Alfred Cortot
Tastenpoet – Lehrer – Kulturakteur- Autor:innen:
- Reihe:
- Solo
- Verlag:
- 2024
Zusammenfassung
Von seinen Bewunderern als "Poet am Klavier" gerühmt, von anderen als "Kollaborateur" der deutschen Besatzungsmacht im Zweiten Weltkrieg gebrandmarkt: Alfred Cortot (1877–1962) gehörte jener Generation legendärer Pianisten an, deren Spiel unverwechselbar ist und Musiker und Musikliebhaber nach wie vor in seinen Bann schlägt. Cortot war musikalischer Partner von Pablo Casals oder Wilhelm Furtwängler, Lehrer u.a. von Clara Haskil und Dinu Lipatti, Mitbegründer und Leiter der École Normale de Musique in Paris und Botschafter deutscher Musik in Frankreich wie auch französischer Musik in deutschsprachigen Ländern. Sein Spiel wurde als frei und impulsiv empfunden und war doch nicht willkürlich, sondern folgte einem Interpretationskonzept, das das Ergebnis genauester Forschungsarbeit war. Seinen Vorstellungen blieb Cortot treu – unabhängig von Zustimmung oder Ablehnung. Bei der Verwirklichung seiner kulturpolitischen Anliegen legte er dieselbe Beharrlichkeit an den Tag. Das Buch beschreibt Leben, Karriere und Wirkungsgeschichte Cortots und bezieht dabei auch Zitate, Rezensionen, Augenzeugenberichte und Einschätzungen durch Nachgeborene mit ein. Die kritische Einordnung seines Engagements während Frankreichs "Finsterer Jahre 1940–1944" in die Zeitgeschichte mag helfen, zu einer neutralen Einschätzung der Tätigkeiten Cortots im Rahmen des Vichy-Regimes zu gelangen. Eine Repertoireliste und Diskografie ergänzen den Blick auf eine nach wie vor faszinierende Künstlerpersönlichkeit. Die Reihe "SOLO – Porträts und Profile" lädt dazu ein, die Künstlerinnen und Künstler der "klassischen" Musik kennenzulernen. Erstmals auf dem deutschsprachigen Buchmarkt stehen hier internationale Interpretinnen und Interpreten des 20. und 21. Jahrhunderts im Mittelpunkt. Jedes Buch porträtiert in gut zugänglicher und kompakter Form eine Musiker-Persönlichkeit: Dirigentinnen und Dirigenten, Solistinnen und Solisten, Sängerinnen und Sänger. Biografie und Karriere werden ebenso vorgestellt wie wesentliche Merkmale des individuellen Musizierens. Eine Einordnung des künstlerischen Profils rundet die fundierten Darstellungen ab. Die Autorinnen und Autoren der Reihe sind auf ihrem jeweiligen Gebiet ausgewiesene Fachleute und kommen aus Forschung und Praxis.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2024
- ISBN-Print
- 978-3-96707-708-7
- ISBN-Online
- 978-3-96707-709-4
- Verlag
- edition t+k, München
- Reihe
- Solo
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 288
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 6
- Einleitung Kein Zugriff Seiten 7 - 14
- 1.1 »… ein fügsames und gutmütiges Kind«1 (1877–1896) Kein Zugriff Seiten 15 - 24
- 1.2 »Ich selbst war Siegfried«(1896–1903) Kein Zugriff Seiten 25 - 33
- 1.3 Eine ganz und gar europäische Familie (1903–1914) Kein Zugriff Seiten 34 - 42
- 1.4 La Grande Guerre (1914–1918) Kein Zugriff Seiten 43 - 48
- 1.5 »Vollendung, die keine Grenzen der Herkunft mehr kennt«126 (1918–1933) Kein Zugriff Seiten 49 - 73
- 1.6 »… diese vermaledeite Politik!«224(1933–1938) Kein Zugriff Seiten 74 - 93
- 1.7 Liebe und Familienglück Kein Zugriff Seiten 94 - 100
- 2.1 Yvonne Lefébure:»Cortot, der Poet des Klaviers« Kein Zugriff Seiten 101 - 104
- 2.2 Ein Mosaik Kein Zugriff Seiten 105 - 113
- Bach Kein Zugriff
- Beethoven Kein Zugriff
- Schumann Kein Zugriff
- Chopin Kein Zugriff
- Liszt Kein Zugriff
- Französische Musik (I) Kein Zugriff
- Mendelssohn Kein Zugriff
- Französische Musik (II) Kein Zugriff
- 2.4 Interpretation »alla Cortot« Kein Zugriff Seiten 133 - 140
- 2.5 »Die blaue Note« Kein Zugriff Seiten 141 - 149
- 2.6 Der Zauber der Schrift Kein Zugriff Seiten 150 - 162
- 3.1 »Sitzkrieg« (1939/40) Kein Zugriff Seiten 163 - 166
- 3.2 Finstere Jahre (1940–1944) Kein Zugriff Seiten 167 - 186
- 3.3 Säuberungsverfahren (1944–1947) Kein Zugriff Seiten 187 - 197
- 3.4 »… wie eine Erscheinung aus einer anderen Welt« (1947–1962) Kein Zugriff Seiten 198 - 212
- 3.5 Nachklang Kein Zugriff Seiten 213 - 224
- I »Hommage à Wilhelm Furtwängler«1 Kein Zugriff
- II »Die geistige Haltung des Interpreten«1 Kein Zugriff
- III »Geschichtlicher Rückblick auf diemusikalischen Begegnungen zwischenDeutschland und Frankreich«1 Kein Zugriff
- IV »Der Einfluss von E. T. A. Hoffmann undJean Paul auf die Klaviermusik Schumanns«1 Kein Zugriff
- V »Pädagogische Grundsätze für denKlavierunterricht von Alfred Cortot«1 Kein Zugriff
- Diagnose Kein Zugriff
- Die Lektion Kein Zugriff
- Wie der Schüler üben soll Kein Zugriff
- Diskografie Kein Zugriff Seiten 259 - 266
- Quellen und Literatur Kein Zugriff Seiten 267 - 272
- Bildnachweis Kein Zugriff Seiten 273 - 273
- Zeittafel Kein Zugriff Seiten 274 - 276
- Dank Kein Zugriff Seiten 277 - 277
- Personenregister Kein Zugriff Seiten 278 - 288





