
Geschichte der Welt 600-1350 Geteilte Welten
- Herausgeber:innen:
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- Reihe:
- Geschichte der Welt
- Verlag:
- 2023
Zusammenfassung
Zwischen 600 und 1350 bot die Erde noch so viel Platz, dass Individuen, Gruppen und ganze Gesellschaften isoliert voneinander existieren konnten. Australien und Ozeanien standen noch gar nicht, der amerikanische Doppelkontinent kaum wahrnehmbar mit Entwicklungen in Europa, Afrika und Asien in Verbindung. Doch wurden in dieser Periode immer mehr Menschen in Netzwerke eingebunden, die Objekte, Praktiken und Ideen über Tausende von Kilometern verbreiteten und dabei Einfluss nahmen auf Entstehung und Zerfall von Herrschaftsräumen. Sie befeuerten in dieser Epoche der Geschichte der Welt eine Dynamik, welche die Isolation einander noch fremder Gesellschaften an ein Ende brachte. Weltgeschichte ist lange Zeit als eine Geschichte des Aufstiegs und des Niedergangs einer kleinen Zahl von <Hochkulturen> geschrieben worden. Unter diesen Kulturen schienen Europa oder der atlantische <Westen> während der letzten Jahrhunderte nach den Kriterien Macht, Wohlstand und kulturelle Kreativität zu dominieren. Das neue sechsbändige Werk zur Weltgeschichte, das von einem Team von Historikerinnen und Historikern vorwiegend aus den USA und Deutschland erarbeitet wird und das gleichzeitig bei C.H.Beck und Harvar University Press erscheint, verabschiedet sich von diesen Traditionen. Es leugnet die Errungenschaften des Westens nicht, stellt sie aber in den größeren Zusammenhang gleichzeitiger Entwicklungen in anderen Teilen der Welt. Dadurch wird das allmähliche, dabei aber krisenhafte Entstehen des heutigen dicht integrierten und pluralistischen Weltzuammenhangs sichtbar. Erstmals werden in diesen Bänden die Ergebnisse von mehreren Jahrhunderten internationaler Forschung zur Vorgeschichte der Globalisierung und zur Entwicklung von Gesellschaften und politischen Ordnungen auf allen Kontinenten von führenden Experten zusammenfassend dargestellt. Weltgeschichte erscheint hier nicht als Aneinanderreihung einzelner Spezialgeschichten. Die Aufmerksamkeit richtet sich auf bisher wenig beachtete Querbeziehungen und Wechselwirkungen: auf Migration von Einzelnen und Gruppen und die Gründung neuer Gesellschaften, auf die interkontinentale Ausbreitung von Technologien, Religionen oder politischen Ideen, auf globale Kommunikationsnetze, Handelsströme und Konsummuster, auf Imperialismus, Kolonialismus und großräumige Kriege.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2023
- ISBN-Print
- 978-3-406-64102-2
- ISBN-Online
- 978-3-406-80058-0
- Verlag
- C.H.BECK Literatur - Sachbuch - Wissenschaft, München
- Reihe
- Geschichte der Welt
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 1192
- Produkttyp
- Sammelband
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 2 - 10
- Einführung Kein Zugriff
- 1. Vom amerikanischen Doppelkontinent ins östliche Eurasien Kein Zugriff
- 2. Globale Interaktion zwischen 600 und 1350 Kein Zugriff
- 3. «Globales Mittelalter»? Die Periode 600–1350 und ihre Nachwirkungen Kein Zugriff
- 4. Danksagungen Kein Zugriff
- Einleitung Kein Zugriff
- 1. Werkzeuge und Datensätze Kein Zugriff
- 2. Der amerikanische Doppelkontinent: Natürliche Hindernisse für Konnektivität und menschliche Strategien zu ihrer Überwindung Kein Zugriff
- 3. Amerikanische Makroregionen: Gesellschaftliche Organisation und Interaktion Kein Zugriff
- 4. Aspekte der Konnektivität und Verflechtung auf dem amerikanischen Doppelkontinent Kein Zugriff
- Einleitung Kein Zugriff
- 1. Voraussetzungen der muslimischen Expansion Kein Zugriff
- 2. Die protoglobale Expansion von Muslimen Kein Zugriff
- 3. Die Genese einer imperialen Kultur: Transregionale Standardsetzung und ihre Grenzen Kein Zugriff
- 4. Imperialer Zerfall und die Entstehung des islamischen Commonwealth Kein Zugriff
- 5. Epilog: Der islamische Commonwealth und sein Nachleben Kein Zugriff
- Einleitung: Europa als Teil der Ökumene Kein Zugriff
- 1. Europa um 600 Kein Zugriff
- 2. Verkehrsstruktur und Besiedlung Kein Zugriff
- 3. Mobilitäten – oder die Überwindung der Isolation Kein Zugriff
- 4. Migrationen und kultureller Wandel Kein Zugriff
- 6. Conclusio Kein Zugriff
- Einleitung Kein Zugriff
- 1. Das christliche Afrika vor der Herausforderung durch den Islam Kein Zugriff
- 2. Afrikas Neue «Ufer»: Das Sahelband und die Swahili-Küste Kein Zugriff
- 3. Transsaharische Beziehungen: Akteure und Routen Kein Zugriff
- 4. Kreisläufe, Veränderungen, Erwartungen: Handelsaustausch zwischen subsaharischem Afrika und der Welt Kein Zugriff
- 5. Maklerstaaten im Afrika des Mittelalters Kein Zugriff
- 6. Narrative Wirkungsmacht, Ambivalenz und Unbestimmtheit subsaharischer Maklerstaaten Kein Zugriff
- 7. Epilog: Überschneidungen der Dynamik quer über den Kontinent und darüber hinaus Kein Zugriff
- Einleitung Kein Zugriff
- 1. Landwirtschaft, sesshafte Gesellschaft, Königtum und Religion Kein Zugriff
- 2. Indien und die nomadische Grenzzone Kein Zugriff
- 3. Die maritime Grenzzone: Seefahrt, Handel und Politik im Indischen Ozean Kein Zugriff
- 4. Der Aufstieg des Islam Kein Zugriff
- 5. Zusammenfassung und Schlussfolgerung Kein Zugriff
- 1. Östliches Eurasien – Eine Definition Kein Zugriff
- 2. Netzwerke ins 8. Jahrhundert: Frömmigkeit, Politik und Austausch Kein Zugriff
- 3. Überall Buddhismen: Der gemeinsame Bestand und die Vielfalt ab dem 8. Jahrhundert Kein Zugriff
- 4. Vermehrte Interaktionen: Lokalisierung und Kommunikation vom 10. zum 12. Jahrhundert Kein Zugriff
- 5. Transformationen, Expansionen und Eroberungen vom 12. zum 14. Jahrhundert: Die Neugestaltung des östlichen Eurasien Kein Zugriff
- 6. Das östliche Eurasien neu gedacht Kein Zugriff
- Anmerkungen Kein Zugriff
- Bibliographie Kein Zugriff
- Abbildungsnachweis Kein Zugriff
- Autorin, Autoren und Herausgeber Kein Zugriff
- Personenregister Kein Zugriff
- Ortsregister Kein Zugriff
- Sachregister Kein Zugriff
- Zum Buch Kein Zugriff Seiten 1192 - 1192




