
Deutsche Filmgeschichten
Historische Portraits- Herausgeber:innen:
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- Verlag:
- 01.03.2023
Zusammenfassung
Historische Porträts ergründen die deutsche Filmgeschichte von Metropolis (1927) bis Goodbye Lenin (2003).
Als historische Quellen weisen Filme auf die Vielgestalt der deutschen Geschichte des 20. und 21. Jahrhunderts hin. Sie machen kollektive Vorstellungen sichtbar, transferieren also Wahrnehmungen und Denkweisen in ein audiovisuelles Medium. Andererseits verschieben sie permanent das, was sie aufnehmen und darstellen. Sie unterhalten, sie irritieren aber auch und provozieren.
Dass Filme nicht allein den Zeitgeist spiegeln, zeigen namhafte Historikerinnen und Historiker in 38 kurzen Analysen bekannter deutscher Filme des 20. Jahrhunderts von »Sissi« bis zu »Der Schuh des Manitu«, von »Der geteilte Himmel« bis zu »Das weiße Band«. Geprägt durch ihre sozialen, kulturellen Hintergründe beeinflussen Filme das Verständnis von Staatlichkeit genauso wie von Familie, von wirtschaftlichem Handeln, von Geschlechterverhältnissen, von Sexualität und davon, was Stadt und was Land ist. Das Buch wendet sich bewusst an ein breites, geschichts- und filminteressiertes Publikum und macht deutlich, welches Potenzial historische Filmanalysen für die Zeitgeschichte besitzen.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2023
- Erscheinungsdatum
- 01.03.2023
- ISBN-Print
- 978-3-8353-5364-0
- ISBN-Online
- 978-3-8353-8448-4
- Verlag
- Wallstein, Göttingen
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 288
- Produkttyp
- Sammelband
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 10
- Deutsche Filmgeschichte(n) im Portrait Kein Zugriff Seiten 11 - 18 Nicolai Hannig, Anette Schlimm, Kim Wünschmann
- Wege zu Kraft und Schönheit (1925). Bewegte und bewegende Bilder Kein Zugriff Seiten 19 - 25 Maren Möhring
- Metropolis (1927). Die multiplen musikalischen Leben eines Meisterwerks Kein Zugriff Seiten 26 - 32 Norbert Finzsch
- Westfront 1918 (1930). Im Schatten von Milestone und Remarque Kein Zugriff Seiten 33 - 38 Martin Baumeister
- Revolte im Erziehungshaus (1930). Das Stück, der Film und die zyklische Wiederkehr der Empörung Kein Zugriff Seiten 39 - 46 Wilfried Rudloff
- Mädchen in Uniform (1931). Die Entdeckung der Homoerotik Kein Zugriff Seiten 47 - 51 Simone Derix
- Man braucht kein Geld (1932). Kapitalismuskritik mit Heinz Rühmann Kein Zugriff Seiten 52 - 57 Winfried Süß
- Abbruch der Synagoge (1938). Bewegte Bilder der Zerstörung jüdischen Lebens in München Kein Zugriff Seiten 58 - 63 Kim Wünschmann
- Olympia (1938). Fallende Pferde, oder: Tiere als strategische Unterhaltungsträger Kein Zugriff Seiten 64 - 68 Olaf Stieglitz
- Stromsparen/Kohlenklau (1943). Propaganda in der Kriegswochenschau Kein Zugriff Seiten 69 - 75 Reinhold Reith
- Film ohne Titel (1948). Das Leben im Ausnahmezustand als Komödie und Romanze Kein Zugriff Seiten 76 - 83 Martin H. Geyer
- 1. April 2000 (1952). Geschichtsverdrehung im Österreich-Film Kein Zugriff Seiten 84 - 92 Massimo Perinelli
- Ernst Thälmann. Sohn/Führer seiner Klasse (1954/55). Der DEFA-Zweiteiler als kommunistische Familiengeschichte Kein Zugriff Seiten 93 - 98 Jan Neubauer
- Sissi (1955). Abschied vom Mythos oder ‚How to be French‘ Kein Zugriff Seiten 99 - 106 Claudia Moisel
