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Monographie Kein Zugriff

Cutler Street Market

Interkultureller Austausch im Londoner East End 1780–1850
Autor:innen:
Verlag:
 25.05.2022

Zusammenfassung

Der Londoner Altkleidermarkt entpuppt sich als lebendige multikulturelle Kontaktzone, in der sich Netzwerke und Identitäten entwickelten.

London in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts: Insbesondere in den ärmeren Vierteln im Osten der Stadt drängten sich Menschen aus unterschiedlichen Ländern und Religionen, so z. B. Juden aus Mittel- und Osteuropa, Katholiken aus Irland und eingesessene Anglikaner. Wie hat man sich ihre Form der Koexistenz vorzustellen?

Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, hat Ole Münch eine Mikrogeschichte verfasst. Sie handelt vom damals weltberühmten Rag Fair – einem Altkleidermarkt, dessen Handelsrouten sich über Kontinente erstreckten. Hier kamen Migranten und Einheimische in Kontakt, stritten über jüdische und irische Klischees, gingen Klientelbeziehungen ein und schmiedeten politische Allianzen. Ethnizität und Religion spielte in vielen dieser Prozesse eine wichtige Rolle. Zugleich bot der Markt aber gute Gründe, ethnische Grenzen zu missachten und sich über sie hinweg sozial zu formieren. Ole Münch knüpft seine Beobachtungen an Debatten aus der Geschichtswissenschaft, Soziologie und Ethnologie. Seine Studie gibt einen Einblick in kaum erforschte Bereiche der Wirtschafts-, Politik- und Rechtsgeschichte einer schillernden Metropole, deren soziales Leben der Autor konsequent »von unten« betrachtet.

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Bibliographische Angaben

Copyrightjahr
2022
Erscheinungsdatum
25.05.2022
ISBN-Print
978-3-8353-5166-0
ISBN-Online
978-3-8353-4843-1
Verlag
Wallstein, Göttingen
Reihe
Moderne Zeit
Sprache
Deutsch
Seiten
384
Produkttyp
Monographie

Inhaltsverzeichnis

KapitelSeiten
  1. Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 6
  2. Einleitung Kein Zugriff Seiten 7 - 46
    1. 1. Lumpen sammeln und jüdisch sein. Über den Zusammenhang von urbaner Folklore, Gruppenbildung und sozialer Ungleichheit Kein Zugriff Seiten 49 - 92
    2. 2. Transnationale Lebensweisen zwischen alten Kleidern. Die soziale Konstitution der Fernhandelskorridore zum Rag Fair Kein Zugriff Seiten 93 - 128
    3. 3. Vom Vorteil, nicht dazugehören zu müssen. Oder: Die Bedeutung der jüdischen Emanzipation für die Ladenhändler vom Rag Fair Kein Zugriff Seiten 129 - 167
    4. 4. Eine »wilde« Kontaktzone. Zur integrativen Dynamik riskanter Geschäfte Kein Zugriff Seiten 168 - 198
    1. 1. Der Cutler Street-Konflikt. Gruppenbildung im Streit um den Altkleidermarkt Kein Zugriff Seiten 201 - 242
    2. 2. Das gute Gefühl, sich gemeinsam zu entrüsten. Eine integrative Wahlrechtsbewegung Kein Zugriff Seiten 243 - 291
    3. 3. Eine multireligiöse Nachbarschaftsbewegung. Oder: Die Geschichte einer produktiven Niederlage Kein Zugriff Seiten 292 - 320
  3. Zusammenfassender Überblick. Zur Geschichte und sozialen Dynamik einer interkulturellen Kontaktzone Kein Zugriff Seiten 321 - 355
  4. Dank Kein Zugriff Seiten 356 - 357
  5. Quellen und Literatur Kein Zugriff Seiten 358 - 381
  6. Abkürzungen Kein Zugriff Seiten 382 - 384

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