Spuren des Verlorenen
Beiträge zur klinischen Psychoanalyse und zur Geschlechterdifferenz- Autor:innen:
- Reihe:
- Bibliothek der Psychoanalyse
- Verlag:
- 2020
Zusammenfassung
Der Verlust der frühen Mutter-Kind-Einheit und das daraus resultierende Gefühl des Mangels hinterlassen in jedem Menschen Lücken, die er ein Leben lang zu schließen sucht. Christa Rohde-Dachser untersucht aus psychoanalytischer und soziologischer Perspektive, wie sich die Spuren dieses Verlorenen auch in psychischen Krankheiten und in den Ausgestaltungen der Geschlechterdifferenz wiederfinden lassen, die die heutige Gesellschaft prägen. Borderline-Persönlichkeitsstörungen, Depression, Suchterkrankungen, masochistische Perversionen und hysterische Dramatisierungen lassen sich vor diesem Hintergrund auch als Suche nach inneren Objekten verstehen, deren Anwesenheit die ursprüngliche Erfahrung von Einheit wiederherstellen soll. Auch die Geschlechterdifferenz, in der das eigene Fehlende im geschlechtlichen Gegenüber gesucht und dann dort begehrt oder auch bekämpft wird, zeugt von der Erinnerung an eine ursprüngliche Ganzheit, die in der sexuellen Verschmelzung mit dem Anderen einen Moment lang wieder erfahren werden kann.
Schlagworte
Publikation durchsuchen
Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2020
- ISBN-Print
- 978-3-8379-2971-3
- ISBN-Online
- 978-3-8379-7684-7
- Verlag
- Psychosozial-Verlag, Gießen
- Reihe
- Bibliothek der Psychoanalyse
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 379
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 6
- Einführung Kein Zugriff Seiten 7 - 18
- »In den Himmel kommen, ohne zu sterben« Inszenierungen des Unmöglichen als Selbsterhaltungsstrategie Kein Zugriff Seiten 19 - 48
- Der Übergang von schweren Persönlichkeitsstörungen zu psychotischen Störungen aus psychoanalytischer und gendertheoretischer Sicht Kein Zugriff Seiten 49 - 64
- Der Umgang mit Träumen in der Therapie schwer gestörter Patienten Kein Zugriff Seiten 65 - 82
- Ausformungen der ödipalen Dreieckskonstellation bei narzisstischen und Borderline-Störungen Kein Zugriff Seiten 83 - 112
- Ringen um Empathie. Ein Interpretationsversuch masochistischer Inszenierungen Kein Zugriff Seiten 113 - 130
- Sexualität als inneres Theater. Zur Psychodynamik der Hysterie Kein Zugriff Seiten 131 - 158
- Schwermut als Objekt. Über Struktur und Inhalt der Borderline-Depression Kein Zugriff Seiten 159 - 186
- Über Hingabe, Tod und das Rätsel der Geschlechtlichkeit. Freuds Weiblichkeitstheorie aus heutiger Sicht Kein Zugriff Seiten 187 - 220
- Dem Ungesagten eine Gestalt verleihen. Entwürfe des Weiblichen in den Kulturproduktionen der Postmoderne Kein Zugriff Seiten 221 - 240
- Die Suche nach dem Verlorenen im Gleichen. Über männliche und weibliche Homosexualität Kein Zugriff Seiten 241 - 256
- Die Geschlechterbeziehung als eine Geschichte von Verletzungsverhältnissen. Und was es so schwer macht, darüber innerhalb der Psychoanalyse ins Gespräch zu kommen Kein Zugriff Seiten 257 - 280
- Aggression, Zerstörung und Wiedergutmachung in Fantasien, die um die Urszene kreisen. Eine tiefenhermeneutische Auswertung von Geschichten zum Thematischen Apperzeptionstest Kein Zugriff Seiten 281 - 324
- Das Versprechen der Schönheit. Zur Psychodynamik ästhetischer Körperinszenierungen Kein Zugriff Seiten 325 - 352
- Gedanken zu Jean Cocteaus La Belle et la Bête (1946). Eine Rezension von Andreas Hamburgers Frauen- und Männerbilder im Kino (2015) und eine Ergänzung dazu aus weiblicher Sicht Kein Zugriff Seiten 353 - 379





