
Kunst und Kultur nach dem Nationalsozialismus
- Herausgeber:innen:
- |
- Reihe:
- Beiträge zur Geschichte des Nationalsozialismus, Band 40
- Verlag:
- 2025
Zusammenfassung
Über den Umgang mit Diktatur und Verfolgung im Kulturbetrieb des geteilten Nachkriegsdeutschlands. Die zeithistorischen und kunstwissenschaftlichen Meistererzählungen waren lange von der falschen Vorstellung eines Neubeginns im Kunstbetrieb nach 1945 geprägt. Deshalb vermessen Historiker:innen und Kunsthistoriker:innen im vorliegenden Band die Bedeutung des »Betriebssystems Kunst« für die NS-Aufarbeitung sowie für Demokratisierungsprozesse nach dem Ende der NS-Herrschaft. Verlief die Auseinandersetzung mit Diktatur- und Verfolgungserfahrung in der bildenden Kunst synchron zu derjenigen der Gesamtgesellschaft oder ergaben sich eigene Resonanzräume, Blockaden oder Neuanfänge? Mit Blick auf Künstler, Kunstvereine, Museen sowie die Kunstgeschichte analysieren die Autor:innen höchst widersprüchliche Bezugnahmen auf die NS-Kunst und die NS-Kunstpolitik im geteilten Nachkriegsdeutschland. Sie fragen nach personellen Kontinuitäten und Netzwerken, nach der Beharrungskraft kunstvermittelter politischer Denkmuster, aber auch nach Wandlungen des ästhetischen Kanons, Veränderungen im gesellschaftlichen Gebrauch von Kunst sowie ihren unterschiedlichen Funktionalisierungen in der Systemkonkurrenz des Kalten Krieges.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2025
- ISBN-Print
- 978-3-8353-5928-4
- ISBN-Online
- 978-3-8353-8879-6
- Verlag
- Wallstein, Göttingen
- Reihe
- Beiträge zur Geschichte des Nationalsozialismus
- Band
- 40
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 275
- Produkttyp
- Sammelband
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 6
- Kunst und Kultur nach dem Nationalsozialismus. Einleitung Kein Zugriff Seiten 7 - 26 Jutta Braun, Winfried Süß
- Ein Opportunist in drei politischen Systemen. Der Bildhauer Fritz Koelle und sein Werk Kein Zugriff Seiten 29 - 49 Birgit Jooss
- Entpolitisierung der Kriegspropaganda. Der Umgang des Malers Wilhelm Wessel mit seinen Bildern für die Wehrmacht nach 1945 Kein Zugriff Seiten 50 - 67 Darja Jesse
- »… und die vielen jüdischen Themen?« Lea Grundigs Kunst zur Shoah in der SBZ und frühen DDR Kein Zugriff Seiten 68 - 83 Alexander Walther
- »Es war alles gut, schön und richtig.« Die Bildhauerin Hanna Cauer und ihre Kunst zwischen Diktatur und Demokratie Kein Zugriff Seiten 84 - 100 Valentina Bay
- Die Anfänge des Georg Kolbe Museums in Berlin. Wenn Zukunft Vergangenheit ist Kein Zugriff Seiten 103 - 119 Elisa Tamaschke
- »Bewahrer und Retter«? Hamburgs kulturhistorische Museen und ihr Selbstverständnis in der NS-Zeit und nach 1945 Kein Zugriff Seiten 120 - 136 Yvonne Robel
- Gebrochene Linie? Kontinuitäten des Expressionismus in der Hamburger Kunsthalle zwischen 1933 und 1955 Kein Zugriff Seiten 137 - 153 Nereida Gyllensvärd, Felix Krebs
- Zwischen Kontinuität und Neubeginn. Das Landesmuseum Oldenburg in der Zeit der britischen Militärregierung Kein Zugriff Seiten 154 - 172 Gloria Köpnick
- Heinz Mansfeld: Avantgardegalerist, Arisierungsprofiteur und sozialistischer Kulturfunktionär Kein Zugriff Seiten 175 - 191 Christiane Kuller
- Von konstruierten Traditionen und tatsächlichen Kontinuitäten. Der Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen im ersten Nachkriegsjahrzehnt, 1945–1956 Kein Zugriff Seiten 192 - 208 Theresa Angenlahr
- »Das Bild der Vergangenheit zurechtrücken«. Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz in der Ära Hans-Georg Wormit Kein Zugriff Seiten 209 - 228 Jutta Braun
- Ein vielschichtiges Zeitdokument. »Die Kunstpolitik des Nationalsozialismus« von Hildegard Brenner Kein Zugriff Seiten 231 - 246 Nora Jaeger
- »Verband deutscher und ehemalig deutscher Kunsthistoriker«? Absenzen und Reibungsverluste im Reich der Ästhetik 1945–1962 Kein Zugriff Seiten 247 - 262 Christian Fuhrmeister
- Abkürzungen Kein Zugriff Seiten 263 - 265
- Autorinnen und Autoren Kein Zugriff Seiten 266 - 269
- Personenverzeichnis Kein Zugriff Seiten 270 - 275




