Das Frauenbild in Irmgard Keuns Exilwerk - neu entdeckt
- Autor:innen:
- Verlag:
- 2017
Zusammenfassung
„Man darf da nicht bequem werden und die Augen schließen.“ Dieser Satz, den Irmgard Keun während ihres Exils an Arnold Strauss schrieb, fasst wie kaum ein anderer ihr literarisches Werk zusammen: das unbedingte Sehenwollen.
Als Autorin verstand es Keun als ihre Aufgabe, die Augen angesichts des Zeitgeschehens offenzuhalten. Ihre Protagonistinnen sind visuelle Charaktere. Sie gehen mit einem wachen Blick durch eine Zeit, in der viele die Realität nicht wahrnehmen möchten.
Fiona Pröll setzt sich mit dem Konzept des Sehens in Keuns Exilwerken „Das Mädchen, mit dem die Kinder nicht verkehren durften“ (1936), „Nach Mitternacht“ (1937), „D-Zug dritter Klasse“ (1938) und „Kind aller Länder“ (1938) auseinander. Im Fokus ihrer Untersuchung steht der weibliche Blick auf die faschistische Gesellschaft – der Zusammenhang von weiblichem Sehen, Verbalisieren, Durchblicken, Handeln und zuletzt dem Bewältigen.
Keuns Protagonistinnen zeigen sich dabei nicht als passive Sammelbecken der Sinneseindrücke, die auf sie einströmen. Das Gesehene arbeitet in ihnen weiter, wird überdacht, strukturiert und dient schließlich als Handlungsmotivation.
Publikation durchsuchen
Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2017
- ISBN-Print
- 978-3-8288-3886-4
- ISBN-Online
- 978-3-8288-6626-3
- Verlag
- Tectum, Baden-Baden
- Reihe
- Wissenschaftliche Beiträge aus dem Tectum Verlag: Literaturwissenschaft
- Band
- 44
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 236
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Teilzugriff Seiten 1 - 10 Download Kapitel (PDF)
- 1 Einleitung: Der weibliche Blick in Irmgard Keuns Exilromanen Kein Zugriff Seiten 11 - 22
- 2.1.1 Von Frauen und Männern: Die Geschlechterrollen im Personal Kein Zugriff
- 2.1.2 Was ist von der Neuen Frau übriggeblieben? Kein Zugriff
- 2.1.3 Die sprachliche Darstellung als Mittel der Typisierung Kein Zugriff
- 2.1.4 Die Protagonistin und ihr Identifikationspotential Kein Zugriff
- 2.1.5 Die Geschlechterrollen im Spiegel der NS-Ideologie Kein Zugriff
- 2.2.1 Keuns Exilwerke als Weiterführung der Neuen Sachlichkeit Kein Zugriff
- 2.2.2 Neue Sachlichkeit als Literatur des unverstellten Blicks auf die Realität Kein Zugriff
- 2.2.3 Literatur wie Kino Kein Zugriff
- 2.3.1 Perspektive Kein Zugriff
- 2.3.2 Stimme Kein Zugriff
- 2.3.3 Erzähler oder Erzählerin? Kein Zugriff
- 2.4.1 Sehen und gesehen werden Kein Zugriff
- 2.4.2 Vom Objekt zum Subjekt Kein Zugriff
- 2.5.1 Mit offenen Augen durch die Welt gehen Kein Zugriff
- 2.5.2 Das Beobachten Kein Zugriff
- 2.5.3 Der intellektuelle Zugewinn durch die Sicht eines Zweiten Kein Zugriff
- 2.6.1 Die Protagonistin als Reporterin Kein Zugriff
- 2.6.2 Sprache und Stil Kein Zugriff
- 2.7.1 Das Modell des erfolglosen Autors Kein Zugriff
- 2.7.2 Legitimation für weibliches Schreiben Kein Zugriff
- 2.8 Die Sicht der Dinge – Ausdruck eines weiblichen Humors? Kein Zugriff
- 2.9.1 Der Überblick der Zeitspanne: Zurückblicken, sehen, voraussehen Kein Zugriff
- 2.9.2.1 Das Verfahren der reflektierten Naivität Kein Zugriff
- 2.9.2.2 Das Durchleuchten Kein Zugriff
- 2.9.3 Der Durchblick von Politik und konkreter Lebenswirklichkeit Kein Zugriff
- 2.10 Die Überwindung des weiblichen Zweifels Kein Zugriff
- 2.11.1 Die scheinbar oberflächlich dargestellte Gesellschaft Kein Zugriff
- 2.11.2 Faschistische Strukturen in der Gesellschaft Kein Zugriff
- 2.11.3 Einblicke in die politische Lage Kein Zugriff
- 2.12.1 Das Dritte Reich als Täuschungsspiel Kein Zugriff
- 2.12.2 Der Alltag als Bühne Kein Zugriff
- 2.13.1 Das Ende des wahrheitsstiftenden Blicks? Kein Zugriff
- 2.13.2 Objektivierungs- und Verallgemeinerungsstrategien des Gesehenen Kein Zugriff
- 2.14.1 Die traditionelle Zuschreibung der Handlungsfähigkeit zu den Geschlechtern Kein Zugriff
- 2.14.2 Die Frau beginnt zu handeln Kein Zugriff
- 2.14.3 Genügt einzig der Blick, um zu handeln? Kein Zugriff
- 2.15.1 Das selbstverantwortliche Gestalten des eigenen Lebens Kein Zugriff
- 2.15.2 Das sich Stellen der Lebenswirklichkeit Kein Zugriff
- 2.15.3 Die starke Frau gibt sich schwach Kein Zugriff
- 2.16.1 Charakteristika der faschistischen Ideologie Kein Zugriff
- 2.16.2 Systemanhänger und Systemgegner Kein Zugriff
- 2.16.3 Gründe für das Auftreten des Faschismus Kein Zugriff
- 2.16.4 Strategien zur Überwindung: Hilft Weiblichkeit? Kein Zugriff
- 3 Resümee: Der weibliche Blick – Synonym für einen am Leben interessierten Blick Kein Zugriff Seiten 213 - 218
- Zusammenfassung der Ergebnisse Kein Zugriff Seiten 219 - 220
- Primärliteratur Kein Zugriff
- Sekundärliteratur Kein Zugriff





