
Wilhelm II.
Der Aufbau der Persönlichen Monarchie 1888-1900- Autor:innen:
- Reihe:
- Röhl, Wilhelm II.
- Verlag:
- 2001
Zusammenfassung
Mit der Thronbesteigung Wilhelms II. im Juni 1888 beginnt die für Deutschland unheilvolle Phase der Persönlichen Monarchie. Weitgehend ungetrübt von Sachkenntnis in diplomatischen Gepflogenheiten und von Nachdenklichkeit unangekränkelt, poltert der junge deutsche Kaiser über das sensible Feld der Außenpolitik. Ungeschicklichkeit im Umgang mit dem russischen Zaren und Grobheit gegenüber dem englischen Königshaus kennzeichnen die Anfänge des herrscherlichen Dilettantismus. So gering die Kompetenz, so groß war das Selbstbewußtsein des neuen Imperator Rex, der sich von Gott zur Herrschaft berufen glaubte und daher auch den Anspruch auf unbedingten Gehorsam seiner Minister, Generäle und Beamten vertrat. Die Folge dieser Haltung war der baldige Schwund von sachkundigen Ratgebern und starken Persönlichkeiten in der Reichsleitung. Unverkennbares Symptom dieser politisch-moralischen Führungskrise war der von Wilhelm II. provozierte Rücktritt Bismarcks – eine Schwächung, von der sich das Kaiserreich nie mehr erholen sollte. Von diesem Zeitpunkt an war das Rückgrat des Widerstands gegen Wilhelms Autokratismus gebrochen, der zumindest die schlimmsten Auswüchse hätte verhindern können. Fortan betrieb der Kaiser unbeirrt seine wankelmütige Geheimdiplomatie und seine Flottenbaupolitik, deren Bewegungsgesetz letztendlich der herrscherliche Narzißmus war. Der Sturz Bismarcks und die Unberechenbarkeit des Kaisers waren gleichermaßen wenig geeignet, das bei den anderen europäischen Mächten wachsende Mißtrauen gegenüber dem jungen Herrscher zu zerstreuen. Und exakt jene Charakterzüge, die seine Politik prägten, spiegelte auch die unduldsame und autoritäre Haltung Wilhelms gegenüber den Mitgliedern der eigenen Familie. Er stellte den kaiserlichen Machtanspruch über das Wohl seiner Mutter und über das Glück seiner Schwestern. So ließen Gefühlskälte, Großmannssucht und Allmachtsstreben des deutschen Kaisers weder seine Familie noch der Welt viel Gutes von ihm erwarten.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2001
- ISBN-Print
- 978-3-406-48229-8
- ISBN-Online
- 978-3-406-70467-3
- Verlag
- C.H.BECK Literatur - Sachbuch - Wissenschaft, München
- Reihe
- Röhl, Wilhelm II.
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 1437
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 13
- Vorwort Kein Zugriff Seiten 14 - 19
- 1. Statt einer Krönung Kein Zugriff
- 2. Die Charismatisierung des Kaisertums Kein Zugriff
- 3. Die Kosten des Kaisergedankens Kein Zugriff
- 4. Das «Wilhelminische Zeitalter» beginnt Kein Zugriff
- 1. Die Reise an den Peterhof Kein Zugriff
- 2. Der Antrittsbesuch bei den skandinavischen Höfen Kein Zugriff
- 3. Die Reise an die deutschen Königshöfe, nach Wien und nach Rom Kein Zugriff
- 4. Bedenkliche Reiselust Kein Zugriff
- 1. Kaiserin Friedrich und Kaiser Wilhelm II. Kein Zugriff
- 2. Der «Kreuzzug» gegen die Kronprinzenpartei Kein Zugriff
