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Monographie Kein Zugriff

Episoden des Alltäglichen - Sitcoms und Gesellschaft

Eine wissenssoziologische und hermeneutische Lektüre
Autor:innen:
Verlag:
 2016

Zusammenfassung

Die Populärkultur hat mit der Sitcom ein eigentümliches Genre im Fernsehen etabliert. Während Fernsehserien oft hinausblicken in jene Bereiche, die sich zum Teil drastisch von der Lebenswelt des Zuschauers unterscheiden, widersetzt sich die Sitcom seit über einem halben Jahrhundert dieser Blickrichtung. Stattdessen lenkt sie die populärkulturelle Aufmerksamkeit auf Themen, die diesseits unseres lebensweltlichen Horizonts verortet sind und liefert Alltagsbeschreibungen in pointierter Form. Damit bündelt sie eine Fülle von gesellschaftlichen Relevanzen und situiert sie dort, wo sie zugleich ihr Publikum findet: zu Hause, in den eigenen vier Wänden. Situation Comedies erweisen sich nicht nur deswegen als soziologische Erkenntnismittel, die – gerade weil es sich bei ihnen um Wirklichkeitskonstruktionen zweiter Ordnung handelt – normativ aufgeladene Bilder des Alltags zeigen. Im Genre der Sitcom wird dem Alltag als Sujet gleichsam ein medialer Ort innerhalb der Populärkultur zugewiesen.

Die damit einhergehenden soziologischen und medialen Facetten ergründet die vorliegende Studie – als erste deutschsprachige Monografie zu dem Thema – im Hinblick auf verschiedene Topoi wissenssoziologisch und hermeneutisch am Beispiel ausgewählter Sitcoms der zurückliegenden 20 Jahre. Als beeindruckend erweisen sich hierbei die tiefgreifenden und bildhaften Analysen der Sitcoms und ihre Rückbindungen an wissens-, kultur- und allgemeinsoziologische Erkenntnisse. Die Sitcom erscheint als Unterhaltungsformat, das nicht nur Alltagsgeschichten erzählt, sondern die Produktions- und Rezeptionsbedingungen dieser Geschichten immer auch mit erzählt. Es handelt sich mithin um mediale Artefakte, die gleichsam als unterhaltsame Mittel gesellschaftlicher Wahrnehmung und medialer Selbstwahrnehmung auftreten. Angelegt als qualitative Studie an der Schnittstelle von Medien- und Sozialwissenschaften, fügt das Buch dem gegenwärtigen Diskurs um Populärkultur, Fernsehserien und Kulturwissenschaften eine soziologisch fundierte Perspektive hinzu, die für Sozial- und Medienwissenschaftler ebenso anregend ist wie für jene, die mit besonderem Augenmerk auf die gegenwärtige akademische Rezeption von TV-Serien schauen – kenntnisreich dargelegt in einer klaren und zugänglichen Sprache.


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Bibliographische Angaben

Copyrightjahr
2016
ISBN-Print
978-3-958-32073-4
ISBN-Online
978-3-8452-7754-7
Verlag
Velbrück Wissenschaft, Weilerswist
Sprache
Deutsch
Seiten
616
Produkttyp
Monographie

