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Der Bauernkrieg

Die Revolution des Gemeinen Mannes
Autor:innen:
Reihe:
Beck'sche Reihe, Band 2103
Verlag:
 2012

Zusammenfassung

Hunderttausend tote Bauern – die Zahl lief um im Reich und war allgemein die grobe Aufsummierung dessen, was man gerüchteweise von den Schlachten des Bauernkriegs gehört hatte. „Das vergossene Blut des Jahres 1525“, schrieb ein Schweizer Beobachter, sei ausreichend, „alle Tyrannen zu ertränken“. Waren die Forderungen und Aktionen des Gemeinen Mannes so revolutionär, daß Fürsten und Adel sie wie Hochverrat und Landfriedensbruch behandeln mußten? Peter Blickle erklärt im vorliegenden Band, wie die Aufständischen einen Diskurs über Freiheit und Gerechtigkeit auslösten, der im Erfolgsfall zur Ausweitung kommunaler Rechte der Dörfer und Städte geführt und damit das Reich stark republikanisiert hätte. Daß der Bauernkrieg zur Revolution werden konnte, ist nicht zuletzt den Reformatoren geschuldet, mehr Huldrich Zwingli als Martin Luther. Schon deswegen, aber auch wegen seiner großen Ausdehnung in der Schweiz und Österreich, ist er nicht nur ein deutscher. Auch war er keineswegs folgenlos. Der Autor hebt heraus, daß die nach der militärischen Niederwerfung geschlossenen Verträge den Untertanen für ihre Person und ihren Besitz Rechte mit verfassungsmäßigen Garantien einräumten, die modernen Menschen- und Bürgerrechten nahekommen. Er zeigt weiter, wie die gescheiterte Revolution von 1525 seit 200 Jahren für Nationalismus, Sozialismus und Liberalismus nutzbar gemacht wurde und auch auf diese Weise geschichtlich weitergewirkt hat.


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Bibliographische Angaben

Auflage
4/2012
Copyrightjahr
2012
ISBN-Print
978-3-406-43313-9
ISBN-Online
978-3-406-69321-2
Verlag
C.H.BECK Literatur - Sachbuch - Wissenschaft, München
Reihe
Beck'sche Reihe
Band
2103
Sprache
Deutsch
Seiten
144
Produkttyp
Monographie

Inhaltsverzeichnis

KapitelSeiten
  1. Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 6
  2. Einleitung – Standortfragen Kein Zugriff Seiten 7 - 10
  3. 1. Tyrannei und Aufruhr – das erschrockene Reich Kein Zugriff Seiten 11 - 40
  4. 2. Der Gemeine Mann und der deutsche Bauernkrieg – gesellschaftlicher Ort und nationaler Raum Kein Zugriff Seiten 41 - 54
  5. 3. Wir wöllen frei sein – ein Diskurs um die Natur des Menschen zu Beginn der Moderne Kein Zugriff Seiten 55 - 69
  6. 4. Kein Recht, unrecht, gerecht – wer hat die Definitionshoheit über Recht und Gesetz? Kein Zugriff Seiten 70 - 85
  7. 5. Der Gewalt der Gemeinde – kommunalistische Praxis und republikanische Theorie Kein Zugriff Seiten 86 - 102
  8. 6. Frankfurt oder Frankenhausen – eine oder zwei revolutionäre Traditionen der Deutschen Kein Zugriff Seiten 103 - 126
  9. Zeittafel Kein Zugriff Seiten 127 - 128
  10. Anmerkungen Kein Zugriff Seiten 129 - 132
  11. Quellen und Literatur Kein Zugriff Seiten 133 - 140
  12. Register Kein Zugriff Seiten 141 - 144

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