
Zeugnisse erlittener Gewalt
Die Shoah im Videointerview- Autor:innen:
- Verlag:
- 2023
Zusammenfassung
Unsagbare, unsichtbare, unbewusste Mitteilungen von Gewalt: Pilotstudie zum Umgang mit Video-Interviews traumatisierter Shoah-Überlebender. Videointerviews mit Shoah-Überlebenden zeugen von Erfahrungen massiver erlittener Gewalt und liegen heute zu Zehntausenden vor. Die im Video sicht- und hörbaren Mitteilungen sind vielfach von traumatischer Auslöschung bis hin zu vollständiger Sprachlosigkeit geprägt. Als Pilotstudie zur Erschließung dieser noch neuen Quellengattung für die historische Forschung zeigt die Arbeit anhand eines ausgewählten Videointerviews, wie mithilfe eines interdisziplinär gespeisten Instrumentariums eine Re-Integration von unerhörten, unsichtbaren, auch unbewussten Mitteilungen von Gewalt in die Geschichtsschreibung gelingen kann. Der mikrohistorische Ansatz widmet sich dem Videozeugnis Shmuel B.s, der die Shoah als jüdisches Kind zwischen 1941 und 1944 im Grenzland zwischen Rumänien und der Ukraine er- und überlebte und fortan lebenslang hospitalisiert an schwersten psychischen Versehrungen litt. Er gehört zu einer bisher vielfach marginalisierten und vergessenen Opfergruppe.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2023
- ISBN-Print
- 978-3-8353-5422-7
- ISBN-Online
- 978-3-8353-8402-6
- Verlag
- Wallstein, Göttingen
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 470
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 10
- 1.1 Videointerviews mit Überlebenden der Shoah Kein Zugriff
- 1.2.1 Der marginalisierte Holocaust. Rumänien und die Shoah Kein Zugriff
- 1.2.2 Marginalisierte Opfergruppen: (Waisen-)Kinder, Child Survivors, Patient Survivors Kein Zugriff
- 1.2.3 Das Israel Video Testimony Project: Entstehungskontext des Videozeugnisses von Shmuel B. Kein Zugriff
- 1.3.1 Einem Trauma zuhören. Therapeutische Interventionen und Zeugenschaft Kein Zugriff
- 1.3.2 Trauma und Geschichtswissenschaft Kein Zugriff
- 2.1 Setting und Personen Kein Zugriff
- 2.2 Audiovisualität Kein Zugriff
- 2.3 Körper – Stimme – Antlitz: Leiblichkeit im Videozeugnis Kein Zugriff
- 2.4 Dialogizität – Widerfahrnis und Response Kein Zugriff
- 2.5.1 Wer spricht? Der Überlebende und das Zeugnis Kein Zugriff
- 2.5.2 Zeugenschaft und Todeserfahrung Kein Zugriff
- 3.1.1 Scharfstellung auf den singulären Anderen – Ansätze aus den Geschichtswissenschaften Kein Zugriff
- 3.1.2 Erinnern und Erinnerungen Kein Zugriff
- 3.1.3 (Unsichtbare, stumme) Gewalt verstehen Kein Zugriff
- 3.1.4 Historiographische Repräsentation an der Grenze. Geschichte als Antwort Kein Zugriff
- 3.2.1 Traumatische Erfahrung und autobiographisches Erzählen Kein Zugriff
- 3.2.2 ›trauma talk‹ und ›illness narratives‹. Vom Unsichtbaren und Ungehörten Kein Zugriff
- 3.2.3 Repräsentationen von Schmerz und Leid Kein Zugriff
- 3.3.1 Kosellecks Traumrezeptionen. Fiktionalität, Faktizität und Wirklichkeit Kein Zugriff
- 3.3.2 Gewalt und Leid in Worten. Rezeptions- und Interpretationsebenen Kein Zugriff
- 1.1 »I was the youngest.« Familie und Schulzeit Kein Zugriff
- 1.2 Die kindliche Stimme. Wahrnehmungs- und Erfahrungsräume sowie Stimme, Musik und Resonanz im Videointerview Kein Zugriff
- 1.3 Die Mutter und das Kind. Das familiäre Zuhause Kein Zugriff
- 1.4 Der Vater und der Sohn. Die klangliche Lebenswelt Hotins in der Jüdischen Gemeinde Kein Zugriff
- 1.5 Im Schutz der Familie? Die ökonomische Situation der Familie Kein Zugriff
- 1.6 Der Junge Shmuel: Schule, Gesang, Spiel Kein Zugriff
- 1.7 »We welcomed them nicely« – Kindheit während der sowjetischen Besatzungszeit Kein Zugriff
- 1.8 »The voice was lost.« Stimme und Verstummen im Zeugnisnarrativ Kein Zugriff
- 1.9 »Right now, here.« Das Zeugnisnarrativ im Rhythmus zwischen Erinnerung und Erfahrung Kein Zugriff
- 1.10 Die Schule: Ein Ort des Verbrechens? Kein Zugriff
- 1.11 Hotin im Juli 1941 Kein Zugriff
- 2.1 Wortlaut und Gesprächsdynamik der Interviewsequenz Kein Zugriff
- 2.2 Die Deportation des Jungen Shmuel und seiner Familie Kein Zugriff
- 2.3 Die rumänische Bevölkerungspolitik der »ethnischen Säuberungen« Kein Zugriff
- 2.4.1 … dass einem Hören und Sehen vergehen. Gewalt und Sinnesverluste im Videointerview Kein Zugriff
- 2.4.2 Verleugnung und Überleben: Die Rettung des Selbst Kein Zugriff
- 2.4.3 Die Rache: Raserei, Hass und Grausamkeit in antisemitischer Gewalt im Sommer 1941 Kein Zugriff
- 2.5 Im erfahrungsgeschichtlichen Niemandsland. Verortungen und Raumbezüge im Kontext der Erinnerungen an die Deportation Kein Zugriff
- 2.6 Fazit: Zwischen den Zeilen Kein Zugriff
- 3.1 Das Land zwischen Dnister und Bug. Ankunft und Lebenssituation in den transnistrischen Ghettos von Herbst 1941 bis Frühjahr 1942 Kein Zugriff
- 3.2.1 »Month after month after month.« Der Zusammenbruch der Familie Kein Zugriff
- 3.2.2 »a very strong storm, […] there was a terrible snow storm.« Der Tod der Mutter im Ghetto Murafa Kein Zugriff
- 3.2.3 »He took it to heart. He died within a month as well.« Der Tod des Vaters im Ghetto Djurin Kein Zugriff
- 3.3.1 Lebenswelt Djurin. Lebensbedingungen und Überlebensstrategien des Jungen Shmuel Kein Zugriff
- 3.3.2 »Everything is a dream.« Der Junge Shmuel an der Schwelle zwischen Leben und Tod Kein Zugriff
- 3.3.3 Gerettet mit den Waisen von Transnistrien Kein Zugriff
- 3.4 Zusammenfassung Kein Zugriff
- Conclusio. Zum Quellenwert videographierter Überlebendeninterviews Kein Zugriff Seiten 435 - 446
- Literaturverzeichnis Kein Zugriff Seiten 447 - 468
- Abbildungsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 468 - 468
- Danksagung Kein Zugriff Seiten 469 - 470




