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Deutschland aus jüdischer Sicht

Eine andere Geschichte
Autor:innen:
Verlag:
 2022

Zusammenfassung

Juden in Deutschland haben Revolutionen und Kriege, nationale und demokratische Bewegungen, Reichsgründung und Wiedervereinigung oft anders erlebt als ihre nichtjüdischen Zeitgenossen. Die israelische Historikerin Shulamit Volkov erzählt die deutsche Geschichte erstmals konsequent aus jüdischer Sicht. Zu hören sind die Stimmen von bekannten Schriftstellern wie Heinrich Heine und Stefan Zweig, aber auch von unbekannten Beobachtern des deutschen Weges in Nationalstaat, Demokratie und Diktatur, Kriegs- und Nachkriegszeiten. Ein faszinierender Durchgang durch eine «andere» Geschichte, der uns auch die Gegenwart mit anderen Augen sehen lässt.

Shulamit Volkov verwebt meisterhaft verschiedene jüdische Perspektiven auf Revolutionen und Kriege, politische Bewegungen und Ideologien, soziale und wirtschaftliche Verhältnisse zu einem neuen Bild von der deutschen Geschichte. Sie lässt uns die Aufklärung mit den Augen Moses Mendelssohns sehen, den Wiener Kongress aus der Perspektive jüdischer Delegationen und die Revolution von 1848 aus Sicht der Opfer antijüdischer Ausschreitungen. Die Familien Liebermann und Rathenau haben Kaiserzeit, Ersten Weltkrieg und den Beginn der Weimarer Zeit anders erlebt als nichtjüdische Deutsche. Bertha Pappenheim, Käte Frankenthal und Hannah Arendt geben der Zwischenkriegszeit eigene Konturen. Besonderes Augenmerk gilt dem Holocaust, dem Zweiten Weltkrieg und den Jahrzehnten danach, in denen Fritz Bauer oder Ignatz Bubis kritisch auf die Zeit von Wirtschaftswunder und deutscher Einheit blickten. In ihrem konzisen Buch führt Shulamit Volkov die deutsche und die deutsch-jüdische Geschichte so zusammen, dass sie am Ende untrennbar erscheinen.


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Bibliographische Angaben

Auflage
1/2022
Copyrightjahr
2022
ISBN-Print
978-3-406-78171-1
ISBN-Online
978-3-406-78173-5
Verlag
C.H.BECK Literatur - Sachbuch - Wissenschaft, München
Sprache
Deutsch
Seiten
337
Produkttyp
Monographie

Inhaltsverzeichnis

KapitelSeiten
  1. Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 2 - 6
  2. Einleitung: Ein jüdischer Blick – Plural und Singular Kein Zugriff Seiten 7 - 16
    1. 1. Aufklärung ohne Toleranz Kein Zugriff
    2. 2. Wohlwollende Autokratie Kein Zugriff
    3. 3. Die nur halb geöffnete Gesellschaft Kein Zugriff
    1. 4. Pogrome und Revolution Kein Zugriff
    2. 5. Multiple, verwobene Modernen Kein Zugriff
    3. 6. Einheit als Bruch Kein Zugriff
    1. 7. Errungenschaften und Selbstzufriedenheit Kein Zugriff
    2. 8. Im Krieg vereint und getrennt Kein Zugriff
    3. 9. Hoffnungen – erfüllt und zerstört Kein Zugriff
    1. 10. Der Abgrund Kein Zugriff
    2. 11. Opfer, Zeugen, Kläger Kein Zugriff
    3. 12. Fremd und daheim zugleich Kein Zugriff
  3. Epilog: Berlin ist nicht Weimar Kein Zugriff Seiten 299 - 306
    1. Dank Kein Zugriff
    2. Anmerkungen Kein Zugriff
    3. Personenregister Kein Zugriff
  4. Zum Buch Kein Zugriff Seiten 337 - 337

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