
Mittelalterliche Kirchen zwischen Trave und Peene
Studien zur Entwicklung einer norddeutschen Architekturlandschaft- Autor:innen:
- Verlag:
- 2018
Zusammenfassung
Die Landschaft zwischen Lübeck und Anklam gilt als Kerngebiet der norddeutschen Backsteingotik. Neben den prominenten Bauwerken der Hansestädte und Klöster überraschen hier die meisterhaften Landkirchen. Bei genauerem Hinsehen wird deutlich, wie sehr städtische und ländliche Sakralarchitektur einander bedingen und dass neben dem Backstein auch die Verwendung von Feldsteinen allgegenwärtig ist. Reich bebildert und mit zahlreichen Karten und Zeichnungen versehen, bietet Tilo Schöfbecks Arbeit eine neue Faktenbasis für die Geschichte dieser großartigen Architekturlandschaft im heutigen Mecklenburg-Vorpommern. Der Autor stellt sie in den Kontext norddeutscher Baukunst. Ausgehend von der Analyse siedlungshistorischer Grundlagen beleuchtet er die baukünstlerischen und konstruktionsgeschichtlichen Entwicklungen. Er nutzt dabei Methoden der Bauforschung ebenso wie flächendeckend erfasste dendrochronologische Daten. So gelingt ihm auf der Basis von über 250 exakt datierten Baumaßnahmen an mehr als 150 Kirchen eine präzise Ordnung stilistischer wie auch konstruktiver Merkmale, und er vermag, beispielsweise die prächtigen, landschaftstypischen Schaugiebel in einer Entwicklungsreihe zu zeigen. Das Buch widmet sich indes nicht allein den steinernen Bauwerken bis zur Traufe, sondern auch den zahlreich erhaltenen mittelalterlichen Dachwerken und Holztürmen. Die Vielfalt solcher Baubefunde ermöglicht es, die Innovationen und Traditionen mittelalterlicher Zimmermannskunst in Norddeutschland exemplarisch aufzuzeigen. Zum ersten Mal im Arbeitsgebiet wird der Nachweis von hölzernen Vorgängerbauten aus der Frühphase des Landesausbaues erbracht – zum Bau steinerner Kirchen kam es verstärkt erst in der Mitte des 13. Jahrhunderts mit Konsolidierung der neuen Siedlungsstrukturen und nach einigen singulären Bauprojekten im herrschaftlichen Umfeld. In der wirtschaftlichen Blüte gegen Ende des Jahrhunderts wuchsen dann in den Hansestädten ambitionierte Großbauten empor. Waren die Küstenstädte anfangs nur die 'Drehscheibe' für baukünstlerische Entwicklung im Hinterland, entwickelten sie sich bald zu regionalen Kunstzentren, unter deren Führungen sich durch Handelsbeziehungen und Wanderungen der Bauhandwerker eigenständige Kleinlandschaften herausbildeten. Das gilt natürlich für Lübeck und Stralsund, aber auch für Rostock im zentralen Mecklenburg, dessen architektonische Vielfalt sich heute nur noch erahnen lässt.
