Mit anderen Augen
Exil und Film- Autor:innen:
- Verlag:
- 2021
Zusammenfassung
Der Themenkomplex "Exil und Film" ist in den letzten Jahrzehnten intensiv erforscht worden – vor allem mit Blick auf die Jahre zwischen 1933 und 1945. Allerdings ist der Exilfilm kein rein historisches Phänomen, sondern reicht weit in die Gegenwart hinein.
Die deutsche Filmgeschichte beschreibt bisher mit dem Begriff "Filmexil" die Auswirkungen nationalsozialistischer Filmpolitik auf die Biografien der Filmschaff enden, die nach der Machtübergabe aus Deutschland vertrieben wurden, sich in europäischen und transatlantischen Filmproduktionen mehr oder weniger etablierten und nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs zur Remigration entschieden. Heike Klapdor setzt an diesem filmhistorischen Punkt an, doch geht sie darüber hinaus. Sie trägt mit ihren filmanalytischen Studien zu einer Theorie des Exilfilms bei, dessen Relevanz und Entwicklungslinien bis weit in die heutige Zeit hineinreichen. Der Bogen, der so gespannt wird von "La crise est finie!" (1934) über den deutschen und italienischen Nachkriegsfilm bis hin zu Wim Wenders, Lars von Trier und Christian Petzold, zeigt, wie stark Filme die Generalerzählung "Exil" variieren. Die globale und universelle Erfahrung "Exil" erweist sich dabei als eine der zentralen Erzählungen des 20. Jahrhunderts. Exil ist eine Krisenerfahrung. Die Filme tragen die Signatur der Krise. Sie führen Krisensymptome, Krisenreflexionen und Krisenlösungen vor Augen. Sie entspringen nicht der Exilgeschichte im engeren Sinn, sondern der dynamischen Erfahrung "Exil".
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2021
- ISBN-Print
- 978-3-96707-472-7
- ISBN-Online
- 978-3-96707-473-4
- Verlag
- edition t+k, München
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 289
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 3 - 6
- 1 Krise – Exil und Film. Eine Einführung Kein Zugriff Seiten 7 - 23
- 2 Auf / Bruch – »Loslaufen, aushalten« Kein Zugriff Seiten 24 - 50
- 3 Flucht – »Draußen in der Welt, / Da bleib ich nur, wo mir’s gefällt« Kein Zugriff Seiten 51 - 70
- 4 Heimat – »Ach, wie ist’s möglich dann, daß ich Dich lassen kann« Kein Zugriff Seiten 71 - 98
- 5 Der verlorene Sohn – »Ihr träumt unter den wunderbaren Palmen am Ozean von diesen Buchen und Kastanien« Kein Zugriff Seiten 99 - 138
- 6 Kinder – Der »Flügelschlag der Vorstellungskraft« Kein Zugriff Seiten 139 - 161
- 7 Spuren – »Agenten der Erinnerung« Kein Zugriff Seiten 162 - 200
- Abbildungsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 201 - 202
- Literaturverzeichnis Kein Zugriff Seiten 203 - 218
- Personenregister Kein Zugriff Seiten 219 - 226
- Filmregister Kein Zugriff Seiten 227 - 230
- Dank Kein Zugriff Seiten 231 - 232
- Endnoten Kein Zugriff Seiten 233 - 289





