
Geschichtspolitik in Europa seit 1989
Deutschland, Frankreich und Polen im internationalen Vergleich- Herausgeber:innen:
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- Verlag:
- 2013
Zusammenfassung
Geschichtspolitik hat sich in Europa zu einem erstrangigen Politikfeld und damit zu einem spannenden Gegenstand kulturwissenschaftlicher Forschung entwickelt.
Im Zuge des Epochenjahrs 1989 und der EU-Osterweiterung haben Fragen der Vergangenheitsdeutung für die Europäer immer mehr an Bedeutung gewonnen. Dies gilt nicht nur für Nationalgesellschaften und ihre Gedächtnisdiskurse, sondern auch für Erinnerungskonflikte zwischen europäischen Nationalstaaten und für europäische Institutionen. Geschichtspolitik, betrieben von staatlichen Instanzen, politischen Parteien, Kirchen und anderen religiösen Einrichtungen, Gewerkschaften, Unternehmen, Kommunen, Medien, Kulturinstitutionen, Wissenschaftlern sowie zivilgesellschaftlich organisierten Opfer- und Interessengruppen, ist mittlerweile ein zentrales Politikfeld sowie ein erkenntnisträchtiges Objekt sozial- und geisteswissenschaftlicher Forschung.
In dem vorliegenden interdisziplinären Sammelband werden Akteure der Geschichtspolitik porträtiert, die Konkurrenz der Opfer nachgezeichnet, historische Meistererzählungen analysiert und geschichtspolitische Inszenierungen in Museen und Ausstellungen beleuchtet. Im Zentrum stehen dabei Deutschland, Frankreich und Polen. Behandelt werden überdies die Europäische Union sowie Einzelbeispiele aus Europa.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2013
- ISBN-Print
- 978-3-8353-1068-1
- ISBN-Online
- 978-3-8353-2188-5
- Verlag
- Wallstein, Göttingen
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 560
- Produkttyp
- Sammelband
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 8
- Vorwort Kein Zugriff Seiten 9 - 12
- Geschichtspolitik. Politikfeld, Analyserahmen, Streitobjekt Kein Zugriff Stefan Troebst
- Der Geschichtspolitik auf der Spur. Ein Fragenkatalog dafür, wie der Umgang mit diktatorischen Vergangenheiten erforscht werden kann Kein Zugriff Seiten 35 - 48 Edgar Wolfrum
- Die Gegenwart der Historiker der Gegenwart Kein Zugriff Seiten 49 - 67 François Hartog
- Strategien der Erinnerung in Polen – die zivilgesellschaftliche Alternative Kein Zugriff Seiten 68 - 93 Anna Wolff-Powęska
- Die Europäische Union als »Gedächtnis und Gewissen Europas«? Zur EU-Geschichtspolitik seit der Osterweiterung Kein Zugriff Seiten 94 - 156 Stefan Troebst
- Geschichtspolitik und »Konkurrenz der Opfer« Kein Zugriff Seiten 157 - 168 Włodzimierz Borodziej
- Die Rückkehr der Erinnerungen an den Algerienkrieg in Frankreich und Algerien Kein Zugriff Seiten 169 - 199 Benjamin Stora
- Stasi-Renten: eine Fallstudie zur deutschen Vergangenheitspolitik Kein Zugriff Seiten 200 - 220 Wojciech Pięciak
- Die List der geschichtspolitischen Vernunft. Der polnisch-russische Geschichtsdiskurs nach 1989 Kein Zugriff Seiten 221 - 263 Wolfram von Scheliha
- Opfer und Helden – vergangenheitspolitische Strategien der ukrainischen Eliten Kein Zugriff Seiten 264 - 297 Tomasz Stryjek
- Europa als Ort gemeinsamer Erinnerungen? Opferstatus, Identität und Emanzipation von der Vergangenheit Kein Zugriff Seiten 298 - 308 Pieter Lagrou
- Die postheroische Gedächtnisgesellschaft. Bauformen des historischen Erzählens in der Gegenwart Kein Zugriff Seiten 309 - 322 Martin Sabrow
- Frankreichs Erinnerungslandschaft und die koloniale Vergangenheit Kein Zugriff Seiten 323 - 355 Matthias Middell
- Von der Geschichtspolitik zur Erinnerung als politischer Sprache. Der tschechische Umgang mit der kommunistischen Vergangenheit nach 1989 Kein Zugriff Seiten 356 - 395 Michal Kopeček
- 1989 im Kontext portugiesischer Kontroversen über die jüngste Vergangenheit. Die rechte Rhetorik der zwei Diktaturen Kein Zugriff Seiten 396 - 426 Manuel Loff
- Geschichtspolitik und Gründungsmythen in den nordischen Ländern. 1989 im Rückblick Kein Zugriff Seiten 427 - 448 Bo Stråth
- Museum – Bühne – Arena. Geschichtspolitik und Musealisierung im Zeichen von Globalisierung und gesellschaftlicher Pluralisierung Kein Zugriff Seiten 449 - 469 Joachim Baur
- Die Musealisierung des Ghettos. Die Darstellung der Verfolgung von Juden während des Zweiten Weltkrieges in Warschauer Museen Kein Zugriff Seiten 470 - 490 Monika Heinemann
- Zwischen Geschichts- und Gedächtnispolitik. Die Europäisierung nationaler Museen Kein Zugriff Seiten 491 - 513 Camille Mazé
- Bildbenutzungen Kein Zugriff Seiten 514 - 524 Monika Flacke
- »Europa« ausstellen? Zum Werdegang eines supranationalen Museumsprojekts Kein Zugriff Seiten 525 - 538 Georg Kreis
- Geschichtspolitik und Erinnerungskultur in Europa heute Kein Zugriff Etienne François
- Autorinnen und Autoren Kein Zugriff Seiten 559 - 560




