Die ewige Schlacht
Stalingrad-Rezeption als Überwältigung und Melodram- Autor:innen:
- |
- Verlag:
- 2022
Zusammenfassung
Die Schlacht von Stalingrad, die mit der Kapitulation der Deutschen Wehrmacht am 2. Februar 1943 militärisch endete, stellt seither einen markanten deutschen, russischen sowie inzwischen universellen Erinnerungsort dar.
Die Publikation behandelt die bis heute reichenden fotografischen und filmischen Inszenierungen der Schlacht von Stalingrad als variantenreiche bildliche und musikalische Produktionen. Während in der zeitgenössischen Propaganda beider Kriegsparteien der Primat einer dynamisch verstandenen Motorik von kämpfendem Mensch und lärmender Maschine im Vordergrund stand, kam es in der Nachkriegszeit zu neuartigen Reflexionen des Schlachtgeschehens. Diese überblendeten weitgehend die realen militärhistorischen Umstände und sind als zeitgebundene Zeugnisse des Versuchs einer künstlerischen Bewältigung des unsagbaren Grauens zu bewerten. Dabei scheint das häufig benutzte Genre des Filmmelodrams nichts anderes zu sein als eine geeignet angesehene Form der Kompensation, die das Unbewältigbare des Geschehenskomplexes Stalingrad ins Emotionale auslagert, die jeweilige filmische Erzählung an prototypisch verfasste Protagonisten bindet und dadurch verallgemeinert. In diesem Sinne leistet das Buch einen Beitrag zur Aufarbeitung der medialen Kultur des modernen Krieges, die mit der Schlacht von Stalingrad einen als Urereignis zu verstehenden und immer wieder thematisierten Referenzort aufweist, der als "ewige Schlacht" zu beschreiben ist.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2022
- ISBN-Print
- 978-3-96707-781-0
- ISBN-Online
- 978-3-96707-782-7
- Verlag
- edition t+k, München
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 160
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 3 - 6
- Vorwort Kein Zugriff Seiten 7 - 8
- I. Einleitung – zur Aktualität Stalingrads Kein Zugriff Seiten 9 - 12
- II. Stalingrad, die Schlacht schlechthin? Kein Zugriff Seiten 13 - 18
- III. Die Weihnachtsringsendung 1942 als Ursprung des medialen Mythos Kein Zugriff Seiten 19 - 23
- IV. Stalingrad in der deutschen Kriegspropaganda Kein Zugriff Seiten 24 - 46
- V. Die Stalingrad-Filme und ihr historischer Kontext Kein Zugriff Seiten 47 - 75
- VI. Melos und Drama in den Stalingrad-Filmen Kein Zugriff Seiten 76 - 117
- VII. Stalingrad – multimedial und inflationär Kein Zugriff Seiten 118 - 126
- VIII. Schlussbetrachtungen Kein Zugriff Seiten 127 - 130
- IX. Filmografie Kein Zugriff Seiten 131 - 136
- X. Literatur Kein Zugriff Seiten 137 - 151
- Bildnachweise Kein Zugriff Seiten 152 - 154
- Anzeigen Kein Zugriff Seiten 155 - 160





