
Gemein und ungleich
Ländliches Gemeingut und ständische Gesellschaft in einem frühneuzeitlichen Markenverband. – Die Essener Mark bei Osnabrück- Autor:innen:
- Verlag:
- 2020
Zusammenfassung
Die erste Gesellschaftsgeschichte der Essener Mark bei Osnabrück von der Reformation bis in den Vormärz. Für die Geschichte der ländlichen Gesellschaft Nordwestdeutschlands spielten die gemeinen Marken über Jahrhunderte hinweg eine prägende Rolle. Dabei handelte es sich um ländliche Gemeingüter, in denen die Aneignung natürlicher Ressourcen von sozialen Kollektiven organisiert wurde. In den Osnabrücker Marken wirkten Akteure aus Landesherrschaft, Grundherrschaft und Bauernschaft an der gemeinschaftlichen Verwaltung und Nutzung von Wald, Weide und Heide mit. Die Fallstudie zur Essener Mark untersucht anhand archivalischer Quellen den kollektiven Umgang dieser ungleichen Akteure mit land- und waldwirtschaftlichen Ressourcen.Jonas Hübner liefert damit erstmals eine Gesamtdarstellung ländlicher Gemeingüterverwaltung und -nutzung in einem frühneuzeitlichen Markenverband vom späten 16. bis ins frühe 19. Jahrhundert. Gegenstand der Analyse sind die Kooperationen und Konflikte im Spannungsfeld von Landesherrschaft, Gutsherren und bäuerlicher Selbstverwaltung. Dabei geht es auch um die Positionierung der ständischen Akteure im Prozess der Agrarreformen, die schließlich zur Auflösung der gemeinen Marken führten.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2020
- ISBN-Print
- 978-3-8353-3681-0
- ISBN-Online
- 978-3-8353-4496-9
- Verlag
- Wallstein, Göttingen
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 402
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 8
- 1.1 Forschungs(gegen)stand: Zur Geschichte der Gemeingüterverwaltung und -nutzung in den Markgenossenschaften Nordwesteuropas Kein Zugriff
- 1.2 Analytischer Bezugsrahmen: Ländliche Vergesellschaftung und Ressourcenallokation. Zur Struktur und Praxis sozialer Beziehungen unter Ungleichen in einem frühneuzeitlichen Markenverband Kein Zugriff
- 1.3.1 Der Naturraum der Mark (Ressourcensystem): Bevölkerung, Besiedlung und Bewirtschaftung einer Kulturlandschaft Kein Zugriff
- 1.3.2 Der Machtraum der Mark (Ressourcenregime): Landesherrschaft, Grundherrschaft und Bauerschaft Kein Zugriff
- 2.1 Die Mark erhalten (1): Das erste und letzte Projekt einer eigenen Holzordnung von 1620 Kein Zugriff
- 2.2 Gebieten und verbieten, zustimmen und widersprechen: Mark-Macht und Mark-Recht Kein Zugriff
- 2.3 Zeichnen, hauen, wegfahren: Die ›Mahlexe‹ und der (freie) Holzhieb der Herrschaft Kein Zugriff
- 2.4 Pfänden, strafen, unterschlagen: Grauzonen und Dunkelziffern der Sanktionierung Kein Zugriff
- 2.5 Errichten, abreißen, niederbrennen: ›Zuschläge‹ und ›Zaunrichtungen‹ Kein Zugriff
- 2.6 Sitzen, abstimmen, unterschreiben: Die Hierarchie der Herrschaft am Holzgericht Kein Zugriff
- 2.7 Die Mark erhalten (2): Gut gemeinte Vorschläge zum gemeinen Besten? Kein Zugriff
- 2.8 Zwischenfazit Kein Zugriff
- 3.1 Die Mark teilen (1): Der Teilungsrezess von 1773 als verspätete ›Verfassung‹ Kein Zugriff
- 3.2 Privatisierung verlangen: Die Essener Weisungsgenossen für die Aufhebung der Gemeinschaft Kein Zugriff
- 3.3 Der Mark dienen: ›Unterholzgraf‹ und ›Mahlleute‹ als Aufsicht ohne Alternative? Kein Zugriff
- 3.4 Privatisierung verhindern: Die Bohmter Weisungsgenossen gegen die Einhegung der Gehölze Kein Zugriff
- 3.5 Die Mark teilen (2): Der Teilungsrezess von 1833 als endgültige ›Abwicklung‹ Kein Zugriff
- 3.6 Zwischenfazit Kein Zugriff
- 4.1.1 Die Essener Mark und die Lübbecker Mark im 16. und 17. Jahrhundert Kein Zugriff
- 4.1.2 Die Essener Mark und die Oldendorfer Mark im 18. und 19. Jahrhundert Kein Zugriff
- 4.2 Fazit: Soziale Beziehungen und soziale Ungleichheit in der ländlichen Gesellschaft Kein Zugriff
- 5.1 Archivalische Quellen Kein Zugriff
- 5.2 Gedruckte Quellen Kein Zugriff
- 5.3 Literatur Kein Zugriff
- Abbildungsnachweis Kein Zugriff Seiten 383 - 384
- Dank Kein Zugriff Seiten 385 - 386
- Anhang Kein Zugriff Seiten 387 - 402




