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Die Shoah und die DDR

Akteure und Aushandlungen im Antifaschismus
Autor:innen:
Verlag:
 16.05.2025

Zusammenfassung

Über das Erinnern jüdischer Überlebender der Shoah in der DDR als eigensinnige Praxis. Geschichte war ein streng reguliertes Feld in der DDR. Auch der staatlich forcierte Antifaschismus ließ, so die Annahme, kaum Spielräume für abweichende Narrative. Wie konnten daher jüdische Verfolgungserfahrungen und antifaschistische Überzeugungen unter staatssozialistischen Vorzeichen verhandelt und artikuliert werden? Welche Rolle spielten jüdische Überlebende in der DDR in der kulturellen Auseinandersetzung mit der Shoah und dem Nationalsozialismus? Diesen Fragen geht Alexander Walther in seiner Studie nach. Ausgehend von Nachlässen und Egodokumenten zeichnet er die Handlungsoptionen und Motivationen vor allem jüdischer, vereinzelt auch nicht-jüdischer Akteurinnen und Akteure nach. Neben einer Analyse früher Formen der Erinnerung und Wissensvermittlung stehen die Arbeiten des Schriftstellers Arnold Zweig, der Sängerin Lin Jaldati, des Historikers Helmut Eschwege, des Journalisten Heinz Knobloch sowie die Aktivitäten einzelner DDR-Verlage im Mittelpunkt der Arbeit. Dieser multiperspektivische Zugang zeigt, welche Strategien es gab, ein politisch vernachlässigtes und gesellschaftlich unerwünschtes Thema dennoch öffentlich zu platzieren und Akzente zu setzen. Dabei wird auch das Spannungsfeld zwischen eigensinnigem Handeln und teils parteiloyalen, mitunter schmerzhaften Zugeständnissen untersucht.

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Bibliographische Angaben

Copyrightjahr
2025
Erscheinungsdatum
16.05.2025
ISBN-Print
978-3-8353-5840-9
ISBN-Online
978-3-8353-8796-6
Verlag
Wallstein, Göttingen
Reihe
Buchenwald und Mittelbau-Dora | Forschungen und Reflexionen
Band
7
Sprache
Deutsch
Seiten
568
Produkttyp
Monographie

Inhaltsverzeichnis

KapitelSeiten
  1. Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 6
    1. Forschungsstand Kein Zugriff
    2. Fragestellungen und Methoden Kein Zugriff
    3. Quellen und Aufbau der Arbeit Kein Zugriff
      1. Frühes Gedenken und Ermittlungen – Initiativen von Überlebenden Kein Zugriff
      2. Die Orte des Gedenkens – Stadtgesellschaft und Überlebende Kein Zugriff
      3. Inschriften und Symbole – Deutungshoheit und Politisierung Kein Zugriff
      4. Schändung und Ignoranz Kein Zugriff
      1. Anerkennung als Verfolgte und erste Deutungen Kein Zugriff
      2. Wiedergutmachung und Restitution Kein Zugriff
      3. Aberkennung und erneute Diskriminierung Kein Zugriff
      4. Jüdische Gemeinden und VVN – gemeinsame Ziele, verschiedene Wege Kein Zugriff
      5. Gedenkfeiern – der zweite Sonntag im September und der 9. November Kein Zugriff
      1. Frühe Informationsversuche Kein Zugriff
      2. Wissen, Sprache und Erklärungsversuche Kein Zugriff
      3. Die Erinnerung an die Shoah als Teil der Schulddebatte Kein Zugriff
      4. Jüdisches und antifaschistisches Selbstverständnis Kein Zugriff
      5. Einhegungen – der Antifaschismus in den 1950er-Jahren Kein Zugriff
      6. Jüdische Überlebende und die Nachkriegsgesellschaft – Der Fall Chaskiel Goldberg Kein Zugriff
      1. Rütten & Loening und das Jüdische Historische Institut Warschau Kein Zugriff
      2. Exkurs: Der Prozess gegen Hans Maria Globke Kein Zugriff
      3. Jutta Janke und Henryk Bereska – polnische Literatur und Literatur über Polen in der DDR Kein Zugriff
      4. Jiddisch und jüdische Kultur als Vermittlungsstrategie Kein Zugriff
      5. Die Grenzen der Literaturlandschaft Kein Zugriff
      6. Potenzial und Wirkung der Literatur Kein Zugriff
      1. Konfrontation und Selbstreflexion Kein Zugriff
      2. Intellektueller im antifaschistischen Staat Kein Zugriff
      3. Die (eigenen) Grenzen des Sagbaren Kein Zugriff
      1. Gedenken und Politik im Antifaschismus Kein Zugriff
      2. Selbstverständnis und Fremdzuschreibung – Überlebende und Antifaschistin Kein Zugriff
      3. Gemeinschaften und Nischen Kein Zugriff
      1. Erste Impulse und Repressionen nach dem Exil Kein Zugriff
      2. Eine Gesamtdarstellung der Verfolgung und Ermordung der deutschen Juden Kein Zugriff
      3. Das Scheitern des Projekts Kein Zugriff
      4. Nur ein »Einzelkämpfer«? Helmut Eschweges Stellung in der DDR Kein Zugriff
      5. Netzwerke Kein Zugriff
      1. Heinz Knoblochs Spurensuche Kein Zugriff
      2. Rezeptionswege – eine kulturelle Cloud? Kein Zugriff
    1. 2. Bröckelnder Antifaschismus? Antisemitismus, Eigen-Sinn und die Jugend in den 1980er-Jahren Kein Zugriff
      1. Kampagne und Kalkül Kein Zugriff
      2. Initiativen ›von unten‹ Kein Zugriff
      3. Akteurinnen I: Irene Runge Kein Zugriff
      4. Akteurinnen II: Róża Berger-Fiedler Kein Zugriff
      5. Akteurinnen III: Jalda Rebling Kein Zugriff
  2. Schlussbetrachtung Kein Zugriff Seiten 463 - 475
  3. Danksagung Kein Zugriff Seiten 476 - 478
  4. Abkürzungsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 479 - 480
  5. Abbildungsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 481 - 482
  6. Quellen- und Literaturverzeichnis Kein Zugriff Seiten 483 - 564
  7. Personenregister Kein Zugriff Seiten 565 - 568

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