
Menschenrechte in der Psychiatrie
Prinzipien und Perspektiven einer psychosozialen Unterstützung ohne Zwang- Autor:innen:
- Reihe:
- Zur Sache: Psychiatrie
- Verlag:
- 2024
Zusammenfassung
Eine Psychiatrie ohne Zwang ist möglich – und notwendig Dirk Richter ist sicher: Die Zwangsmaßnahmen der Psychiatrie sind mit den Menschenrechten nicht zu vereinbaren und widersprechen dem Inklusionsansatz der UN-Behindertenrechtskonvention. Kann eine psychische Erkrankung Zwang begründen? Dirk Richter meint: Nein. Was psychische Krankheit bedeutet, wird soziokulturell vermittelt und rechtfertigt keine Zwangsmaßnahmen in der Psychiatrie. Auch die ethisch-rechtlichen Bedingungen für die Anwendung von Zwang können im Lichte der Forschung keinen Bestand haben. Gegen den Willen der betroffenen Person kann keine Unterbringung und keine Zwangsbehandlung legitimiert werden. Es gibt ein Recht auf Selbstbestimmung und damit auch auf Nichtbehandlung. Das Buch vermittelt streitbare Thesen gut durchdacht, wissenschaftlich fundiert und mit praktischen Ideen für eine Psychiatrie ohne Zwang.
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Bibliographische Angaben
- Auflage
- 1/2024
- Copyrightjahr
- 2024
- ISBN-Print
- 978-3-96605-140-8
- ISBN-Online
- 978-3-96605-250-4
- Verlag
- Psychiatrie Verlag, Köln
- Reihe
- Zur Sache: Psychiatrie
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 186
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Inhalt
- Psychiatrischer Zwang: ein Definitionsversuch
- Das Ausmaß der Zwangsmaßnahmen
- Die Begrifflichkeiten
- Der Plan des Buchs
- Menschenrechte und das soziale Modell der Behinderung
- Die Kontroverse um die Anwendung von Zwangsmaßnahmen in der Sozialpsychiatrie
- Die Kontroverse um die Sterbehilfe von Menschen mit psychosozialen Problemen
- Schlussfolgerung: das Entscheidungsdilemma der Sozialpsychiatrie
- Zwang in der psychiatrischen Versorgung: die institutionszentrierte Phase
- Von der institutionszentrierten zur personenzentrierten Phase
- Die Legitimation von Zwang in der personenzentrierten Phase
- Schlussfolgerung: Die Legitimation von Zwang in der Psychiatrie – das klinisch-ethisch-juristische Patt
- Bedingung 1: Erfolgt der Zwang zum Wohle der betroffenen Person?
- Bedingung 2: Wird die am wenigsten einschränkende Maßnahme gewählt und nur als letztes Mittel ergriffen?
- Bedingung 3: Sind psychiatrische Therapien wirksam?
- Bedingung 4: Kann die Autonomie der betroffenen Personen wiedergestellt werden?
- Schlussfolgerung: ethische Annahmen und empirische Daten
- Gibt es überhaupt eine menschliche Psyche?
- Haben psychische Störungen zugenommen?
- Kann zwischen psychisch krank und gesund unterschieden werden?
- Kann zwischen verschiedenen psychischen Störungen unterschieden werden?
- Schlussfolgerung: Menschenrechte und das reale Konstrukt der psychischen Störung
- Von der Neurodiversität zur neurokognitiven Diversität
- Von der neurokognitiven Diversität zur Soziodiversität
- Von der Krankheit zum Spektrum
- Vom psychischen Phänomen zum psychosozialen Problem
- Schlussfolgerung: Betroffene entscheiden
- Umgang mit Menschenrechten in der psychiatrischen Versorgung
- Welche Unterstützungsangebote bevorzugen Menschen mit psychosozialen Problemen?
- Von der geteilten zur unterstützten Entscheidungsfindung
- Schlussfolgerungen: Bausteine einer personengesteuerten Unterstützung
- Folgen einer Selbstdeklaration als krank oder nicht krank
- Folgen einer präferenzorientierten psychosozialen Unterstützung
- Schlussfolgerungen: Auf dem Weg zu einer psychosozialen Unterstützung ohne Zwang
- EpilogSeiten 147 - 150 Download Kapitel (PDF)
- DanksagungSeiten 151 - 151 Download Kapitel (PDF)
- LiteraturSeiten 152 - 184 Download Kapitel (PDF)





