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Monographie Kein Zugriff

Schuld-Abwehr

Psychoanalytische und kulturwissenschaftliche Studien zum Antisemitismus
Autor:innen:
Verlag:
 2019

Zusammenfassung

Wolfgang Hegener vermittelt einen umfassenden Einblick in das psychoanalytische Verständnis der vier Grundformen des abendländischen Antisemitismus: den christlichen Antijudaismus, den rassistischen, den sekundären sowie den islamistischen Antisemitismus. Es wird gezeigt, dass weder die vorchristliche Antike noch nicht-christliche Religionen wie der klassische Islam einen strikten Antisemitismus kannten. Er entstand in der Tradition des Christentums, sein zentrales Motiv liegt in der aggressiven und projektiven Schuldabwehr, seine Urszene in der Behauptung, »die Juden« seien Gottesmörder. Der Autor stellt dar, dass dieser Schuldvorwurf zwar historisch variiert wird, aber in seiner Grundstruktur erhalten bleibt. Des Weiteren untersucht er kritisch die Frage, ob nationalsozialistische Täter tatsächlich »ganz normale Männer« ohne jedes antisemitische Motiv waren. Er widmet sich außerdem der Entwicklung der psychoanalytischen Theoriebildung über den Antisemitismus in Westdeutschland anhand einer Analyse des Klassikers der Vergangenheitsbewältigung Die Unfähigkeit zu trauern von Margarete und Alexander Mitscherlich.


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Bibliographische Angaben

Copyrightjahr
2019
ISBN-Print
978-3-8379-2854-9
ISBN-Online
978-3-8379-7480-5
Verlag
Psychosozial-Verlag, Gießen
Reihe
Bibliothek der Psychoanalyse
Sprache
Deutsch
Seiten
295
Produkttyp
Monographie

Inhaltsverzeichnis

KapitelSeiten
  1. Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 10
  2. Einleitung Kein Zugriff Seiten 11 - 20
  3. Kapitel 1 - Tertium non datur! Der Jude als dritte Figur Kein Zugriff Seiten 21 - 46
    1. I Einleitung: Begrifflich-definitorische Vorklärungen Kein Zugriff
        1. II.1.1 Einleitende Überlegungen: Von Kreuzzügen und Schuldvorwürfen Kein Zugriff
        2. II.1.2 Antijudaismus im Neuen Testament Kein Zugriff
        3. II.1.3 Gottesmord: Zur Urszene des abendländischen Antisemitismus Kein Zugriff
        4. II.1.4 Martin Luthers Antisemitismus und die Unfähigkeit zu trauern Kein Zugriff
        5. II.1.5 Zwei kurze Schlaglichter: Eine Petition an den Obersten Gerichtshof in Israel aus dem Jahr 1948 und Karl Barth Kein Zugriff
        1. II.2.1 Der Spezialfall des Rassenantisemitismus im 19. Jahrhundert Kein Zugriff
        2. II.2.3 Von der Taufe, der ersten Rassengesetzgebung, den Conversos und den Marranen Kein Zugriff
        3. II.2.4 Blut, Transsubstantiation und Hostienfrevel Kein Zugriff
        1. II.3.1 Sekundärer Antisemitismus als Schuld-Abwehr-Antisemtismus Kein Zugriff
        2. II.3.2 Kommunikationslatenz Kein Zugriff
        3. II.3.3 Die Entwicklung des westdeutschen Antisemitismus von 1945 bis 1989 Kein Zugriff
        4. II.3.4 Die allmähliche Aufkündigung eines Grundkonsenses Kein Zugriff
        1. II.4.1 Von der Differenz zwischen jüdischem und islamistischem Antizionismus Kein Zugriff
        2. II.4.2 Der Export der nationalsozialistischen Ideologie in den Nahen Osten Kein Zugriff
        3. II.4.3 Der Islam und der Antisemitismus Kein Zugriff
        4. II.4.4 Der islamistische Antisemitismus Kein Zugriff
    1. I Theoretische Rahmung: Destruktiver Narzissmus und der Beitrag Herbert Rosenfeld zum Verständnis nationalsozialistischer Täter Kein Zugriff
    2. II Hannah Arendt: Eichmann als Ikone moderner totaler Herrschaft Kein Zugriff
      1. III.1 »Eichmann vor Jerusalem« (Stangneth) – Teil 1: Der Judenmord Kein Zugriff
      2. III.2 »Eichmann vor Jerusalem« (Stangneth) – Teil 2: Eichmann im Spiegel seiner Selbstdarstellungen Kein Zugriff
      1. IV.1 Stanley Milgrams »Eichmann-Experiment« und Zygmunt Baumans Neutralisierung der Shoah Kein Zugriff
      2. IV.2 Welzer und das Paradigma der Normalität nationalsozialistischer Täter Kein Zugriff
      3. IV.3 Der Versuch einer Dissoziation von Krieg und Shoah (Welzer & Neitzel) Kein Zugriff
    3. V Wider die These von der Normalität der Täter und die Dissoziation von Nationalsozialismus und Antisemitismus Kein Zugriff
    1. I Psychoanalytische Vergangenheitsbewältigung Kein Zugriff
    2. II Der Antisemitismus: Eine »Vorurteilskrankheit«? Kein Zugriff
    3. III Das DGPT-Symposium zum Antisemitismus Kein Zugriff
    4. IV Simmel, Grunberger, Mitscherlich – Ein Vergleich ihrer Antisemitismusanalysen Kein Zugriff
    5. V Das Benennungstabu Kein Zugriff
    6. VI Individuelle Schuldverstrickung: Aspekte der Biografie Alexander Mitscherlichs Kein Zugriff
    7. VII Kollektive Schuldverstrickung: Zur Nachkriegsgeschichte der westdeutschen Psychoanalyse Kein Zugriff
    8. VIII Zur Abwehr der Destruktivität oder warum die kleinianische Psychoanalyse erst ab den 1980er Jahren breiter rezipiert werden konnte Kein Zugriff
  4. Literatur Kein Zugriff Seiten 273 - 290
  5. Danksagung Kein Zugriff Seiten 291 - 295

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