- 3. Von Potsdam nach Kronberg Kein Zugriff
- 4. Der Nachlaß Kaiser Friedrichs III. Kein Zugriff
- 5. Kaiser Friedrichs Kriegstagebuch Kein Zugriff
- 6. Der Abbruch der Beziehung zwischen Mutter und Sohn Kein Zugriff
- 7. Der Einfluß der Queen Victoria Kein Zugriff
- 1. Die Frankfurter Rede des Kaisers Kein Zugriff
- 2. Der Wiener Zwischenfall Kein Zugriff
- 3. Die Rolle der Bismarcks und des Kaisers Franz Joseph Kein Zugriff
- 4. Nachwirkungen des Wiener Zwischenfalls Kein Zugriff
- 5. Die Admiralsuniform Kein Zugriff
- 6. Der Englandbesuch des Kaisers Kein Zugriff
- 1. Der Kaiser und die Staatsgeschäfte Kein Zugriff
- 2. Der Kaiser und das «monarchische Prinzip» Kein Zugriff
- 3. Der Kaiser und die deutsche Gesellschaft Kein Zugriff
- 1. Der «bevorstehende Kampf mit Frankreich und Rußland» Kein Zugriff
- 2. Kaiser Wilhelm II. und Österreich-Ungarn Kein Zugriff
- 3. England, Amerika und die Kolonialpolitik Kein Zugriff
- 4. Die «Marinepassion» des Kaisers Kein Zugriff
- 1. Das Ministerium des Königlichen Hauses Kein Zugriff
- 2. Das «Militärische Gefolge» Kein Zugriff
- 3. Liebenau und das Oberhofmarschallamt Kein Zugriff
- 4. Die neuen Kabinettschefs Kein Zugriff
- 5. Das neue Marinekabinett Kein Zugriff
- 6. Generalstab und Kriegsministerium Kein Zugriff
- 7. «Die Umgebung des jungen Herrschers» Kein Zugriff
- 1. Der Kaiser und die Bismarcks Kein Zugriff
- 2. Philipp Eulenburg, «der beste Freund des Kaisers» Kein Zugriff
- 3. Miss Love: Das Ende der Affäre Kein Zugriff
- 1. Waldersee als Vertrauensmann des Kaisers Kein Zugriff
- 2. Erste Konflikte Kein Zugriff
- 3. Der «entscheidende Wendepunkt» Kein Zugriff
- 4. Der Konflikt Bismarck-Waldersee Kein Zugriff
- 5. Die Rußlandpolitik und der Besuch des Zaren Alexander Kein Zugriff
- 6. Waldersee fällt in Ungnade Kein Zugriff
- 1. Der «Kartellkaiser» Kein Zugriff
- 2. Der Kanzler und das katholische Deutschland Kein Zugriff
- 3. Kaiserliche Erklärungen für das Kartell Kein Zugriff
- 4. Der Kreis der Bismarckgegner Kein Zugriff
- 5. Das Kesseltreiben gegen die Bismarckianer am Hofe Kein Zugriff
- 1. Bismarcks Staatsstreichgedanken Kein Zugriff
- 2. Wilhelms Arbeiterschutzpläne Kein Zugriff
- 3. Konflikt im Kronrat Kein Zugriff
- 4. Übergang zu einem neuen System Kein Zugriff
- 1. Die Taktik des Reichskanzlers Kein Zugriff
- 2. Der Entscheidung entgegen Kein Zugriff
- 3. Der «vollständige Sieg der Kaiserlichen Sache» Kein Zugriff
- 4. Wiederkehr der Staatsstreichgedanken Kein Zugriff
- 5. Die letzten Tage der Bismarckherrschaft Kein Zugriff
- 6. «Der große Krach» Kein Zugriff
- 7. Die Entlassungskrise als Machtkampf zwischen Kaiser und Kanzler Kein Zugriff
- 1. Nachspiel der Bismarckkrise: «Welch ein Dolchstoß für mein Herz!» Kein Zugriff
- 2. Der neue Reichskanzler Kein Zugriff
- 3. Der neue Staatssekretär des Auswärtigen Amts Kein Zugriff
- 4. Die neuen Minister und Staatssekretäre Kein Zugriff
- 5. Liebenaus Ende Kein Zugriff
- 1. Die Nichterneuerung des russischen Geheimvertrages Kein Zugriff