- Die Halbstarken (1956) / Berlin – Ecke Schönhauser … (1957). Jugend als Problem und Projektion Kein Zugriff Seiten 107 - 112 Ralph Jessen
- Das Wirtshaus im Spessart (1958). Dunkler Wald und dunkle Vergangenheit Kein Zugriff Seiten 113 - 118 Sabine Freitag
- Malaria (1962). Chemie statt Dekolonisierung Kein Zugriff Seiten 119 - 123 Julia Tischler
- Der geteilte Himmel (1962). Eine tragische Liebesgeschichte zwischen Ost und West Kein Zugriff Seiten 124 - 130 Ute Schneider
- Genosse Münchhausen (1962). Wolfgang Neuss’ »grandioses Kabarett« Kein Zugriff Seiten 131 - 136 Hans-Peter Ullmann
- Zur Sache, Schätzchen (1968). Im Kino mit der Neuen Münchner Gruppe Kein Zugriff Seiten 137 - 142 Nicolai Hannig
- Jagdszenen aus Niederbayern (1969). Dunkelbayern Kein Zugriff Seiten 143 - 149 Magnus Altschäfl
- Alice in den Städten (1974). Heimatfragmente, urbane Landschaft und Mobilität Kein Zugriff Seiten 150 - 154 Alexander Nützenadel
- Faustrecht der Freiheit (1975). Homosexuelle Lebensformen und gesellschaftliches Machtgeflecht Kein Zugriff Seiten 155 - 161 Felix de Taillez
- Solo Sunny (1980). Individuality, Performance and the Quest for an Alternative Life in the GDR Kein Zugriff Seiten 162 - 166 Paul Betts
- Die bleierne Zeit (1981). Von »großen Frauen der Weltgeschichte«? Kein Zugriff Seiten 167 - 174 Petra Terhoeven
- Mephisto (1981). From Flawed Novel to Sublime Film Kein Zugriff Seiten 175 - 185 Nicholas Stargardt
- Die Weiße Rose (1982). Wie ein Nachspann Justizgeschichte schrieb Kein Zugriff Seiten 186 - 196 Hans Günter Hockerts
- Heimat (1984). »Manchmal bedauere ich, dass ich meinen Film ›Heimat‹ genannt habe« Kein Zugriff Seiten 197 - 202 Christoph Cornelißen
- Vorspiel (1987). Mit dem Rücken zur Leinwand Kein Zugriff Seiten 203 - 207 Christiane Kuller
- SCHTONK! (1992). Eine filmische Katharsis der Bonner Republik? Kein Zugriff Seiten 208 - 214 Annemone Christians-Bernsee
- Der Schuh des Manitu (2001). »Puder Rosa«-Rot-Grün. Männlichkeitsvorstellungen, Sexualität und Gesellschaftspolitik Kein Zugriff Seiten 215 - 220 Juliane Hornung
- Good Bye, Lenin! (2003). Coping with Change – and the Future in the Counterfactual Kein Zugriff Seiten 221 - 227 Andreas W. Daum
- Der Untergang (2004). Die Fiktion des authentischen Spielfilms Kein Zugriff Seiten 228 - 235 Jost Dülffer
- Full Metal Village (2006). Ein Heimatfilm zwischen Jungvieh und Dixiklo Kein Zugriff Seiten 236 - 241 Anette Schlimm
- Mord mit Aussicht (2008-2014). Langeweile und kein Netz – ein Erfolgsrezept Kein Zugriff Seiten 242 - 247 Britta von Voithenberg
- Das weiße Band. Eine deutsche Kindergeschichte (2009). Überlegungen zur Figurenkonstellation im Hinblick auf die soziale Lage Kein Zugriff Seiten 248 - 258 Theresia Bauer
- Barbara (2012). Beredsamkeit durch Schweigen Kein Zugriff Seiten 259 - 264 Andreas Wirsching
- Der Hauptmann (2017). Gewaltstrukturen und Täterschaften in Robert Schwentkes pervertierter Köpenickiade Kein Zugriff Seiten 265 - 269 Emanuel V. Steinbacher
- Schlafschafe (2021). Wie verfilmt man keine Verschwörung? Kein Zugriff Seiten 270 - 276 Benedikt Sepp
- Nachwort Kein Zugriff Seiten 277 - 278
- Personenregister Kein Zugriff Seiten 279 - 284
- Filmregister Kein Zugriff Seiten 285 - 287
- Impressum Kein Zugriff Seiten 288 - 288




