
Odin
Der dunkle Gott und seine Geschichte- Autor:innen:
- Verlag:
- 2024
Zusammenfassung
Als Kriegs- und Totengott, Herr der Berserker oder oberste Gottheit der Germanen spielt Odin bis heute eine große Rolle in völkischen, rechtsextremen und neopaganen Diskursen. Doch wie ist es dazu gekommen? Welche Faktoren trugen zur Erzeugung des Odin-Bildes bei, das bis heute präsent ist? Und wie sah die Odin-Verehrung im heidnischen Norden wirklich aus? Klaus Böldl bietet zum ersten Mal einen fundierten religionsgeschichtlichen Überblick sowohl über die Quellenlage als auch über die lange Rezeptionsgeschichte des „dunklen“ Gottes vom Mittelalter bis heute. In den Zeugnissen aus der Wikingerzeit lässt sich Odin noch nicht in allen Details erfassen, eine deutlichere Gestalt nimmt der Gott erst in der isländischen Saga-Literatur des Mittelalters an. Gerade in den Liedern der «Edda» finden sich einige der bekanntesten Odin-Mythen literarisch ausgestaltet – Skaldenmet, Götterdämmerung, seine beiden Raben oder seine Einäugigkeit. Seit dem späten 18. Jahrhundert wurde Odin dann in Abgrenzung zum romanischen Kulturkreis und zum Christentum immer stärker zum Nationalgott der Deutschen stilisiert, die Spur führt hier von Jacob Grimm über Wagners «Der Ring des Nibelungen» bis zu C. G. Jung. Vor allem durch die weite historische Perspektive entlarvt Klaus Böldl diese Instrumentalisierung des Gottes als identitätspolitische Konstruktion, die jedoch bis heute in der Heavy-Metal-Szene, bei Wikinger- und Mittelalterbegeisterten, bei Esoterikern und Neuheiden sowie in rechten und rechtsextremen Milieus gepflegt wird.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2024
- ISBN-Print
- 978-3-406-82168-4
- ISBN-Online
- 978-3-406-82170-7
- Verlag
- C.H.BECK Literatur - Sachbuch - Wissenschaft, München
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 319
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 2 - 8
- Einleitung Kein Zugriff Seiten 9 - 20
- Mercurius und Wodan Kein Zugriff
- Reichtum und Macht: Wodans Wurzeln im Norden Kein Zugriff
- Goldmedaillons als Medien einer völkerwanderungszeitlichen Wodanreligion? Kein Zugriff
- Wodan als Heiler: Der zweite Merseburger Zauberspruch Kein Zugriff
- Odin als Gott der Schrift: Das Zeugnis der Runen Kein Zugriff
- Wodan in legendenhaften Ursprungsgeschichten Kein Zugriff
- Odin auf der Landkarte: sakrale Ortsnamen Kein Zugriff
- Wodan id est furor? Wodan-Odins Name Kein Zugriff
- Walhall: Halle oder Berg der Toten? Kein Zugriff
- Ein christlicher König zieht in Walhall ein Kein Zugriff
- Walhall und die Kriegeraristokratie Kein Zugriff
- Snorri Sturluson und seine Edda Kein Zugriff
- Eddische und skaldische Poesie Kein Zugriff
- Der Mythos vom Skaldenmet Kein Zugriff
- Egill Skallagrímssons Gedicht Sonatorrek: eine Abrechnung mit Odin? Kein Zugriff
- Preislieddichter im Übergang von Heidentum und Christentum Kein Zugriff
- Wie Odin weise wurde Kein Zugriff
- Odins Rolle im kosmischen Geschehen Kein Zugriff
- Odin – ein Fruchtbarkeitsgott? Kein Zugriff
- Odins Familie Kein Zugriff
- Exkurs: Ikonographische Zeugnisse der Odinverehrung Kein Zugriff
- Odin wandert nach Schweden ein Kein Zugriff
- Odin – Herr der Berserker? Kein Zugriff
- War Odin ein Schamane? Kein Zugriff
- Odin als Wanderer unter den Menschen Kein Zugriff
- Odin begegnet dem Christentum Kein Zugriff
- Odin als historische Gestalt Kein Zugriff
- Odin im Mittelalter – nur mehr eine literarische Gestalt? Kein Zugriff
- Odin in der Folklore Kein Zugriff
- Odinbilder der Neuzeit – Einführendes Kein Zugriff
- Germanenbegeisterung zwischen Humanismus und Aufklärung Kein Zugriff
- Von Goten und Griechen: Barocke Vorzeitphantasien in Schweden Kein Zugriff
- Odin und Odysseus: eine norwegische Vorzeitphantasie Kein Zugriff
- Germanische Religion und protestantische Rechtgläubigkeit Kein Zugriff
- Odin hält Einzug in die Geschichtsschreibung Kein Zugriff
- Odin und Buddha Kein Zugriff
- Odin als literarische Gestalt Kein Zugriff
- Odin in der bildenden Kunst seit dem späten 18. Jahrhundert Kein Zugriff
- Odin als «Gott der Deutschen»: Von Jacob Grimm bis Felix Dahn Kein Zugriff
- Odin und die Psyche der Germanen: C. G. Jung und seine Nachfolger Kein Zugriff
- Odin auf der Musikbühne des 19. Jahrhunderts Kein Zugriff
- Die völkische Bewegung und ihr Wodanbild Kein Zugriff
- Bernhard Kummer und Otto Höfler: Zwei konkurrierende Odinentwürfe im «Dritten Reich» Kein Zugriff
- «Heidenlärm»: Odin in der Metal-Musik Kein Zugriff
- Nachbemerkung Kein Zugriff Seiten 273 - 276
- Anmerkungen Kein Zugriff
- Überblick über die wichtigsten literarischen Odinzeugnisse des Mittelalters Kein Zugriff
- Literaturverzeichnis Kein Zugriff
- Bildnachweis Kein Zugriff
- Namen- und Ortsregister Kein Zugriff
- Karte Kein Zugriff Seiten 316 - 317
- Zum Buch Kein Zugriff Seiten 318 - 318
- Vita Kein Zugriff Seiten 319 - 319




