Hans-Joachim Schoeps und der Nationalsozialismus
Studien zu einem komplizierten Verhältnis- Autor:innen:
- Verlag:
- 2026
Zusammenfassung
Das Problem der Vereinbarkeit von deutscher und jüdischer Identität beschäftigte den deutsch-jüdischen Religionshistoriker und Intellektuellen Hans-Joachim Schoeps (1909–1980) zeit seines Lebens. Dazu gehörten nach 1933 auch Loyalitätsbekundungen gegenüber dem NS-Regime. Sie brachten ihm den Vorwurf ein, er, als Jude, habe mit diesem sympathisiert. Sein Verhältnis zum Nationalsozialismus war jedoch weitaus komplizierter und ergab sich aus der Dialektik des Mitmachen-Wollens in den ersten Jahren der Diktatur bei gleichzeitiger Ablehnung von Antisemitismus und totalitärem Herrschaftsanspruch der neuen Machthaber und schließlich die Emigration. Die Frage, welche Rolle Hans-Joachim Schoeps im Nationalsozialismus spielte und vor allem, wie er sie anschließend interpretierte, hat die nun gesammelt vorliegenden Untersuchungen inspiriert. Sie zeigen, wie die Erfahrung der NS-Herrschaft im Leben und Werk von Hans-Joachim Schoeps als Grundspannung auch nach der Rückkehr 1945 präsent blieb.
Der Autor
Dr. Daniel Benedikt Stienen studierte Geschichte und Volkswirtschaftslehre in Hamburg und Berlin, Promotion an der Humboldt-Universität zu Berlin. Seit 2024 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter in der bundesunmittelbaren Otto-von-Bismarck-Stiftung. Sein Forschungsinteresse gilt u. a. der Geschichte Preußens.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2026
- ISBN-Print
- 978-3-487-17183-8
- ISBN-Online
- 978-3-487-17184-5
- Verlag
- Georg Olms Verlag, Baden-Baden
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 170
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Vorwort Kein Zugriff
- Politisierung und religiöse Begeisterung – Die Anfänge Kein Zugriff
- Zu den Beiträgen in diesem Band Kein Zugriff
- 1. Grenzgänger: Identitätssuche als Jude und Deutscher (bis zur Flucht 1938) Kein Zugriff
- 2. „Der Nationalsozialismus als verkappte Religion“ Kein Zugriff
- 3. Die Entdeckung preußischer Antitoxine Kein Zugriff
- 4. „Konservativ“, „preußisch“ und „jüdisch“ – zum Unbeständigen im Beständigen Kein Zugriff
- 1. „Bereit für Deutschland!“ – Wohlwollen und Widerwille in den ersten Jahren der Diktatur (1933–1935) Kein Zugriff
- 2. Verschlossene Türen – Exilversuche 1936/1937 Kein Zugriff
- 3. „Die Welt – nicht nur Europa – ist zu!“ – Das Jahr 1938 und der Weg nach Schweden Kein Zugriff
- 4. Anpassung des Erwartungsmanagements: Fazit Kein Zugriff
- Anhang Kein Zugriff
- 1. „Die letzten dreißig Jahre – Rückblicke“ (1956) Kein Zugriff
- 2. „‚Bereit für Deutschland!‘ Der Patriotismus deutscher Juden und der Nationalsozialismus“ (1970) Kein Zugriff
- 3. Fazit – Autobiographisches Schreiben als Auseinandersetzung mit und um die eigene Geschichte Kein Zugriff
- Kurzfassung: Kein Zugriff
- Einleitung: Kein Zugriff
- Liste der Erstveröffentlichungsorte Kein Zugriff
- Personenregister Kein Zugriff Seiten 169 - 170