Inhaltsverzeichnis

KapitelSeiten
  1. Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 8
      1. Von der Wesentlichkeit des Beiläufigen oder: eine Soziologie der medialen Zwischentöne Kein Zugriff
      2. Populärkultur als Untersuchungsgegenstand Kein Zugriff
      3. Schwerpunktsetzungen und Herangehensweise Kein Zugriff
      4. Aufbau der Arbeit Kein Zugriff
      1. Unterhaltung und Kulturindustrie Kein Zugriff
      2. Fernsehen – Anmerkungen zur gegenwärtigen Fabrikation von Unterhaltung Kein Zugriff
      3. Die Fernsehkultur in den USA Kein Zugriff
      4. Fernsehserien – Allgemeine Annäherungen an eine Kultur der seriellen Narrative Kein Zugriff
      5. Serien als narrative Kultur Kein Zugriff
      6. Populärkultur als gesellschaftlicher Gradmesser Kein Zugriff
      1. Methodische Anmerkungen Kein Zugriff
      2. Eine kurze Geschichte der Sitcom – Von den historischen Vorläufern bis zur Etablierung als eigenständiges Unterhaltungsformat Kein Zugriff
      3. Die Sitcom – Eine Definition Kein Zugriff
      4. Exkurs: Quality-Television Kein Zugriff
      1. Die Sitcom als Narrativ von Ordnung und Ambivalenz Kein Zugriff
        1. Wohnen – Zur Differenz von Innen und Außen Kein Zugriff
        2. Fernsehen – Zur Alltäglichkeit von Unterhaltung Kein Zugriff
      1. Einleitung Kein Zugriff
      2. Die Zweierbeziehung als normativer Lebensentwurf Kein Zugriff
        1. Figurenkonstellationen – Elternschaft, Ehe und Zweierbeziehungen Kein Zugriff
        2. Sex im Alltag – Sitcoms als Erzählungen intimer Begegnungen Kein Zugriff
        3. Die Zweierbeziehung als Verhandlungsort Kein Zugriff
        4. Das Wir als übergeordneter Bezugspunkt für die Zweierbeziehung Kein Zugriff
        5. Der Konsum der Romantik in der Sitcom Kein Zugriff
      3. Fazit: Die alltägliche Ordnung des Glücks Kein Zugriff
    1. Die Sitcom als Narrativ über das Glück im Alltag – Ein Zwischenfazit Kein Zugriff Seiten 283 - 294
    1. Einleitung Kein Zugriff Seiten 295 - 302
    2. Ironie und Reflexivität Kein Zugriff Seiten 303 - 306
    3. Reflexivität in der Gesellschaft Kein Zugriff Seiten 307 - 312
    4. Reflexivität in Film und Fernsehen Kein Zugriff Seiten 313 - 322
      1. Jerry Seinfeld ist Jerry Seinfeld in der Sitcom Seinfeld – Eine Einleitung Kein Zugriff
        1. Einleitung Kein Zugriff
        2. Die Juden als gesellschaftliche Außenseiter Kein Zugriff
        3. Die Großstadt – Kulminationspunkt von Fremdheit, Urbanität und jüdischer Identität Kein Zugriff
        4. Jüdischer Humor und amerikanische Lebenswelten Kein Zugriff
      2. Die soziale Verankerung der Protagonisten Kein Zugriff
      3. Seinfeld und die Dekonstruktion intimer Beziehungen Kein Zugriff
        1. Einleitung Kein Zugriff
        2. Ambivalenz in Serie – Die Mehrdeutigkeit von sozialer Ordnung Kein Zugriff
        3. Das gesellschaftliche Normengefüge als Quelle von Ungewissheit und Mehrdeutigkeit Kein Zugriff
        4. Seinfeld als Phänomenologie des Alltags Kein Zugriff
      4. Ungewissheit und Ausweglosigkeit als gesellschaftliche Topoi in Seinfeld Kein Zugriff
      5. Der »Horror of Seinfeld« – Eine Sitcom im Kontext zeitgenössischer Kommentare Kein Zugriff
      6. Exkurs: Ein Blick auf Seinfeld mit Charles Taylor Kein Zugriff
        1. Einleitung Kein Zugriff
        2. Jerry – Die Sitcom in der Sitcom Kein Zugriff
        3. Das Ende von Seinfeld Kein Zugriff
      1. Einleitung Kein Zugriff
      2. Produktionshintergrund der Serie Kein Zugriff
        1. Einleitung Kein Zugriff
        2. Larry David und die Frage danach, was wir hier eigentlich machen Kein Zugriff
        3. Fazit Kein Zugriff
      3. Curb your Enthusiasm und die Transformationen von medialer Realität und gesellschaftlicher Fiktion Kein Zugriff
      1. Einleitung Kein Zugriff
      2. 30 Rock – Mediale Hinterbühnen als Unterhaltungsmittel Kein Zugriff
      3. Liz Lemon – Alltägliche Weiblichkeit und das Problem des Sexus Kein Zugriff
      4. Reality-TV als Folie einer ausufernden medialen Gegenwart Kein Zugriff
      5. Fazit Kein Zugriff
    5. Reflexiv-ironisches Fernsehen – Ein Fazit Kein Zugriff Seiten 563 - 568
    6. Schlussbetrachtungen Kein Zugriff Seiten 569 - 586
      1. Literaturverzeichnis Kein Zugriff
      2. Internetseiten Kein Zugriff
      3. Abbildungsnachweis Kein Zugriff
  2. Dank Kein Zugriff Seiten 613 - 616

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