Der entmachtete Leviathan
Löst sich der souveräne Staat auf?- Herausgeber:innen:
- Verlag:
- 2012
Zusammenfassung
Wenn auch derzeit (noch) kein Ende des Staates abzusehen ist, so ist doch ein tiefgreifender Strukturwandel von Staatlichkeit zu konstatieren. Die politische Regimeform der modernen Gesellschaft hat sich in den vergangenen Jahrzehnten in ihrer Institutionengestalt, ihren Herrschaftsfunktionen und normativen Dimensionen grundlegend verändert. Die globalen gesellschaftlichen Entwicklungen der vergangenen Jahrzehnte leiteten einen Prozess der graduellen Schwächung und Transformation des nationalstaatlichen Vergesellschaftungsmodells ein. Erbe und Zukunft des europäischen Nationalstaates lassen sich aber nur angemessen bestimmen, wenn seine Einbettung in dem jeweiligen historischen und gesellschaftlichen Kontext systematisch berücksichtigt wird. Der Staat darf deshalb nicht isoliert betrachtet werden; es bedarf verstärkt interdisziplinärer Zugänge. Die in diesem Band versammelten Beiträge ausgewiesener Fachvertreter der Politikwissenschaft, Soziologie, Rechtswissenschaft, Wirtschaftswissenschaft und Kommunikationswissenschaften thematisieren aus ihrer jeweiligen Fachperspektive zentrale Transformationsdimensionen des politischen Systems: des Rechts und der Souveränität, der Verwaltung und der Wohlfahrtsstaatlichkeit, der Wirtschaftssteuerung und der Europäisierung, der Rolle des Internets und der digitalen Informationspolitiken. Insgesamt ergibt sich ein problemorientiertes, fundiertes und facettenreiches Panorama der Staatsproblematik angesichts der aktuellen Herausforderungen im Zusammenhang von Globalisierungs- und Europäisierungsprozessen.
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Bibliographische Angaben
- Auflage
- 1/2012
- Copyrightjahr
- 2012
- ISBN-Print
- 978-3-8329-7985-0
- ISBN-Online
- 978-3-8452-4427-3
- Verlag
- Nomos, Baden-Baden
- Reihe
- Sonderbände Zeitschrift für Politik
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 342
- Produkttyp
- Sammelband
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 2 - 6
- Einleitung: Zur Interdependenz des Strukturwandels von Gesellschaft und Staat Kein Zugriff Seiten 7 - 14Autor:innen:
- Der Staat als Beobachtungsobjekt der Sozialwissenschaften. Das Trugbild vom verschwindenden Staat und die Normativität des Gegenstandes Kein Zugriff Seiten 15 - 29Autor:innen:
- Einige Bemerkungen zur Allgemeinen Staatsverwirrung – ist er gegangen, kommt er zurück oder wird er nur neu gesehen? Kein Zugriff Seiten 29 - 49Autor:innen:
- Co-Evolution von partikularer und kosmopolitscher Staatlichkeit in der Weltgesellschaft Kein Zugriff Seiten 49 - 71Autor:innen:
- Die Transformation der Souveränität. Politische Leistungsfähigkeit und Legitimationsprobleme der Europäischen Union Kein Zugriff Seiten 71 - 90Autor:innen:
- Europäisierung und Wandel der Staatlichkeit Kein Zugriff Seiten 91 - 105Autor:innen:
- Jenseits der Souveränitätsfiktion. Der Nationalstaat in der Europäischen Union Kein Zugriff Seiten 105 - 125Autor:innen:
- Verwaltung im europäischen Verbund Kein Zugriff Seiten 125 - 138Autor:innen:
- Komplexität von Rückbau und Ausbau im Zuge des Wandels von »Welfare« und »State« Kein Zugriff Seiten 139 - 155Autor:innen:
- Weder Staat noch Markt. Soziale Sicherheit und die Re-Funktionalisierung des Arbeitsvertrages Kein Zugriff Seiten 155 - 175Autor:innen:
- Transformationen des Interventionsstaates und ihre Erklärung: Das Beispiel nationaler Gesundheitssysteme Kein Zugriff Seiten 175 - 196Autor:innen: | |
- Der Staat und das globale Internet Kein Zugriff Seiten 197 - 217Autor:innen:
- Access Denied: Der Mythos vom unkontrollierbaren Internet Kein Zugriff Seiten 217 - 247Autor:innen: | |
- Unbehagen an der Politik. Zum neuen Strukturwandel der Öffentlichkeit Kein Zugriff Seiten 247 - 260Autor:innen:
- Zur Aktualität Carl Schmitts. Sondierung eines globalen Phänomens Kein Zugriff Seiten 261 - 281Autor:innen:
- Verfassung und Verfassungskultur Kein Zugriff Seiten 281 - 301Autor:innen:
- Manager gegen Aktionäre. Die rechtliche Regulierung feindlicher Übernahmen Kein Zugriff Seiten 301 - 325Autor:innen:
- Entmächtigung staatlicher Akteure? Zur Kritik des deliberativen und ordnungsökonomischen Gemeinsinns Kein Zugriff Seiten 325 - 342Autor:innen: |





