Reden über Trieb, Sexualität und Gender
Grundlagen für die psychotherapeutische Praxis- Autor:innen:
- Reihe:
- Beiträge zur Sexualforschung
- Verlag:
- 2024
Zusammenfassung
Die Vielfalt wissenschaftlicher und therapeutischer Konzepte im Bereich von Sexualität und Gender geht mit Widersprüchlichkeiten einher. Ralf Binswanger entwickelt ein methodisches Modell aus psychoanalytisch-sexualwissenschaftlicher Perspektive, das mehr Klarheit beim Reden über Sexualität ermöglicht. Er betrachtet die erwachsene manifeste Sexualität unter zwei getrennten Gesichtspunkten: Sexualität per se und Sexualität in actu. Der erste Aspekt erschließt die konzeptionelle Gleichartigkeit von Homosexualität und den traditionell als »pervers« bezeichneten Sexualitäten mit der Heterosexualität. Sie alle werden als »erwachsene Sexualorganisationen« definiert. Der zweite beschreibt jedes einzelne sexuelle Fantasieren und Verhalten als eine widersprüchliche Einheit von Funktionen – der libidinösen Triebbefriedigung einerseits und einer Reihe nicht-sexueller Funktionen andererseits. Der Autor überträgt dieses Modell auf Gender, wendet es auf Freuds Partialtriebtheorie an und präzisiert darauf aufbauend Begriffe, die bisher uneinheitlich verwendet wurden, wie »Sexualisierung«, »Erotisierung«, »Sublimierung«, »latente Homosexualität« oder »Homophobie«. Aus diesen Begriffsklärungen ergeben sich wichtige theoretische und psychotherapeutische Konsequenzen.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2024
- ISBN-Print
- 978-3-8379-3236-2
- ISBN-Online
- 978-3-8379-6182-9
- Verlag
- Psychosozial-Verlag, Gießen
- Reihe
- Beiträge zur Sexualforschung
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 228
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 8
- Geleitwort Kein Zugriff Seiten 9 - 12
- 1.1 Zum Aufbau des Buches Kein Zugriff
- 1.2 Danksagung Kein Zugriff
- 2.1 Einleitung Kein Zugriff
- 2.2 Sexualität per se und Sexualität in actu Kein Zugriff
- 2.3 Zwischenbilanz: Konsequenzen des Modells für die therapeutische Praxis Kein Zugriff
- 2.4 Exkurs: ICD-11 Kein Zugriff
- 2.5 Vertiefung des Modells I: Sexualität in actu Kein Zugriff
- 2.6 Vertiefung des Modells II: Sexualität per se Kein Zugriff
- 2.7 Schlussfolgerungen Kein Zugriff
- 3.1 Einleitung Kein Zugriff
- 3.2 Zwei Gesichtspunkte im Diskurs über Sexualität Kein Zugriff
- 3.3 Schluss Kein Zugriff
- 4.1 Einleitung Kein Zugriff
- 4.2 Fragestellung Kein Zugriff
- 4.3 Mein umfassendes Modell zur Sexualität Kein Zugriff
- 4.4 Übertragung des Modells auf Gender Kein Zugriff
- 4.5 Gender in actu im Einzelnen Kein Zugriff
- 4.6 Schlussfolgerung Kein Zugriff
- 4.7 Praktische Anwendung meiner Modelle zu Sexualität und Gender Kein Zugriff
- 5.1 Zwei materielle Gegebenheiten der individuellen Menschwerdung Kein Zugriff
- 5.2 Dialektische Methode Kein Zugriff
- 5.3 Kopernikanische Wende? Kein Zugriff
- 6.1 Leitlinien bei der Lektüre Kein Zugriff
- 6.2 Eine strategische Schlüsselstelle Kein Zugriff
- 6.3 Das Problem der Desexualisierung Kein Zugriff
- 6.4 Bestimmte Neurosen sowie (Homo- und andere) »Phobien« als Negativ erwachsener Sexualorganisationen Kein Zugriff
- 6.5 Illustration an Freuds drei Formen des Masochismus Kein Zugriff
- 6.6 Begriffsbestimmungen Kein Zugriff
- 6.7 Morgenthalers Dialektik zwischen »dem Sexuellen« und der »Organisierten Sexualität« Kein Zugriff
- 6.8 Die Umgangssprache verführt zu Missverständnissen Kein Zugriff
- 6.9 Vier Ebenen der Argumentation Kein Zugriff
- 7.1 Illustrationen unter Beizug psychoanalytischer Literatur Kein Zugriff
- 7.2 Folgerungen für die psychotherapeutische Praxis Kein Zugriff
- 8.1 Perversionskonzepte in der psychoanalytischen Literatur Kein Zugriff
- 8.2 Fallbeispiel 2: Außereheliche Promiskuität als perverse sexuelle Aktivität Kein Zugriff
- 8.3 Achtung Giftschrank: Pädophilie und pädosexuelle Aktivitäten Kein Zugriff
- 9 Die Dynamik zwischen den Gesichtspunkten Sexualität per se und Sexualität in actu Kein Zugriff
- Literatur Kein Zugriff Seiten 217 - 228





