
Demut
Konstellationen einer prekären Tugend- Autor:innen:
- Verlag:
- 2025
Zusammenfassung
Seit einigen Jahren erlebt die alte Tugend Demut eine neue Blüte. Zeitgenössische Aneignungen und Fortschreibungen der Demut zeichnen sich dadurch aus, dass der Demut dunklere und kompliziertere Seiten eher ausgespart werden. Dies ist grundsätzlich nachvollziehbar, gleichzeitig jedoch auch bedauerlich, denn gerade die Verwicklungen und Paradoxien, ja die Abgründe der Demut haben das Nachdenken über diese prekäre Tugend immer wieder stark inspiriert. Am Beispiel des Motivs der hochmütigen Demut spürt das Buch Aushandlungen der ungefälligen, verwickelten, aber gerade darin äußerst vielsagenden und erhellenden Seiten der Demut nach. Dabei wird deutlich: Das von großen Texten der Tradition inspirierte Nachdenken über Demut betrifft nicht die Demut allein, sondern rührt an Grundfragen der Ethik. Dieser Titel erscheint auch Open Access.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2025
- ISBN-Print
- 978-3-495-99143-5
- ISBN-Online
- 978-3-495-99144-2
- Verlag
- Karl Alber, Baden-Baden
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 198
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Dank
- EinführungSeiten 13 - 26 Download Kapitel (PDF)
- 1.1 Mit der Welt verwoben. Demut und Diätetik
- 1.2 Wider moralische Arroganz. Demut und die Polarisierung der Gesellschaft
- 1.3 Wider ökologische Arroganz. Demut und die Klimakrise
- 1.4 Asketische Selbstzurücknahme und Fortschrittsdenken
- 2.1 Schöne alte Tugend. Negativitätsentlastete Demut
- 2.2 Authentischer Stolz und wahre Demut als bruchlose Einheit
- 2.3 Demut und Großgesinntheit als Tugenden der Mitte
- 2.4 „Wir sind keine kleinen Leute.“ Stolz vs. Demut
- 3.1 Exzessive Demut und entwürdigende Kriecherei
- 3.2 Humblebrag. Vorgetäuschte und verlogene Demut
- 3.3 Hochmütige Demut als Kipp-Phänomen
- 4.1 inordinate humilis. Un/ordentliche Demut
- 4.2 Fingierte Demut als Pseudotugend
- 4.3 Paradoxien eines Frömmigkeitsideals. Demut in den Schlingen des Hochmuts
- 5.1 „Wer nicht besser werden will, hört auf, gut zu sein“
- 5.2 „Das falsche Auge ausstechen“. Oder: Demut und Nicht-an-sich-selbst-Denken
- 5.3 „… die aus der Lehre von der Demut nur lauter Hoffart schöpfen“
- 6.1 Das Verlangen, stolz zu sein. Zu Søren Kierkegaard
- 6.2 Selbstwert der Selbstverleugnung. Zu Karl Barth
- 6.3 Knechtsseligkeit. Zu Dietrich Bonhoeffer
- 6.4 Angequälte Traurigkeit. Zu Paul Tillich
- 6.5 Zwischen Selbstanbetung und Selbstverachtung. Zu Karen Horney
- 7.1 Vom Guten des Schlechten. Demut heute
- 7.2 Ungelöste Krisen der Demut
- 7.3 Anforderungen an eine Theorie der Demut
- 8.1 Mönchstugend und erwählungsstolzer Gram. Gestalten missglückter Demut
- 8.2 Niedergeschlagen-erhaben. Triangulierung der Demut und des Stolzes
- 8.3 Das Doppelgefühl der Achtung als Gefühl a priori
- 8.4 Demut und das Individuum
- 8.5 Achtung und das negative Wohlgefallen an der eigenen Existenz
- 8.6 Provokation der Demut als indirekte Mitteilung
- 9.1 Philosophische Ethik und religiöse Praxis. Grenzgänge
- 9.2 Vorschein des Guten? Höflichkeit und Demut
- 9.3 Religion und Demut – Demut und Religion
- LiteraturverzeichnisSeiten 165 - 190 Download Kapitel (PDF)
- NamensregisterSeiten 191 - 194 Download Kapitel (PDF)
- SachregisterSeiten 195 - 198 Download Kapitel (PDF)