- 2. Der Kaiser und die Außenpolitik des Neuen Kurses Kein Zugriff
- 3. Kolonial- und flottenpolitische Anfänge Kein Zugriff
- 4. Der Englandbesuch vom Juli 1891 Kein Zugriff
- 5. Wilhelm und die russisch-französische Annäherung Kein Zugriff
- 6. Des Kaisers Leitmotiv: «eine Art Napoleonische Suprematie» in Europa ? Kein Zugriff
- 1. Der Kaiser und die «verantwortliche Regierung» Kein Zugriff
- 2. Die erste Kanzlerkrise des Neuen Kurses Kein Zugriff
- 3. Der Kaiser und die Innenpolitik Kein Zugriff
- 4. Hinzpeter redivivus Kein Zugriff
- 1. Waldersees «Niedergang» Kein Zugriff
- 2. Versetzung als «Vizekönig» nach Stuttgart? Kein Zugriff
- 3. Das fatale Kaisermanöver an der Neiße Kein Zugriff
- 4. Waldersees Entlassung Kein Zugriff
- 5. Die Versetzung des Grafen von Wedel ins Auswärtige Amt Kein Zugriff
- 6. Der Abgang des Generaladjutanten Adolf von Wittich Kein Zugriff
- 1. Die Volksschulgesetzkrise in Preußen Kein Zugriff
- 2. Die Folgen der Ämtertrennung Kein Zugriff
- 3. Der Kampf um die große Armeevorlage Kein Zugriff
- 4. Der Kaiser und die Konservativen Kein Zugriff
- 1. Wilhelm II. zwischen Rußland und England Kein Zugriff
- 2. Die russische Hungersnot Kein Zugriff
- 3. Wilhelms Werben um die englische Freundschaft Kein Zugriff
- 4. Das «Lechzen nach Uniformen» Kein Zugriff
- 5. Die polnische Frage und der russische Handelsvertrag Kein Zugriff
- 6. Wilhelm II. und Frankreich Kein Zugriff
- 1. Das Klagelied der Kaiserin Friedrich Kein Zugriff
- 2. Kritik in der Königsfamilie und der Hofgesellschaft Kein Zugriff
- 3. Das böse Erwachen des Grafen von Waldersee Kein Zugriff
- 4. Bestürzung in der Wilhelmstraße Kein Zugriff
- 1. «Es können böse Tage kommen» Kein Zugriff
- 2. Die «Öffentliche Seele» und der Kaiser Kein Zugriff
- 3. Der Vertrauensverlust bei den «staatserhaltenden» Parteien Kein Zugriff
- 4. Der Mißmut in der Armee Kein Zugriff
- 5. Von der «grenzenlosen Liebe» zum «besten aller Könige» Kein Zugriff
- 1. Der Kaiser und sein Reichskanzler Kein Zugriff
- 2. Die «Versöhnung» mit Bismarck Kein Zugriff
- 3. Die Angriffe des Kladderadatsch Kein Zugriff
- 4. Die Wiederaufnahme der Staatsstreichpläne Kein Zugriff
- 5. Der Sturz Caprivis und Botho Eulenburgs Kein Zugriff
- 1. Die regierende Kaiserin Kein Zugriff
- 2. Prinz und Prinzessin Heinrich Kein Zugriff
- 3. Die Schwestern des Kaisers Kein Zugriff
- 4· Der «Herzog-Rammler» Ernst Günther von Schleswig-Holstein Kein Zugriff
- 5. Skandal in Schloß Glienicke Kein Zugriff
- 6. Aribert und Louise von Anhalt Kein Zugriff
- 7. Die Kotze-Affäre Kein Zugriff
- 1. Die Ernennung «Onkel Chlodwigs» zum Reichskanzler und Ministerpräsidenten Kein Zugriff
- 2. Die neuen Minister Kein Zugriff
- 3. Der Kaiser und die Regierung Hohenlohe Kein Zugriff
- 4. Die Eröffnung des Kaiser-Wilhelm-Kanals im Juni 1895 Kein Zugriff
- 1. Der Volksfeind: Kaiser Wilhelm II. gegen Parlament und Nation Kein Zugriff
- 2. Minister- und Kanzlerkrisen Kein Zugriff
- 1. Der Kaiser und die Außenpolitik des Neuesten Kurses Kein Zugriff
