kritische Geschichtstheorie. Der Fall Polen Kein Zugriff Seiten 35 - 52 Andrzej Leder
    3. Träume als historische Quelle in der Holocaustforschung Kein Zugriff Seiten 53 - 68 Barbara Engelking
    4. Zofia Nałkowskas Am Bahndamm. Historisches Vorbild und literarische Verarbeitung Kein Zugriff Seiten 69 - 84 Joanna Tokarska-Bakir
    1. »Unsere letzte psychoanalytische Mohikanerin in Berlin«Die Berliner Jahre (1923–1939) der polnischen Psychoanalytikerin Salomea Kempner (1880–1943) und ihr »Verschwinden« in Warschau Kein Zugriff Seiten 85 - 100 Ludger M. Hermanns
    2. Eine wundersame Errettung. Gedanken zu Roman Markuszewicz’ Tagebuch A Miraculous Escape Kein Zugriff Seiten 101 - 116 Paweł Dybel
    3. Die Macht des Schicksals. Alberta Szalita, eine jüdische Psychoanalytikerin aus Warschau in Amerika Kein Zugriff Seiten 117 - 142 Ewa Kobylinska-Dehe
    4. Rudolph M. Loewenstein und die Psychoanalyse des Antisemitismus Kein Zugriff Seiten 143 - 156 Bernhard Bolech
    1. Das (Nicht-)Erinnern an die Vernichtung psychisch Kranker in Polen Kein Zugriff Seiten 157 - 172 Filip Marcinowski, Mira Marcinów
    2. Untersuchungen der ehemaligen Häftlinge des KZs Auschwitz-Birkenau am Krakauer Psychiatrie-Lehrstuhl Kein Zugriff Seiten 173 - 186 Jacek Bomba, Krzysztof Szwajca
    3. Empathie versus »Wissenschaft«. Gedanken zu Untersuchungen von Überlebenden des NS-Terrors in Krakau und der BRD Kein Zugriff Seiten 187 - 200 Sieglind Schröder
    4. Psychiatrie nach Auschwitz. Über die Zusammenarbeitder Psychiatrischen Universitätsklinik in Krakau mit ehemaligen Auschwitzhäftlingen Kein Zugriff Seiten 201 - 218 Anna Leszczynska-Koenen
    5. Späte Folgen eines frühen Traumas. Die Psychotherapie von Holocaust-Überlebenden Kein Zugriff Seiten 219 - 234 Katarzyna Prot-Klinger, Krzysztof Szwajca
    1. Die Erben der »Bloodlands«. Was verbindet die nach dem Zweiten Weltkrieg geborenen Nachkommen von polnischen Juden, Ukrainern und Deutschen? Kein Zugriff Seiten 235 - 250 Małgorzata Ojrzyńska
    2. Wem gehört der Holocaust? Transformationen der Holocaust-Erinnerungen in der polnischen Gesellschaft Kein Zugriff Seiten 251 - 266 Agnieszka Makowiecka-Pastusiak
    3. Hier könnt ihr wohnen. Das Trauma der Umsiedlung aus deutscher und polnischer Perspektive Kein Zugriff Seiten 267 - 282 Ewa Sobczak
    4. Anatomie einer Geste. Gedanken zu Willy Brandts Kniefall in Warschau Kein Zugriff Seiten 283 - 294 Lilli Gast
    5. Fremdes Erbe im Gepäck? Mit Erinnerungen an einen polnischen Überlebenden auf Lesereise durch Deutschland Kein Zugriff Seiten 295 - 310 Katarina Bader
    1. »Es ist nicht die Zeit, um Feste zu feiern«. Freuds Briefe an seine Schwestern Kein Zugriff Arkadi Blatow
  3. Gesamtbibliografie Kein Zugriff Seiten 345 - 364
  4. Personenregister Kein Zugriff Seiten 365 - 373

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