Unpolitische Wissenschaft?
Wilhelm Reich und die Psychoanalyse im Nationalsozialismus- Autor:innen:
- Reihe:
- Bibliothek der Psychoanalyse
- Verlag:
- 2017
Zusammenfassung
Von der Krankenbehandlung ausgehend, entwickelte sich Freuds Lehre zu einer Möglichkeit, sich selbst und die Welt zu erkennen – und zu verändern. Dieser gesellschaftskritische Anspruch wurde während des Nationalsozialismus weitestgehend in den Hintergrund gedrängt. Die nachhaltigsten Weichenstellungen zu einer »unpolitischen« Psychoanalyse erfolgten in den 1930er Jahren und waren eng verbunden mit dem Versuch, Konfrontationen mit dem NS-Regime zu vermeiden. Dass die Alternative einer aufklärerischen Psychoanalyse weiter bestand, zeigt das Wirken Wilhelm Reichs, der 1933/34 aus den analytischen Organisationen ausgeschlossen wurde.
Anhand von zum großen Teil erstmalig veröffentlichtem Archivmaterial geht der Autor Reichs Schicksal nach und folgt den Entwicklungen im analytischen Hauptstrom während der NS-Zeit. Dabei beantwortet er auch die Frage, ob die Psychoanalyse jemals eine unpolitische Wissenschaft war.
»Es handelt sich bei Peglaus Studie um wesentlich mehr als eine weitere politische Biografie Wilhelm Reichs, auch wenn sie die Struktur einer solchen aufweist. Durch das Prisma Reich erhellt Peglau die Geschichte der psychoanalytischen und der sozialistischen Bewegung, indem er deren Auseinandersetzungen mit und über Reich rekonstruiert.«
Jerome Seeburger, Einsicht 12
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2017
- ISBN-Print
- 978-3-8379-2637-8
- ISBN-Online
- 978-3-8379-7289-4
- Verlag
- Psychosozial-Verlag, Gießen
- Reihe
- Bibliothek der Psychoanalyse
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 681
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 10
- Vorwort zur dritten und erweiterten Auflage 2017 Kein Zugriff Seiten 11 - 14
- Wilhelm Reich, die Psychoanalyse und die Politik Kein Zugriff Seiten 15 - 22
- Einleitung Kein Zugriff Seiten 23 - 44
- 1.1 Frühe Prägungen Kein Zugriff
- 1.2.1 Psychoanalyse Kein Zugriff
- 1.2.2 Politik Kein Zugriff
- 1.3.1 Bilaterale Beziehungen Kein Zugriff
- 1.3.2 »Schundkampf« Kein Zugriff
- 1.3.3 Sieg in erster Instanz: Das Verfahren vor der Berliner Prüfstelle Kein Zugriff
- 1.3.4 Niederlage in Leipzig: Die Verhandlung vor der »Oberprüfstelle« Kein Zugriff
- 1.3.5 Psychoanalyse und Sexualwissenschaft Kein Zugriff
- 1.4.1 Gegen den Paragrafen 218 Kein Zugriff
- 1.4.2 Die Marxistische Arbeiterschule MASCH Kein Zugriff
- 1.4.3 Die Massenorganisationen der KPD Kein Zugriff
- 1.4.4 Die Einheitsverbände für proletarische Sexualreform und Mutterschutz Kein Zugriff
- 1.4.5 Weitere EV-Aktivitäten: Sexualberatung und die Warte Kein Zugriff
- 1.4.6 Massenorganisation oder »kleine Splittergruppe«? Kein Zugriff
- 1.4.7 Parteiinterne Spannungsfelder Kein Zugriff
- 1.4.8 Der sexuelle Kampf der Jugend Kein Zugriff
- 1.4.9 Der Einbruch der Sexualmoral Kein Zugriff
- 1.4.10 Für und wider den Todestrieb Kein Zugriff
- 1.4.11 Der Masochismus-Artikel: Reichs Freud-Widerlegung Kein Zugriff
- 1.4.12 Freud und der Kommunismus Kein Zugriff
- 1.4.13 Psychoanalyse in der Sowjetunion Kein Zugriff
- 1.4.14 Eskalation in der KPD Kein Zugriff
