Die seit 2004 vom Institut für Sozialforschung herausgegebene „WestEnd. Neue Zeitschrift für Sozialforschung“ richtet sich an ein breiteres intellektuelles Lesepublikum. An ihre berühmte Vorgängerin, die Zeitschrift für Sozialforschung (1932–1941), schließt sie insofern an, als sie sowohl den Gedanken der Interdisziplinarität als auch den Anspruch einer kritischen Gesellschaftstheorie fortführt. Zur Veröffentlichung kommen Aufsätze und Essays aus unterschiedlichen Disziplinen (u.a. Soziologie, Philosophie, politische Theorie, Ästhetik, Geschichte, Entwicklungspsychologie, Rechtswissenschaft und politische Ökonomie), die in ihrer Gesamtheit zu einer umfassenden Analyse der aktuellen gesellschaftlichen Lage beitragen und Perspektiven emanzipatorischer Umgestaltung aufweisen. Neben den Rubriken „Studien“ und „Eingriffe“ behandelt jedes Heft ein Schwerpunktthema. Sie richtet sich an eine breite Leserschaft aus Lehre und Forschung, Politik und Verwaltung, Publizistik und Medien. Im Zeichen eines methodologischen, disziplinären und politischen Pluralismus schlägt sie Brücken zwischen Theorie, Empirie und politischer Praxis. Homepage: www.westend.nomos.de
Die Klimafrage stellt Gesellschaften vor Realitätsprüfungen. Einer Prüfung unterzogen wird neben Wirtschaft, Politik und Staat auch die Soziologie als Gesellschafts-, Krisen- und Gegenwartswissenschaft: Was kann sie zur Beantwortung...
Im Projekt VERSUS-Corona untersuchen wir seit März 2020 die Transformation von Versorgung während der Pandemie in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Unsere Analyse komplexer Verschiebungen zwischen institutionellen, verwandtschaftlichen...
Gemäß einer weitverbreiteten Ansicht leben wir in einem Zeitalter des Misstrauens. In vielen Fällen handelt es sich dabei um Misstrauen zwischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern, das zu einer ernsthaften Gefahr für die Demokratie werden kann. Der...
Der Beitrag konkretisiert das Misstrauen, das als gemeinsamer Nenner der ›Querdenken‹-Mesalliance Furore machen kann. Wohl profitiert diese von seiner affektiven Seite, um politische Kollektive hervorzubringen und Veränderungen in der...
Gefährden »Verschwörungstheorien« die Demokratie? Der Beitrag unterzieht diese vermeintlich einfach zu beantwortende Fragestellung einer politiktheoretischen Überprüfung. Er argumentiert, dass es sich bei den vieldiskutierten Phänomenen wie...
Der Beitrag untersucht den Umgang mit Konflikten durch organisiertes Misstrauen und die Weise, wie Vertrauen in von tiefsitzenden sozialen Gräben geprägten Kontexten wiederhergestellt werden kann – sei es auch nur auf Zeit. Es wird gezeigt, dass...
Ist Misstrauen ein Kennzeichen und Mechanismus totalitärer Regime, oder findet es sich auch in liberalen Demokratien? Am Beispiel der deutschen Geschichte des 20. und 21. Jahrhunderts untersucht der Artikel verschiedene Formen und Ausprägungen des...
Thorstein Veblens eigenwillige wirtschaftswissenschaftliche Ideen machten ihn zum bedeutendsten Bilderstürmer im Zeitalter des Ikonoklasmus. Eine essayistische Rezension von Charles Camics Biographie Veblen: The Making of an Economist Who Unmade...
Charakteristisch für die Spätmoderne ist ein Bewusstsein, das für sich beansprucht, nüchtern erkannt zu haben, wie die Welt nun einmal funktioniere; das sich aufgeklärt gibt, um jede gesellschaftliche Zumutung als unausweichlich hinzunehmen. In...
Heide Schlüpmann geht im Gespräch mit Daniel Fairfax, Nora Neuhaus und Felix Trautmann der zentralen Bedeutung Siegfried Kracauers für die Entwicklung ihres eigenen Denkens sowie für die Anfänge der Filmwissenschaft in Frankfurt nach. Die...