Schlagworte
Publikation durchsuchen
Bibliographische Angaben
- Auflage
- 1/2018
- Copyrightjahr
- 2018
- ISBN-Print
- 978-3-86732-131-0
- ISBN-Online
- 978-3-86732-791-6
- Verlag
- Lukas Verlag, Berlin
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 381
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Inhalt Kein Zugriff
- Grußwort (Klaus Winands) Kein Zugriff
- Vorwort Kein Zugriff
- Kirchen in der Landschaft Kein Zugriff Seiten 11 - 12
- Arbeitsgebiet Kein Zugriff
- Untersuchungszeitraum Kein Zugriff
- Naturräumliche Lage Kein Zugriff
- Die Archidiakonatsgliederung Mittelmecklenburgs im 13. Jahrhundert Kein Zugriff
- Dorfkirchenforschung in Deutschland Kein Zugriff
- Kirchenforschung in Mecklenburg Kein Zugriff
- Das Bauwerk als Quelle Kein Zugriff
- Die Dendrochronologie Kein Zugriff
- Weihedatum und Bauabschluss Kein Zugriff
- Die Anfänge – Kirchen im herrschaftlichen Umfeld Kein Zugriff
- Erste Gemeindekirchen Kein Zugriff
- Früher Kirchenbau märkischer Herkunft Kein Zugriff
- Die Sakralarchitektur zwischen 1250 und 1280 Kein Zugriff
- Bautätigkeit zwischen 1280 und 1300 Kein Zugriff
- Die Sakralarchitektur der 1. Hälfte des 14. Jahrhunderts Kein Zugriff
- Die Viertelstabgotik zwischen Holstein und Vorpommern Kein Zugriff
- Die Verbreitung der hochgotischen Viertelstabarchitektur in Mitteleuropa Kein Zugriff
- Sonderformen der Hallenkirchen Kein Zugriff
- Bischöfliche Bauten: Stiftskirche Bützow und Schweriner Dom Kein Zugriff
- Das 15. und 16. Jahrhundert Kein Zugriff
- Architektur in Putz und Fassade Kein Zugriff
- Kleine Giebelgeschichte Kein Zugriff
- Grundlagen Kein Zugriff
- Baukonjunktion Kein Zugriff
- Die Frühzeit des deutschen Landesausbaues Kein Zugriff
- Die Blütezeit ab etwa 1275 Kein Zugriff
- Konjunktur und Neubeginn Kein Zugriff
- Die Rostocker Stadtkirchen: Fallbeispiel St. Nikolai Kein Zugriff
- Die Rostocker Stadtkirchen: Fallbeispiel St. Marien Kein Zugriff
- Frühgotische Bauten einer Rostocker Werkstatt Kein Zugriff
- Weitere Abhängigkeiten von Stadt- und Landkirchen Kein Zugriff
- Die Bauherrschaft der Kirchen Kein Zugriff
- Typische Baunähte einzelner Bauphasen Kein Zugriff
- Die technische Baunaht Kein Zugriff
- Laase Kein Zugriff
- Pokrent Kein Zugriff
- Baumgarten Kein Zugriff
- Bernitt Kein Zugriff
- Steffenshagen Kein Zugriff
- Weitere Beispiele aus Norddeutschland Kein Zugriff
- Preußenland und Hinterpommern Kein Zugriff
- Vorpommern Kein Zugriff
- Mecklenburg Kein Zugriff
- Mark Brandenburg Kein Zugriff
- Provisorische Giebel Kein Zugriff
- Exkurs: Mittelalterliche Glockenstühle Kein Zugriff
- Die Anfänge Kein Zugriff
- Die Entwicklung des Kreuzstrebendaches in Norddeutschland Kein Zugriff
- Dachwerke zwischen 1240 und 1280 Kein Zugriff
- Dachwerke zwischen 1280 und 1330 Kein Zugriff
- Spätgotische Dachwerke bis zum Ausgang des Mittelalters Kein Zugriff
- Exkurs: Die Entwicklung der Hallendachwerke Kein Zugriff
- Markierungssysteme zwischen 1210 und 1280 Kein Zugriff
- Abbundzeichen zwischen 1280 und 1330 Kein Zugriff
- Markierungen nach 1350 Kein Zugriff
- Exkurs: Weitere Spuren im Dach Kein Zugriff
- Zusammenfassung Kein Zugriff Seiten 314 - 324
- Ausblick Kein Zugriff Seiten 325 - 328
- Katalog mit Zeichnungen von Adolf Friedrich Lorenz Kein Zugriff
- Dendrodaten aus Kirchen zwischen Trave und Peene Kein Zugriff
- Literatur Kein Zugriff
- Ortsregister Kein Zugriff
- Bildnachweis Kein Zugriff