- 1.4.15 Diffamierungen von »rechts« Kein Zugriff
- 1.5 Ein letztes Mal Wien Kein Zugriff
- 2.1.1 Die »Feuersprüche« Kein Zugriff
- 2.1.2 Mögliche Inspiratoren Kein Zugriff
- 2.1.3 Der 10. Mai 1933 Kein Zugriff
- 2.1.4 Reichs möglicherweise verbrannte Bücher Kein Zugriff
- 2.2.1 Zensoren Kein Zugriff
- 2.2.2 Die Kriterien und ihre Anwendung Kein Zugriff
- 2.2.3 Opfer Kein Zugriff
- 2.2.4 Umsetzung Kein Zugriff
- 2.3 Publikationsverbote II: Die »Liste des schädlichen und unerwünschten Schrifttums« Kein Zugriff
- 2.4 Publikationsverbote III: Weitere Zensurinstanzen Kein Zugriff
- 2.5 Hauptbetroffene der NS-Bücherverfolgung Kein Zugriff
- 2.6 Reichs verbotene Schriften Kein Zugriff
- 2.7 Gab es psychoanalytische Schriften, die sich offen gegen den Faschismus wandten? Eine Suche Kein Zugriff
- 2.8.1 Vorerfahrungen Kein Zugriff
- 2.8.2 Inhalt Kein Zugriff
- 2.8.3 Reaktionen Kein Zugriff
- 2.9.1 Gefährdetes Exil Kein Zugriff
- 2.9.2 Der Luzerner IPV-Kongress Kein Zugriff
- 2.9.3 Reichs biologische Experimente Kein Zugriff
- 2.9.4 Diagnose als Waffe Kein Zugriff
- 2.9.5 Allmähliches Ausblenden Kein Zugriff
- 2.10 Reich und die »Linke« zwischen 1933 und 1939 Kein Zugriff
- 2.11 Das Ende der Sex-Pol-Bewegung Kein Zugriff
- 2.12 Ausweisung, Observierung Kein Zugriff
- 2.13 Ausbürgerung Kein Zugriff
- 2.14 Reich als »Hochverräter« und »jüdischer Pornograph« Kein Zugriff
- 2.15.1 Was ist (noch) Psychoanalyse? Kein Zugriff
- 2.15.2 Veröffentlichungen von (ehemaligen) DPG-Mitgliedern Kein Zugriff
- 2.15.3 Das Zentralblatt für Psychotherapie Kein Zugriff
- 2.15.4 Das Zentralblatt für die gesamte Neurologie und Psychiatrie Kein Zugriff
- 2.15.5 Zwei medizinische Wochenschriften Kein Zugriff
- 2.15.6 Der Völkische Beobachter und weitere Publikationen Kein Zugriff
- 3.1 Zwischen Neuanfang und zweiter Bücherverbrennung - Reich in den USA Kein Zugriff
- 3.2.1 Diffamierung Kein Zugriff
- 3.2.2 Abwertung Kein Zugriff
- 3.2.3 Beschweigen Kein Zugriff
- 4.1 NS-Funktionäre und Psychoanalyse Kein Zugriff
- 4.2 Freud über den Faschismus Kein Zugriff
- 4.3 Antifaschistisches Engagement Kein Zugriff
- 4.4 Das 1933er Memorandum Kein Zugriff
- 4.5 Hauptakteure, Protegés Kein Zugriff
- 4.6 »Neue deutsche Seelenheilkunde« Kein Zugriff
- 4.7 »Arisierung« Kein Zugriff
- 4.8 Zuarbeiten zur »Eugenik« Kein Zugriff
- 4.9 Tiefenpsychologische Kriegsführung Kein Zugriff
- 4.10 Geheimhaltung und Medienlenkung Kein Zugriff
- 4.11 Wissenschaftspolitik Kein Zugriff
- 4.12 Kulturrichtlinien Kein Zugriff
- 4.13 Sexualität im Dritten Reich Kein Zugriff
- 4.14 Die (nachlassende) Reflexion der Psychoanalyse Kein Zugriff
- 4.15 Das lange Schweigen der Analytiker Kein Zugriff
- 4.16.1 Psychoanalytiker und US-Geheimdienste Kein Zugriff
- 4.16.2 Freud und die Soziopolitik Kein Zugriff
- 4.16.3 Wiederholungen Kein Zugriff
- 5 Psychoanalyse: eine politische Wissenschaft. Bilanz Kein Zugriff Seiten 537 - 554
- Dokumente und Abbildungen Kein Zugriff
- Die wichtigsten Abkürzungen Kein Zugriff
- 1 Quellen Kein Zugriff
- 2 Literatur inklusive Nachschlagewerken und Texten von Webseiten Kein Zugriff
- Personenregister Kein Zugriff
- Vorschläge für Weiterführungen Kein Zugriff
- Pressestimmen zur ersten und zweiten Auflage Kein Zugriff





