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Urteilen in dunklen Zeiten

Eine neue Lesart von Hannah Arendts 'Banalität des Bösen'
Autor:innen:
Verlag:
 2022

Zusammenfassung

Christian Volk unterzieht mit Hannah Arendts 'Eichmann in Jerusalem' eines der umstrittensten Bücher der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts einer eingehenden Analyse. Im Zentrum seiner Betrachtung steht die Verbindung zwischen der These von der Banalität des Bösen, die Arendt in ihrem Prozessbericht erläutert, und der Struktur der Moderne. Die Arbeit versucht das 'Skandalon in der Rezeptionsgeschichte der Shoah' als Schmelztiegel von Arendts politiktheoretischen und philosophischen Betrachtungen zu lesen. Die Charakterisierung des Angeklagten wird als paradigmatisch für die moderne Welt interpretiert. Hierfür zerlegt der Autor den Begriff der Bana-lität in vier Merkmale: Realitätsferne, innere Leere, unerbittliche Pflichtreue und Verantwortungslosigkeit. Die häufig fehlinterpretierte Bezeichnung 'Banalität' gewinnt so ihre erfahrungsgeschichtliche Dimension zurück, die anschließend auf den strukturellen Aufbau der Moderne bezogen wird. Dass Arendt im Eichmann-Buch gleichsam nach einer offensiven Antwort auf die Terrorerfahrung des 20. Jahrhunderts sucht, bezeugen die darin enthaltenen Elemente einer Konzeption der Urteilskraft. 'Eichmann in Jerusalem' seinen theoretischen Stellenwert zukommen zu lassen, ist das Anliegen dieser Arbeit.

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Bibliographische Angaben

Auflage
1/2022
Copyrightjahr
2022
ISBN-Print
978-3-936872-54-5
ISBN-Online
978-3-86732-817-3
Verlag
Lukas Verlag, Berlin
Sprache
Deutsch
Seiten
152
Produkttyp
Monographie

Inhaltsverzeichnis

KapitelSeiten
    1. Inhalt Kein Zugriff
    2. Danksagung Kein Zugriff
  1. Einleitung Kein Zugriff Seiten 9 - 16
      1. Realitätsferne Kein Zugriff
      2. Innere Leere Kein Zugriff
      3. Unerbittliche Pflichttreue Kein Zugriff
      4. Verantwortungslosigkeit Kein Zugriff
    1. Das Böse vor Gericht Kein Zugriff
      1. Die Zerstörung der Vielfalt Kein Zugriff
        1. Die Geburt des modernen Menschen Kein Zugriff
        2. »Homo faber« und der Wert Kein Zugriff
      2. Der Wirklichkeitsbegriff und das Eichmann-Buch Kein Zugriff
    1. Zum Prozessbegriff der »Arbeitsgesellschaft« – »Innere Leere« und Verantwortung Kein Zugriff
      1. Zur Denkungsart in der modernen Welt Kein Zugriff
      2. Sinn und Sinnlosigkeit – Über Normen und Pflichttreue Kein Zugriff
    1. Gewissen und Moral Kein Zugriff
    2. Unparteilichkeit, erweiterte Denkungsart und Einbildungskraft Kein Zugriff
    3. Der Gerichtshof als »Gängelwagen der Urteilskraft« Kein Zugriff
    4. Das Eichmann-Buch als »turning point« Kein Zugriff
  2. Schlussbetrachtung Kein Zugriff Seiten 139 - 143
    1. Abkürzungsverzeichnis Kein Zugriff
    2. Literaturverzeichnis Kein Zugriff

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