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Katharina von Alexandrien

Die Kreuzritter und ihre Heilige
Autor:innen:
Verlag:
 2009

Zusammenfassung

Katharina von Alexandrien († angeblich 306) war eine Großmärtyrerin der byzantinischen Kirche. Zur Zeit der Kreuzzüge im 12. und 13. Jahrhundert wurde sie von den europäischen Rittern als überweltliche Schlachtenhelferin verehrt. Die Parallelität ist unübersehbar: Wie einst die Märtyrer und Märtyrerinnen des frühen Christentums, so sollten auch die Ritter den Gedanken ins Auge fassen, im Glaubenskampf zu sterben. Da die Kirche ganz besonders den Märtyrern des Glaubens die Macht zusprach, die Ritter zu bewahren und sie im Kampf gegen die Heiden zu unterstützen, erflehten diese ihren Beistand durch Fürbitten zu Gott. Katharinas herausragende Stellung im Kosmos der Heiligen erkannten die Menschen des Mittelalters an ihrer Legende. Darin wird berichtet, dass himmlische Mächte eingriffen und die schöne Jungfrau vor der grausamen Folter der Räderung retteten. Diese Mächte bewirkten zudem, dass das mit Messern gespickten Folterrad zersprang und mit seinen Trümmern Tausende Schergen und Zuschauer des Spektakels erschlug. Die zum Tode verurteilte Katharina wurde anschließend mit dem Schwert enthauptet. Rad und Schwert sind daher ihre Erkennungsmerkmale: Die Gläubigen deuteten diese Attribute als Symbole für ihre Stärke. Bürger und Bauern ahmten die Ritter nach: Katharina wurde nach 1200 zu einer der größten Volksheiligen der West- und Ostkirche. Wohl keiner anderen Heiligen trug man so viele Zuständigkeiten an wie ihr. Unzählige Kirchen, Klöster und Hospitäler in Europa erhielten den Weihetitel 'St.Katharinen'. Ihr ursprüngliches Ritterpatronat geriet darüber in Vergessenheit. Dieses Buch will daran erinnern. Als Einstieg dient das Wappen der Ritter von Wedel, das ein Katharinenrad darstellt. Bis heute ist Katharina weltweit einer der häufigsten weiblichen Vornamen in der Christenheit.

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Bibliographische Angaben

Auflage
1/2009
Copyrightjahr
2009
ISBN-Print
978-3-86732-086-3
ISBN-Online
978-3-86732-968-2
Verlag
Lukas Verlag, Berlin
Sprache
Deutsch
Seiten
217
Produkttyp
Monographie

Inhaltsverzeichnis

KapitelSeiten
    1. Inhalt Kein Zugriff
    2. Vorwort Kein Zugriff
    3. Dank Kein Zugriff
  1. »Streite mit mir, Katharina!«: Die heilige Katharina von Alexandrien – Ritterpatronin und Universalheilige Kein Zugriff Seiten 13 - 15
  2. Warum ein Heiligenemblem als Wappenbild? Kein Zugriff Seiten 16 - 21
  3. Das Ideal: der christliche Ritter (miles christianus) Kein Zugriff Seiten 22 - 34
  4. Die ritterbürtige Familie von Wedel in Stormarn (Schleswig-Holstein), Pommern und der Mark Brandenburg Kein Zugriff Seiten 35 - 42
  5. Die Ritter von Wedel und die Grafen von Holstein-Schauenburg Kein Zugriff Seiten 43 - 51
  6. Urkunden und Ortswappen aus Brandenburg/Pommern erweisen: Das Wedelsche Wappen ist ein Katharinenrad Kein Zugriff Seiten 52 - 59
  7. Katharina, Hausheilige der Grafen von Holstein-Schauenburg Kein Zugriff Seiten 60 - 68
  8. Graf Adolf IV. von Holstein-Schauenburg und seine Kirchenund Klosterfundationen Kein Zugriff Seiten 69 - 71
  9. Ein Bekenntnis in einem gleichgestimmten Umfeld: die Ritter von Cramon und die Grafen von Schwerin Kein Zugriff Seiten 72 - 74
  10. Zur Entwicklung des Wappens: vom Feldzeichen zum Standessymbol Kein Zugriff Seiten 75 - 79
  11. Zur Entwicklung des Wappens von Wedel Kein Zugriff Seiten 80 - 86
  12. Die Legende der hl. Katharina von Alexandrien Kein Zugriff Seiten 87 - 94
  13. Rad und Schwert: den Rittern zur Rechtfertigung und Ermutigung Kein Zugriff Seiten 95 - 125
  14. Ordens- und Adelspatronin Kein Zugriff Seiten 126 - 134
  15. Universalheilige Kein Zugriff Seiten 135 - 140
  16. Die Rolle des Sinaiklosters Kein Zugriff Seiten 141 - 153
  17. Rouen, bedeutendster europäischer Wallfahrtsort der heiligen Katharina im Mittelalter Kein Zugriff Seiten 154 - 157
  18. Die Adelsreise zum Sinai im späten Mittelalter Kein Zugriff Seiten 158 - 183
  19. Zur Forschungsgeschichte: ein Blick auf frühere Deutungsansätze zum Wappen der Ritter von Wedel Kein Zugriff Seiten 184 - 188
    1. Die Anfänge des Katharinenkults in Schleswig-Holstein Kein Zugriff
    2. Die Sage »St. Katharinens Handschuh« von Ludwig Bechstein Kein Zugriff
    3. Eine Reliquientranslation im Jahre 1378 in das Ordensschloss Brandenburg (Ostpreußen) Kein Zugriff
    4. Ritterpatronat und Brauchtum: die »Hilligfahrt St. Catherinen«in Ascheberg, Kr. Lüdinghausen (Nordrhein-Westfalen) Kein Zugriff
    5. Das Katharinen-Fest im Internat Ste. Catherine in Moskau im Jahr 1914 Kein Zugriff
  20. Literaturverzeichnis Kein Zugriff Seiten 200 - 214
  21. Die Autorin Kein Zugriff Seiten 215 - 216

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