- 2. Wilhelm II. und die skandinavische Krise Kein Zugriff
- 3. Der Kaiser und der Krieg in Ostasien Kein Zugriff
- 4. Die mißglückte Buhlerei um die Freundschaft Rußlands Kein Zugriff
- 5. Der Balkan und ein Blankoscheck für Österreich Kein Zugriff
- 1. Der Kaiser und England Kein Zugriff
- 2. Britische Beleidigungen Kein Zugriff
- 3. Die Ziele der deutschen Kolonialpolitik Kein Zugriff
- 4. Der Malet-Zwischenfall Kein Zugriff
- 5. Die Krüger-Depesche Kein Zugriff
- 6. Die Reaktionen auf das Kaisertelegramm Kein Zugriff
- 7. Der Kaiser und England nach der Krüger-Depesche Kein Zugriff
- 1. Ein Zustand hochgradiger Erregung Kein Zugriff
- 2. Die Bronsart-Krise und das Bolstein-Komplott Kein Zugriff
- 3. Konfrontation in Prökelwitz Kein Zugriff
- 4. Die Umgestaltung der Regierung von oben Kein Zugriff
- 5. Der Entscheidungskampf Kein Zugriff
- 6. Der Reichskanzler als «Strohpuppe» des Kaisers Kein Zugriff
- 1. Das Gesicht des Persönlichen Regiments Kein Zugriff
- 2. Der Kaiser und die Staatsstreichpläne Waldersees Kein Zugriff
- 3. Der Kult um «Kaiser Wilhelm den Großen» Kein Zugriff
- 4. Die «große Komödie» um Bismarcks Tod Kein Zugriff
- 5. Der Kaiser als «sein eigener Reichskanzler» Kein Zugriff
- 6. Zweierlei Herausforderung: Zuchthausvorlage und Kanalrebellion Kein Zugriff
- 1. Wilhelm II. und die «Staatsaufgaben» der Kunst Kein Zugriff
- 2. Der Kaiser und die Baukunst Kein Zugriff
- 3. Der «Allerhöchste Lieblingswunsch»: der Bau des Berliner Doms Kein Zugriff
- 4. «Majestät, das geht nicht.» Paul Wallot und der Reichstagsbau Kein Zugriff
- 5. Der Kaiser und die Malerei Kein Zugriff
- 6. Die Siegesallee und die «Rinnsteinkunst» Kein Zugriff
- 1. Wilhelm und die Weltpolitik Kein Zugriff
- 2. Die wilhelminische Kontinentalpolitik Kein Zugriff
- 3. Zukunftspolitik Kein Zugriff
- 4. Armeniengreuel und Kretakrise Kein Zugriff
- 5. Wilhelms Orientreise und der Plan eines deutschen Judenstaates in Palästina Kein Zugriff
- 6. Die Annexion von Kiautschou Kein Zugriff
- 7. Prinz Heinrich von Preußen im Stillen Ozean Kein Zugriff
- 1. Wilhelm und die «welterlösende Idee» eines Bündnisses mit England Kein Zugriff
- 2. Der kaiserliche Kriegshetzer Kein Zugriff
- 3. Die Coburger Sukzession Kein Zugriff
- 4. Der Kaiser, Lord Salisbury und Queen Victoria Kein Zugriff
- 1. Die «uferlosen Flottenpläne» Wilhelms II. Kein Zugriff
- 2. Von der Kreuzerflotte zum Schlachtflottenbau Kein Zugriff
- 3. Tirpitz ante portas Kein Zugriff
- 4. Das erste Flottengesetz Kein Zugriff
- 5. Der «Riesenflottenplan». Zu den Zielen des Schlachtflottenbaus unter Wilhelm II. Kein Zugriff
- 6. Die Flottennovelle von 1900 Kein Zugriff
- 1. Das neue Jahrhundert Kein Zugriff
- 2. Eulenburg und die Entzauberung des Kaisertums Kein Zugriff
- 3. Nervenschwäche, Geistesstörung, schlechtes Blut – Was fehlte Wilhelm II.? Kein Zugriff
- Anmerkungen Kein Zugriff
- Literaturverzeichnis Kein Zugriff
- Verzeichnis der benutzten Archivbestände Kein Zugriff
- Verzeichnis der Bildquellen Kein Zugriff
- Personenregister Kein Zugriff




