
Caligula
Eine Biographie- Autor:innen:
- Reihe:
- Beck'sche Reihe, Band 6035
- Verlag:
- 2012
Zusammenfassung
Der Kaiser Caligula (37–41 n. Chr.) gilt als Musterfall des römischen Cäsarenwahnsinns: Er trieb Inzest mit seinen Schwestern, wollte sein Pferd zum Konsul machen und plante, seinen Herrschaftssitz von Rom nach Alexandria zu verlegen. Er verfolgte die römischen Senatoren grausam und ohne Anlaß, ja er wollte schließlich als Gott von ihnen verehrt werden. So behaupten es zumindest die antiken Quellen. Ihr denunziatorischer, von nachweisbaren Falschaussagen geprägter Charakter ist zwar längst erkannt, ihrer Suggestion war jedoch auch die moderne Forschung immer wieder erlegen.
Der Autor beschreibt das kurze, ereignisreiche Leben dieses Kaisers in neuer Deutung. Die Herrschaft Caligulas, so wird gezeigt, war durch eine dramatische Konfliktgeschichte geprägt, in deren Verlauf senatorische Verschwörungen und die kaiserlichen Reaktionen darauf die Ereignisse eskalieren ließen. Der junge Kaiser nutzte mit zynischer Konsequenz den Opportunismus und die Auflösungserscheinungen der alten Oberschicht zur Durchsetzung einer offenen Alleinherrschaft und setzte die senatorische Gesellschaft nie zuvor erlebten traumatischen Erfahrungen von Angst, Machtlosigkeit und Selbstzerstörung aus.
Nach der Ermordung Caligulas durch eine Palastverschwörung verarbeiteten die Vertreter der gedemütigten Aristokratie mit «frischem Haß» (Tacitus) das Erlebte. Die Konstruktion eines «wahnsinnigen» Kaisers eignete sich zu dessen nachträglicher Entwertung ebenso wie zur Rechtfertigung der eigenen Beteiligung an dem, was vorgefallen war.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2012
- ISBN-Print
- 978-3-406-63233-4
- ISBN-Online
- 978-3-406-63234-1
- Verlag
- C.H.BECK Literatur - Sachbuch - Wissenschaft, München
- Reihe
- Beck'sche Reihe
- Band
- 6035
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 208
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 6
- Ein wahnsinniger Kaiser? Kein Zugriff Seiten 7 - 12
- 1. Das Erbe des Augustus Kein Zugriff
- 2. Die politische Familie Kein Zugriff
- 3. Kindheit als «Soldatenstiefelchen» Kein Zugriff
- 4. Die Zustände im Alten Rom unter Tiberius Kein Zugriff
- 5. Gefährliche Jugend Kein Zugriff
- 6. Capri und der Weg zum Thron Kein Zugriff
- 1. Der junge Augustus Kein Zugriff
- 2. Krankheit und Konsolidierung Kein Zugriff
- 3. Im Genuß der Herrschaft Kein Zugriff
- 4. Der Tod Drusillas Kein Zugriff
- 5. Das Reich Kein Zugriff
- 1. Die Verschwörung der Konsulare Kein Zugriff
- 2. Die Stunde der Wahrheit Kein Zugriff
- 3. Die große Verschwörung und der Zug in den Norden Kein Zugriff
- 4. Die Neugestaltung der kaiserlichen Rolle Kein Zugriff
- 5. Der Ritt übers Meer Kein Zugriff
- 1. Die Unterwerfung der Aristokratie Kein Zugriff
- 2. Die Entehrung der Aristokratie Kein Zugriff
- 3. Der Kaiser als «Gott» Kein Zugriff
- 4. Die Stabilität der Herrschaft Kein Zugriff
- 5. Alternative Alexandria? Kein Zugriff
- V. Mord auf dem Palatin Kein Zugriff Seiten 161 - 174
- Die Erfindung des wahnsinnigen Kaisers Kein Zugriff Seiten 175 - 180
- Nachwort Kein Zugriff Seiten 181 - 181
- Nachwort zur Neuausgabe Kein Zugriff Seiten 182 - 185
- Anmerkungen Kein Zugriff
- Verzeichnis der Abkürzungen Kein Zugriff
- Nachweis der Abbildungen Kein Zugriff
- Literaturverzeichnis Kein Zugriff
- Register Kein Zugriff
- Stammbaum des Caligula Kein Zugriff




