
Die Deutsch-Israelischen Studiengruppen und die frühen studentischen Kontakte mit Israel 1948-1972
- Autor:innen:
- Reihe:
- Israel-Studien
- Verlag:
- 16.04.2025
Zusammenfassung
Ab Ende der 1950er-Jahre engagierten sich die Deutsch-Israelischen Studiengruppen an westdeutschen Universitäten für die NS-Aufarbeitung, gegen den Antisemitismus und für engere Kontakte mit Israel. Im Jahr 1957 gründete der israelische Student Jochanan Bloch an der Freien Universität Berlin die erste Deutsch-Israelische Studiengruppe. Nach dem Berliner Vorbild konstituierten sich in den folgenden Jahren auch an anderen westdeutschen Universitäten parallele Gruppen. Mitte der 1960er-Jahre existierten zeitgleich insgesamt 19 solcher Gruppen mit etwa 600 bis 800 Mitgliedern. Vor dem Hintergrund der Erfahrungen von Nationalsozialismus und Holocaust engagierten sich die Mitglieder in Deutschland für die NS-Aufarbeitung, gegen den Antisemitismus und für engere Kontakte mit Israel. Jonas Hahn bettet die Geschichte dieser studentischen Vereinigung in den größeren Kontext der bundesdeutschen Nachkriegsgeschichte sowie der frühen deutsch-israelischen Beziehungen ein. Auf Grundlage einer umfangreichen Quellensammlung liefert der Autor eine sozialgeschichtliche Analyse der Anfänge des deutsch-israelischen Beziehungsverhältnisses, in dem studentische und gesellschaftliche Akteure eine Vorreiterrolle einnahmen und mit ihrem Engagement politischen Entwicklungen und der offiziellen Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Deutschland und Israel im Jahr 1965 den Weg ebneten.
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Bibliographische Angaben
- Erscheinungsjahr
- 2025
- Erscheinungsdatum
- 16.04.2025
- ISBN-Print
- 978-3-8353-5869-0
- ISBN-Online
- 978-3-8353-8809-3
- Verlag
- Wallstein, Göttingen
- Reihe
- Israel-Studien
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 352
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 8
- 1.1 Einführung Kein Zugriff
- 1.2 Fragestellung und Zielsetzung Kein Zugriff
- 1.3 Forschungsstand und Quellen Kein Zugriff
- 1.4 Methodische und theoretische Anknüpfungspunkte Kein Zugriff
- 1.5 Aufbau und formale Anmerkungen Kein Zugriff
- 2.1 Das Luxemburger Abkommen 1952/53 an westdeutschen Universitäten Kein Zugriff
- 2.2 Israelische Studierende in der frühen Bundesrepublik Kein Zugriff
- 2.3 Eva Beling und die Anfänge der Auslandsaufenthalte deutscher Studierender in Israel Kein Zugriff
- 2.4 Die Suezkrise 1956 und die Proteste arabischer Studierender Kein Zugriff
- 3.1 »Nun, wo es ernst wird, kam mir buchstäblich das Grauen« – Jochanan Blochs Rückkehr nach Deutschland Kein Zugriff
- 3.2 Die Gründung der Deutsch-Israelischen Studiengruppean der Freien Universität Berlin 1956/57 Kein Zugriff
- 3.3 Die Israel-Mission in Köln und die Unterstützung des studentischen Israelengagements Kein Zugriff
- 3.4 Die thematische Leerstelle des israelisch-arabischen Konflikts Kein Zugriff
- 3.5 »Es geht nicht darum, an die Stelle des blinden Antisemitismus einen ebenso blinden Philosemitismus zu setzen« – Vom Philosemitismus und der Kritik daran Kein Zugriff
- 4.1 Die Gründung weiterer Studiengruppen an westdeutschen Universitäten Kein Zugriff
- 4.2 »Wir dürfen nicht schweigen!« – Die Schmierwelle 1959/60 und die Auseinandersetzung mit dem Antisemitismus Kein Zugriff
- 4.3 Politisierung im Kontakt mit dem Sozialistischen Deutschen Studentenbund Kein Zugriff
- 4.4 Die Gründung des Bundesverbands Deutsch-Israelischer Studiengruppen 1961 Kein Zugriff
- 4.5 Heinz Wewer und die Zeitschrift ›DISkussion‹ Kein Zugriff
- 4.6 Israelreisen und Kibbuzaufenthalte junger Menschen aus Deutschland Kein Zugriff
- 5.1 Die Ausstellung »Ungesühnte Nazijustiz« 1959–1962 Kein Zugriff
- 5.2 Eine Beobachterdelegation junger Journalisten beim Eichmann-Prozess 1961 Kein Zugriff
- 5.3 Die Ausstellung »Warschauer Ghetto« und der erste Frankfurter Auschwitz-Prozess 1963 Kein Zugriff
- 5.4 »Worauf warten wir?« – Die Forderung nach Aufnahme diplomatischer Beziehungen mit Israel Kein Zugriff
- 5.5 Die Nationalunion Israelischer Studenten und die Kontakte mit deutschen Studierendenverbänden Kein Zugriff
- 6.1 Die Aufnahme diplomatischer Beziehungen 1965 und die Suche nach neuen Tätigkeitsfeldern Kein Zugriff
- 6.2 Der Verband Deutscher Studentenschaften und die guten Beziehungen zu Studierendenvertretungen in den arabischen Ländern Kein Zugriff
- 6.3 Die Gründung der Deutsch-Israelischen Gesellschaft 1966 Kein Zugriff
- 6.4 Die Kampagne »Die braune Universität« 1964–1966 Kein Zugriff
- 7.1 Der Sechstagekrieg 1967 und der Protest gegen den antizionistischen Paradigmenwechsel im Sozialistischen Deutschen Studentenbund Kein Zugriff
- 7.2 Die »kritische Solidarität« und der israelpolitische Richtungsstreit in der Berliner Studiengruppe Kein Zugriff
- 7.3 Die deutsche Botschaft in Tel Aviv und die Förderung studentischer Kontakte 1967–1969 Kein Zugriff
- 7.4 Die Dialog-Gruppen in Tel Aviv und Jerusalem 1967–1972 Kein Zugriff
- 7.5 Israelische Studierendenschaften und die Kontaktaufnahme mit Deutschland Kein Zugriff
- 8. Zusammenfassung und Ausblick Kein Zugriff Seiten 309 - 314
- Danksagung Kein Zugriff Seiten 315 - 315
- Zeittafel Kein Zugriff Seiten 316 - 321
- Abkürzungen Kein Zugriff Seiten 322 - 324
- Abbildungsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 325 - 325
- Quellen- und Literaturverzeichnis Kein Zugriff Seiten 326 - 347
- Personenregister Kein Zugriff Seiten 348 - 352




