Die WSI-Mitteilungen sind eine wissenschaftliche Fachzeitschrift mit politik- und praxisorientierter Ausrichtung. Sie informieren über neue wissenschaftliche Erkenntnisse im Themenspektrum »Arbeit - Wirtschaft - Soziales«. Die Zeitschrift ist 1948 erstmals erschienen.Die Zeitschrift fördert den interdisziplinären Austausch und versteht sich als Wissens- und Argumentationsquelle für Akteure aus Arbeitswelt, Wirtschaft und politischer Praxis. Ihr Ziel ist, komplexes Wissen strukturiert und sprachlich ansprechend zu vermitteln. Ein professionelles Begutachtungsverfahren garantiert die Standards wissenschaftlicher Abhandlungen. Kurzauswertungen, Kommentare und Praxisbeiträge reflektieren aktuelle gesellschaftspolitische Probleme und diskutieren Lösungsvorschläge.
Dieser Beitrag greift das Leitbild der Sozialen Demokratie auf und schlägt vor, es als Blaupause für einen grundlegenden Kurswechsel des europäischen Integrationsprozesses zu verwenden. Dabei steht die Frage im Zentrum, wie sich die europäische...
Nach dem Zweiten Weltkrieg haben zahlreiche europäische Wohlfahrtsstaaten bislang unbekannte Ausmaße sozialer Gleichheit und wirtschaftlichen Wachstums erzielt. Heute wird der diesen Errungenschaften zugrunde liegende Kompromiss immer mehr zur...
In diesem Beitrag wird die Frage diskutiert, wie sich Armut und Einkommensungleichheiten in Europa vor und während der Eurokrise entwickelt haben. Auf Grundlage eines europäischen Mikrodatensatzes (EU-SILC) wird die weitgehende Stabilität der...
Im Widerspruch zu den ehrgeizigen sozialen Zielen von Lissabon und Europa 2020 erzielten die meisten EU-Mitgliedstaaten während der letzten Jahrzehnte keine Fortschritte im Kampf gegen die Armut. Seit der Krise hat sich das Bild sogar eindeutig ins...
Seit mehr als drei Jahrzehnten charakterisiert zunehmende Finanzialisierung, also der wachsende Einfluss des Finanzsektors und dessen Funktionslogik, die europäische Wirtschaft. Dieser Prozess führt nicht nur zu wachsender ökonomischer...
Infolge der Finanz-, Euro- und Staatsschuldenkrise und der öffentlichkeitswirksamen Aufdeckung prominenter Steuerskandale hat die internationale und europäische Steuerpolitik eine hohe politische Priorität. Dieser Beitrag argumentiert, dass die...
Das Europa beherrschende makroökonomische Paradigma ist im Kern wachstums- und beschäftigungsschädlich sowie sozialstaatsfeindlich. Eine nachhaltige Lösung der Wirtschafts- und Beschäftigungskrise in der EU setzt daher mittel- bis langfristig...
Während die Instrumente der Economic Governance während der Krise erheblich gestärkt wurden, sind im Bereich der sozialen Dimension Europas keine Fortschritte zu verzeichnen. Die in erster Linie auf strikter überwachte und zentral gesteuerte...
Obwohl in vielen EU-Staaten seit Langem gesetzliche Mindestlöhne existieren, ist das Phänomen der Erwerbsarmut nach wie vor weit verbreitet. Mindestlöhne werden hierbei oft auf einem sehr niedrigen Niveau festgelegt und sind de facto...