Die seit 2004 vom Institut für Sozialforschung herausgegebene „WestEnd. Neue Zeitschrift für Sozialforschung“ richtet sich an ein breiteres intellektuelles Lesepublikum. An ihre berühmte Vorgängerin, die Zeitschrift für Sozialforschung (1932–1941), schließt sie insofern an, als sie sowohl den Gedanken der Interdisziplinarität als auch den Anspruch einer kritischen Gesellschaftstheorie fortführt. Zur Veröffentlichung kommen Aufsätze und Essays aus unterschiedlichen Disziplinen (u.a. Soziologie, Philosophie, politische Theorie, Ästhetik, Geschichte, Entwicklungspsychologie, Rechtswissenschaft und politische Ökonomie), die in ihrer Gesamtheit zu einer umfassenden Analyse der aktuellen gesellschaftlichen Lage beitragen und Perspektiven emanzipatorischer Umgestaltung aufweisen. Neben den Rubriken „Studien“ und „Eingriffe“ behandelt jedes Heft ein Schwerpunktthema. Sie richtet sich an eine breite Leserschaft aus Lehre und Forschung, Politik und Verwaltung, Publizistik und Medien. Im Zeichen eines methodologischen, disziplinären und politischen Pluralismus schlägt sie Brücken zwischen Theorie, Empirie und politischer Praxis. Homepage: www.westend.nomos.de
Linke Theorie und Praxis leidet unter einem Mangel an durchdachten Alternativen zum kapitalistischen Schema des Wirtschaftens. Dazu gehört auch, dass nicht gefragt wird: Welche Eigenschaften müssen konstruktive Vorschläge radikaler...
Monika Rinck befasst sich anfangs mit der Klage-Routine rund um die Gattung Lyrik, um sich dann einigen Gegenbeispielen sowie der Lage des Literaturbetriebs insgesamt zuzuwenden. Unverkäuflichkeit sei noch kein Garant für künstlerische Qualität...
Die Gruppe stellt für Streitkräfte mehr als eine strukturelle Organisationsgröße dar. Sie ist sozialer Bezugspunkt, Bedingung soldatischen Handelns und erfährt als Kameradschaft in der »kleinen Kampfgemeinschaft« eine mystifizierende...
Onlinepornografie ist ein allgegenwärtiger Teil der Onlinekultur, obwohl ihre leichte und reichliche Verfügbarkeit weiterhin soziale Bedenken und Kampagnen zu ihrer Eindämmung schürt. Dieser Artikel konzentriert sich auf die jüngste Kampagne...
In Auseinandersetzung mit der feministischen Gangbang-Filmreihe Ask Me Bang stellt der Beitrag eine ausschnitthafte Geschichte zeitgenössischer Pornografie zur Diskussion, die er als das ständige Ringen um die Erhaltung der Sittlichkeit der Frau*...
Im Beitrag von MYSTI, einem in Berlin ansässigen Dichter, ist es die Obszönität der Pornografie, die unmissverständlich in den Vordergrund gerückt wird. Aber hier wird keine kritische Unsittlichkeit aus dem Pornografischen geborgen, keine...
Jennifer Doyle, die Autorin von unter anderem Sex Objects (2006) und Campus Sex/Campus Security (2015), und Jennifer C. Nash, die Autorin von unter anderem The Black Body in Ecstasy (2014), blicken in ihrem Gespräch zurück auf die akademischen...
Es handelt sich um eine Zitatcollage aus den Werken Peter Gorsens zu Funktion und Vermögen der Pornografie in der bürgerlichen Gesellschaft und Ästhetik, zusammengestellt und eingeleitet von Kerstin Stakemeier.
Raymond Geuss steht innerhalb der anglophonen Philosophie für die Verteidigung einer Form radikaler sozialer Kritik im Dialog mit der Geschichte der europäischen Sozialphilosophie. Seine Hauptziele bildeten dabei der politische Liberalismus und...
In den Sekundärliteraturen über Carl Schmitt und über die Frankfurter Schule wird Otto Kirchheimer häufig als Vorläufer des Links-Schmittianismus dargestellt. Oft findet sich diese Darstellung noch um den Hinweis auf ein Wiederaufleben ihrer...