
Monographie Open Access Vollzugriff
Das Gespenst der Pandemie
Politik und Poetik der Cholera in der Literatur des 19. Jahrhunderts- Autor:innen:
- Reihe:
- Medizin und Philosophie
- Verlag:
- 19.11.2021
Zusammenfassung
An der Schnittstelle von Literaturwissenschaft und Medizingeschichte zeigt Davina Höll, wie die traumatische Epidemieerfahrung der Leitkrankheit des 19. Jahrhunderts, der Cholera, Eingang in die zeitgenössische Literatur gefunden hat. Am Beispiel des epi- und pandemischen Ausnahmezustandes führt sie vor, wie eng wissenschaftliche, politische, gesellschaftliche und kulturelle Diskurse miteinander verwoben sind und welche Rolle Kunst und Literatur insbesondere in Krisenzeiten bei diesen Austauschprozessen spielen. Die Studie, die u.a. Texte von Mark Twain, Heinrich Heine und George Eliot untersucht, ist ein Plädoyer für inter- und transdisziplinäres Denken und Forschen.
Publikation durchsuchen
Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2021
- Erscheinungsdatum
- 19.11.2021
- ISBN-Print
- 978-3-7728-2803-4
- ISBN-Online
- 978-3-7728-3471-4
- Verlag
- frommann-holzboog, Stuttgart
- Reihe
- Medizin und Philosophie
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 375
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
KapitelSeiten
- Titelei/InhaltsverzeichnisSeiten i - VIII Download Kapitel (PDF)
- VorwortSeiten 1 - 6 Download Kapitel (PDF)
- 1. Politik und Poetik der Cholera
- 2. Die Cholera in der Lebenswelt des 19. Jahrhunderts
- 3. Seuchengeschichte(n): Pest und Cholera und das Interesse am Narrativ der Seuche
- 4. Vermittlungsnot und Schweigegebot: Trauma und Tabu der Cholera
- 5. Die Sagbarmachung des Unsagbaren: Die Cholera im Modell des Gespenstes
- Zwischen Imagination und Erfahrung
- »der gräßlichste Tod, / Der jemals ein athmendes Wesen bedroht«: Ernst Ortlepps Die Cholera – Ein episch-lyrisches Gedicht (1835)
- »als hätte die Natur Verzweifl ung überkommen«: Nikolaus Lenaus Auf meinen ausgebälgten Geier (1838)
- »it’s worse than forty fi ghts«: Rudyard Kiplings Cholera Camp (1896)
- Im Labor der Lyrik
- Kreisläufe und Totentänze
- »der lustigste der Arlequine«: Heinrich Heines Französische Zustände (1831/32)
- »his countenance distorted by the plague«: Edgar Allan Poe
- »Der Tod ist hundertfach in jedem Mundvoll Luft, den wir einatmen«: Ricarda Huchs Die Erinnerungen von Ursleu dem Jüngeren (1893)
- Einleitung: Sehen und Sichtbarkeit im 19. Jahrhundert
- »All monstrous, all prodigious things«: William Heaths Monster Soup (1828)
- »Even with a microscope directed on a water-drop«: George Eliots Middlemarch (1871/72)
- »I am a microbe«: Mark Twain
- 1. Die vergessene Pandemie: Die Cholera in der Lebenswelt des 20. und 21. Jahrhunderts
- 2. Cholera erzählen
- 3. Die Cholera macht Weltliteratur
- 4. Cholera als literaturwissenschaftliches Unbewusstes
- 5. Wissenschaftliche Grenzerfahrungen: Intermedialität und Interdisziplinarität als methodische Herausforderung
- 6. Für eine Literaturgeschichte der Seuchen
- 7. Neue Seuchen, alte Narrative?
- LiteraturverzeichnisSeiten 339 - 370 Download Kapitel (PDF)
- AbbildungsverzeichnisSeiten 371 - 375 Download Kapitel (PDF)




