
Die Druiden
- Autor:innen:
- Reihe:
- C.H.Beck Wissen
- Verlag:
- 2009
Zusammenfassung
Nichts ist den Druiden – so nennen sie ihre Magier – heiliger als die Mistel und der Baum, auf dem sie wächst, wofern es nur eine Eiche ist. Schon deshalb wählen sie Eichenhaine und vollziehen kein Opfer ohne Eichenlaub, so dass sie vielleicht deswegen in griechischer Deutung «Druiden» [von griechisch drys/Eiche] zu heißen scheinen. Sie meinen wahrhaftig, dass alles, was auf jenen Bäumen wächst, vom Himmel gesandt und ein Kennzeichen des von der Gottheit selbst erwählten Baumes sei. (…) Sie bezeichnen die Mistel mit einem Wort ihrer Sprache als «Allheiler». Nachdem man das Opfer und das Festmahl unter dem Baum feierlich vorbereitet hat, führen sie zwei Stiere von weißer Farbe herbei, deren Hörner dann zum ersten Mal bekränzt werden dürfen. Ein Priester in weißem Gewand steigt auf den Baum und schneidet die Mistel mit einer goldenen Sichel ab.
Diese Nachricht, die der römische Naturforscher Plinius der Ältere 77 n. Chr. aufgeschrieben hat, sollte sich besonders nachhaltig auf die Vorstellung späterer Generationen von Kelten, Misteln und Druiden auswirken, wie zumindest jeder Asterix-Leser wird bestätigen können. Doch wie mächtig und bedeutend die Druiden in ihren keltischen Stammesgemeinschaften tatsächlich waren, davon macht man sich kaum einen Begriff. Bernhard Maier bietet in diesem Buch einen ebenso informativen wie spannenden Überblick über die Druiden als Philosophen, Richter und Priester in der Antike sowie über ihr Fortleben in Geschichte und Mythos vom Mittelalter bis zur Gegenwart.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2009
- ISBN-Print
- 978-3-406-56266-2
- ISBN-Online
- 978-3-406-63329-4
- Verlag
- C.H.BECK Literatur - Sachbuch - Wissenschaft, München
- Reihe
- C.H.Beck Wissen
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 129
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 6
- Vorwort Kein Zugriff Seiten 7 - 11
- 1 «Der Tod ist die Mitte eines langen Lebens»: Welt- und Menschenbild Kein Zugriff Seiten 11 - 23
- 2 «Am meisten verehren sie Merkur»: Götter und Göttinnen Kein Zugriff Seiten 23 - 35
- 3 «… und schneidet die Mistel mit einer goldenen Sichel»: Riten und Kulte Kein Zugriff Seiten 35 - 49
- 4 «Jeder Baum ist dort mit Blut besprengt»: Opferplätze und Heiligtümer Kein Zugriff Seiten 49 - 59
- 5 «Die Könige sind ihre Diener»: Politik, Recht und Gesellschaft Kein Zugriff Seiten 59 - 72
- 6 Kontinuität oder Rückspiegelung? Druiden im mittelalterlichen Irland Kein Zugriff Seiten 72 - 85
- 7 Jenseits der Antike und der Bibel: Druiden im Humanismus Kein Zugriff Seiten 85 - 95
- 8 Die Steine und die Sterne: Druiden im Zeitalter der Aufklärung Kein Zugriff Seiten 95 - 103
- 9 Nationalismus und Mystizismus: Druiden in der Romantik Kein Zugriff Seiten 103 - 109
- 10 Zwischen Wissenschaft und Zivilisationskritik: Druiden heute Kein Zugriff Seiten 109 - 119
- Schlussbetrachtung Kein Zugriff Seiten 119 - 122
- Literatur Kein Zugriff Seiten 122 - 124
- Register Kein Zugriff Seiten 124 - 127
- Bildnachweis Kein Zugriff Seiten 127 - 128
- Karten Kein Zugriff Seiten 128 - 129




