Wochenkinder in der DDR
Gesellschaftliche Hintergründe und individuelle Lebensverläufe- Autor:innen:
- Reihe:
- Forum Psychosozial
- Verlag:
- 30.06.2023
Zusammenfassung
Wochenkrippen und Wochenheime stellten in der DDR eine spezielle Form der Fremdbetreuung von Kindern dar. In diesen Einrichtungen wurden Kinder in der Anfangsphase bereits ab der sechsten Lebenswoche, später ab einem Alter von einem Jahr bis zum Schuleintritt untergebracht. Hier blieben sie während der Woche rund um die Uhr. Nur an den Wochenenden kamen die Kinder nach Hause zu ihren Familien. Damit sollten vor allem die Mütter umfassend entlastet werden, um ein ungestörtes Studieren oder Arbeiten zu ermöglichen. Gemäß offizieller DDR-Politik standen dabei zwei große Ziele im Fokus: die gleichberechtigten Entwicklungsmöglichkeiten für Frauen und eine kollektive Erziehung der Kinder. Doch es waren vorrangig ökonomische Faktoren, die hinter dieser institutionalisierten Kinderbetreuung standen: Die Frauen wurden als Arbeitskräfte gebraucht. Heike Liebsch arbeitet das System der Wochenunterbringung in der DDR umfassend auf. Sie skizziert die gesellschaftlichen Rahmenbedingen und die historische Entwicklung der Wochenbetreuung ebenso wie die individuellen Auswirkungen auf die Menschen und Familiensysteme. Dabei geht Sie unter anderem den Fragen nach: Welche Folgen hatte die heimähnliche Unterbringung für die Wochenkinder? Was ist aus ihnen geworden? Es zeigt sich, dass Betroffene oftmals bis ins hohe Alter an psychischen und gesundheitlichen Spätfolgen leiden.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2023
- Erscheinungsdatum
- 30.06.2023
- ISBN-Print
- 978-3-8379-3259-1
- ISBN-Online
- 978-3-8379-6116-4
- Verlag
- Psychosozial-Verlag, Gießen
- Reihe
- Forum Psychosozial
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 295
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 8
- Vorwort Kein Zugriff Seiten 9 - 12
- 1 Einleitung Kein Zugriff Seiten 13 - 16
- 2.1 Differenzierung zwischen Wochen- und Heimunterbringung Kein Zugriff
- 2.2 Individuelle Bewertung der Unterbringung durch die Wochenkinder Kein Zugriff
- 2.3 Eigene Erinnerungen an die Zeit der Wochenunterbringung Kein Zugriff
- 3 Kein alleiniges DDR-Phänomen Kein Zugriff Seiten 35 - 40
- 4.1 Die Zugangsbedingungen Kein Zugriff
- 4.2 Der Betreuungsschlüssel Kein Zugriff
- 4.3 Bauliche Entwicklungen Kein Zugriff
- 4.4 Säuglingsschwestern und Erzieherinnen Kein Zugriff
- 4.5 Das Thema Wochenkinder in der DDR-Kunst Kein Zugriff
- 5.1 Ab 1945: Die Nachkriegszeit Kein Zugriff
- 5.2 Die Jahre zwischen 1950 und 1969: Vom kleinen ich zum großen WIR Kein Zugriff
- 5.3 Die 1970er Jahre: Zuwachs für das Nationaleinkommen Kein Zugriff
- 5.4 Die 1980er Jahre: So selbstverständlich, dass kaum noch jemand darüber redet Kein Zugriff
- 5.5 Zeitenwende nach 1989 Kein Zugriff
- 6.1 Normerfüllung Kein Zugriff
- 6.2 »Geh nicht fort. Ich habe Angst!« Kein Zugriff
- 6.3 Eingewöhnung Kein Zugriff
- 6.4 Tages- und Wochenpläne nach Maß Kein Zugriff
- 6.5 Pfeifen in der Dunkelheit Kein Zugriff
- 7.1 Entwicklungsverzögerungen Kein Zugriff
- 7.2 Gesundheitliche Probleme Kein Zugriff
- 8.1 Bindungstheorie Kein Zugriff
- 8.2 Bindungstheorie in der DDR Kein Zugriff
- 8.3 Bindungserfahrungen von Wochenkindern Kein Zugriff
- 8.4 Emotional verwaiste Eltern Kein Zugriff
- 9 Emotionale Deprivation Kein Zugriff Seiten 205 - 218
- 10.1 Traumatisierung und Transgenerationalität Kein Zugriff
- 10.2 Kumulative Traumatisierung Kein Zugriff
- 10.3 Sequentielle Traumatisierung und gesellschaftliche Dimension Kein Zugriff
- 10.4 Individuelle Bewältigungsstrategien Kein Zugriff
- 11 Resümee: Wochenkinder in der DDR Kein Zugriff Seiten 241 - 254
- 12.1 Zum Forschungsprojekt »Die Wochenkinder in der DDR« Kein Zugriff
- 12.2 Leitfrageninterviews von Ute Stary Kein Zugriff
- Abkürzungsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 271 - 272
- Literatur Kein Zugriff Seiten 273 - 295





