Die Zeitschrift für Ideengeschichte fragt nach der veränderlichen Natur von Ideen, seien sie philosophischer, religiöser, politischer oder literarischer Art. Herausragende Fachleute aus allen Geisteswissenschaften gehen in Originalbeiträgen der Entstehung, den zahlreichen Metamorphosen, aber auch dem Altern von Ideen nach. Dabei erweist sich manch scheinbar neue Idee als alter Hut. Und umgekehrt gilt es, in Vergessenheit geratene Idee neu zu entdecken.Die internationale Politik der letzten Jahre, die sich erneuernden Wertedebatten und die intensiv erlebte Wiederkehr der Religionen lassen keinen anderen Schluß zu: Die politische und kulturelle Gegenwart wird von Ideen geprägt, spukhaft oft, doch mit enormer Wirksamkeit. Wer diese Gegenwart verstehen will, kommt nicht umhin, Ideengeschichte zu treiben.Die Zeitschrift für Ideengeschichte wendet sich an die gebildete Öffentlichkeit. Darüber hinaus strebt sie als Forum der Forschung und Reflexion eine fachübergreifende Kommunikation zwischen allen historisch denkenden und argumentierenden Geisteswissenschaften an.Die Zeitschrift für Ideengeschichte wird von den drei großen deutschen Forschungsbibliotheken und Archiven in Marbach, Weimar und Wolfenbüttel sowie dem Wissenschaftskolleg zu Berlin gemeinsam getragen. Mögen die Quellen der Zeitschrift im Archiv liegen, so ist ihr intellektueller Zielpunkt die Gegenwart. Sie beschreitet Wege der Überlieferung, um in der Jetztzeit anzukommen; sie stellt Fragen an das Archiv, die uns als Zeitgenossen des 21. Jahrhunderts beschäftigen.
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Bibliographische Angaben
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1863-8937
ISSN-Online
1863-8937
Verlag
C.H.BECK Literatur - Sachbuch - Wissenschaft, München
Sprache
Deutsch
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Seite 1 - 3
Verlag C.H.BECK Literatur - Sachbuch - Wissenschaft, München 2010
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Seite 4 - 4
Dass sich Autorität eigentlich nicht kritisieren, sondern nur auslachen lässt, ist eine hellsichtige Beobachtung. Mit ihr gab Hannah Arendt zu verstehen, wo Autorität ihren Sitz hat, nämlich in sozialen Praktiken. Autorität bewährt oder...
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Seite 5 - 13
Im historischen Teil seiner Farbenlehre hat Goethe einen denkbar nüchternen Essay zu den Fragen von Überlieferung und Autorität eingeschaltet, der das übergreifende Thema im Kleinen spiegelt: die Unzuverlässigkeit des Fortschritts von Können...
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Seite 14 - 22
Das Papier hat sich seit dem 15. Jahrhundert so erfolgreich mit der Druckerpresse zusammengeschlossen, dass es in den Medientheorien vor allem in dieser Einheit wahrgenommen wird. Es erscheint darin als das passive Element, als weicher Stoff, dem...
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Seite 23 - 40
In den bunten, in sich heterogenen Gebilden, die wir «Umgangssprachen» nennen, vermischen sich Elemente, die analytisch verschiedenen semantischen Bereichen zugeordnet werden können. So verwenden wir im Alltag Begriffe wie «Macht»,...
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Seite 41 - 50
Im Jahr 1956 veröffentlichte Hannah Arendt einen Aufsatz mit dem Titel «Was ist Autorität?».Bereits im ersten Satz formulierte sie einen grundlegenden Zweifel an ihrem Thema. Um Missverständnisse zu vermeiden, so Arendt, hätte der Titel ihrer...
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Seite 51 - 66
Lieber Jean Starobinski, Kafka ist ein Autor, der auch in diesen Tagen nicht zur Ruhe kommt. 1945 erschien in Fribourg Ihre Übersetzung der Strafkolonie, das war nach Stendhal Ihr zweites Buch. 1936 lernte ich einen Jungen kennen, Heinz Marasse,...
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Seite 67 - 84
Jean Starobinski ist einer der großen Leser unserer Zeit. Er hat die Lektüre gleichsam neu erfunden und seine Lektüre zum Sujet eines Schreibens gemacht, das sich seinen Erkundungen im lesbaren Raum des Textes wunderbar anpasst. Dieser Leser par...
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Seite 85 - 98
In seinen Gesprächen mit Kafka, die Gustav Janouch zu Beginn der zwanziger Jahre führte und 1951 als Buch veröffentlichte, geht es nicht zuletzt um moderne Kunst und Literatur. Janouch berichtet, dass Kafka frühe Erzählungen und Romane von...
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Seite 99 - 106
15. Oktober 1977 Wieder ein voller Tag. Die Zeitungen erwähnen den großen Messerummel. Ministerpräsident Holger Börner hat mich wissen lassen, daß sein Besuch am Stand als Demonstration zu verstehen sei. In der ZEIT vom 14. Oktober ist meine...
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Seite 107 - 110
Für Schriftsteller und Verlagsleute ist die Frankfurter Buchmesse Routine: die überhitzten Hallen, das Jahr für Jahr ähnliche Geplänkel vor den Ständen, das Überan gebot an Büchern, das nüchterne Menschen eher zur Kapitulation als zum...
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Seite 111 - 120
Ein typischer Bezugspunkt für Prüfungsfragen oder eine Faszination der Feuilletons ist es noch nicht geworden, aber viele, zunächst oft nebensächlich erscheinende Beobachtungen sprechen dafür, dass sich unser Verhältnis zu den Klassikern...
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Seite 121 - 123
Der Freiburger Historiker Gerhard Ritter gab Anfang der 1960er Jahre in einem Gespräch mit Helmut Heiber zu Protokoll, dass «die Verseuchung durch die braune Flut» unter den Akademikern im Dritten Reich «nicht so arg» gewesen sei. Mit dieser...
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Seite 124 - 126
«Die Neue Linke bedeutete Marcuse mehr, als er selbst der Neuen Linken bedeutete.» Mit dieser Erkenntnis endet ein Buch, das am Anfang einer neuen Ära in der Ideengeschichte der Frankfurter Schule steht. Wer glaubt, über die linken Denker der...
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Seite 127 - 128
Es waren Stunden reiner Freude, mit Cornelia zu denken. Cornelia und ich haben uns zwar beim Vornamen gerufen, aber erst beim letzten Wiedersehen geduzt. So hoch war die Achtung voreinander. Und dennoch kann ich hier am Sarg, um meinen Dank und...
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Seite 129 - 129
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