
Stasi konkret
Überwachung und Repression in der DDR- Autor:innen:
- Reihe:
- Beck'sche Reihe, Band 6026
- Verlag:
- 2013
Zusammenfassung
Eine lückenlose Überwachung von Post und Telefon, ein Spitzel in jeder Kneipe, die Verstrahlung von Oppositionellen – es gibt nur wenig, was man der Stasi nicht zutraut. Doch was konnten Mielkes Männer wirklich und was taten sie ganz konkret? Ilko-Sascha Kowalczuk erzählt in diesem Buch die Geschichte der Stasi und hinterfragt dabei manche der scheinbaren Gewissheiten, die sich mit ihrem Bild verbinden.
Dass die Stasi alles wusste, mithörte und kontrollierte, vermuteten viele Menschen in der DDR. Sie selbst schürte diesen Mythos, um den Anpassungsdruck zu erhöhen. Nach 1989/90 ist sie zudem regelrecht dämonisiert worden. Ließ sich die Verantwortung für die SED-Diktatur auf diese Weise doch bequem auf einer einzigen ihrer Säulen abladen. Ilko-Sascha Kowalczuk wendet sich in diesem Buch gegen beides: Verharmlosungen und Übertreibungen. Stattdessen bestimmt er den historischen Ort der Stasi anhand ihrer konkreten Handlungen und deren Kontexten. Dabei gerät so manche scheinbare Gewissheit ins Wanken. So liefert dieses Buch etwa gute Argumente dafür, dass die Zahl der IM nur halb so hoch gelegen haben dürfte, wie gemeinhin angenommen, und dass die Intensität der Postkontrolle und die Stasi-Arbeit im Westen überschätzt werden. Viel zu lange hat sich die Forschung an den Plänen, Begrifflichkeiten und Kategorien des MfS orientiert. Es wird Zeit für eine Geschichte von unten, die fragt, was die Stasi konkret tat. Die DDR wird nicht Stasi-, sondern vollkommen zutreffend SED-Diktatur genannt.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2013
- ISBN-Print
- 978-3-406-63838-1
- ISBN-Online
- 978-3-406-63839-8
- Verlag
- C.H.BECK Literatur - Sachbuch - Wissenschaft, München
- Reihe
- Beck'sche Reihe
- Band
- 6026
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 428
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 6
- Vorspann Kein Zugriff Seiten 7 - 8
- Vorwort Kein Zugriff Seiten 9 - 20
- Souveränität ohne Selbständigkeit – Die schrittweise Übertragung der Regierungsgeschäfte an die DDR Kein Zugriff
- Der sowjetische Geheimpolizei- und Geheimdienstapparat in der SBZ Kein Zugriff
- «Abwehr» und «Aufklärung»: Praxis und Theorie in der Kommunistischen Partei Kein Zugriff
- Nachkriegsentwicklungen der Politischen Polizei bis Ende 1948 Kein Zugriff
- Die ersten Rekrutierungen Kein Zugriff
- Die «Russen-Gruppe» Kein Zugriff
- Die «Häftlingsgruppe» Kein Zugriff
- Die «Antifa-Gruppe» Kein Zugriff
- Die Gruppe «unbeschriebener Blätter» Kein Zugriff
- Prägungen der «Gründergeneration» Kein Zugriff
- Die Ministerfrage Kein Zugriff
- Das MfS und die sowjetischen Dienste Kein Zugriff
- Der Fall Karl Hamann: 1952–1956 Kein Zugriff
- Zwischen Volksaufstand und Mauerbau Kein Zugriff
- Der Prager Frühling und die Folgen Kein Zugriff
- Staatssicherheit in der Praxis: ein Fallbeispiel Kein Zugriff
- Von der «Liquidierung» zur «Einschränkung». Die Bekämpfung von Widerstand und Opposition Kein Zugriff
- Die hauptamtlichen Mitarbeiter Kein Zugriff
- Die inoffiziellen Mitarbeiter Kein Zugriff
- Wie ein Agent der Hauptverwaltung A ins Gefängnis kam Kein Zugriff
- Wahlen 1950 Kein Zugriff
- 17. Juni 1953 Kein Zugriff
- Antikommunistischer Widerstand nach dem Aufstand Kein Zugriff
- Mauerbau Kein Zugriff
- Prager Frühling Kein Zugriff
- Brüsewitz, Biermann, Bahro – Folgen Kein Zugriff
- Polen Kein Zugriff
- Keine Bilanz Kein Zugriff
- Nachspiele Kein Zugriff
- Danksagung Kein Zugriff Seiten 363 - 364
- Anmerkungen Kein Zugriff Seiten 365 - 407
- Abkürzungsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 408 - 412
- Auswahlbibliographie Kein Zugriff Seiten 413 - 419
- Bildnachweis Kein Zugriff Seiten 420 - 421
- Personenregister Kein Zugriff Seiten 422 - 428




