
Romanische Kunst und epische Lebensform
Das Weltgericht von Saint-Foy in Conques-en-Rouergue- Autor:innen:
- Verlag:
- 2020
Zusammenfassung
Ausgangspunkt der Untersuchung ist die von Willibald Sauerländer am Beispiel des Tympanons von Conques aufgeworfene Frage, inwieweit für das Verständnis dieser Kunst die Bezeichnung romanisch noch aufschlußreich ist. Die Analyse der Gesamtkomposition und Szenen verdeutlicht, in welchem Maße hier Anliegen der zeitgenössischen Gottesfriedensbewegung bestimmend wurden. Die politische und soziale Brisanz der Thematik wäre demnach aus der besonderen Situation ihres konkreten Entstehungszusammenhangs im Südwesten Frankreichs zu erklären, für den bis ins 11. Jahrhundert das Fehlen einer anerkannten obersten politischen Macht kennzeichnend war. Den Auswüchsen der Feudalanarchie wird das Bild einer alle sozialen Gruppen integrierenden Lebensordnung gegenübergestellt. Erst in dieser komplexen Kausalität wird die erbauliche Funktion christlicher Kunst wieder faßbar. Die Realität auch des Niedrigen, Häßlichen und Grausigen in ihrer alltäglichen Präsenz wird darstellbar und darstellungswürdig. Eine von der antiken Wirklichkeitsauffassung differierende Ästhetik zeichnet sich ab.
Schlagworte
Publikation durchsuchen
Bibliographische Angaben
- Auflage
- 1/2020
- Copyrightjahr
- 2020
- ISBN-Print
- 978-3-931836-84-9
- ISBN-Online
- 978-3-86732-917-0
- Verlag
- Lukas Verlag, Berlin
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 113
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Inhalt Kein Zugriff
- Einleitung Kein Zugriff Seiten 9 - 13
- Das Weltgericht von Sainte-Foy in Conques-en-Rouergue Kein Zugriff Seiten 14 - 27
- Gottesfrieden statt feudaler Anarchie Kein Zugriff Seiten 28 - 43
- Held und Heiliger: Pilgerrouten als Medium Kein Zugriff Seiten 44 - 55
- Inzestbuße und soziale Ordnung Kein Zugriff Seiten 56 - 65
- Die nicht mehr schönen Künste Kein Zugriff Seiten 66 - 80
- Romanische Kunst und epische Lebensform Kein Zugriff Seiten 81 - 91
- Anstelle eines Nachworts: Gattungssystem und Gesellschaftssystem Kein Zugriff Seiten 92 - 100
- Literatur Kein Zugriff Seiten 101 - 104
- Der Autor Kein Zugriff Seiten 105 - 112

