
Die Historiker und die Verfassung
Ein Beitrag zur Wirkungsgeschichte des Grundgesetzes- Autor:innen:
- Verlag:
- 2022
Zusammenfassung
Die Geschichte der Bundesrepublik ist maßgeblich vom Grundgesetz und der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts geprägt worden. In den Darstellungen der Historiker kommt das jedoch nur unvollkommen zum Ausdruck. Dieter Grimm, selbst von 1987 bis 1999 Richter am Bundesverfassungsgericht, zeigt, wo es zum Verständnis der historischen Entwicklung hilfreich gewesen wäre, auf Verfassung und Verfassungsrechtsprechung ausführlicher einzugehen. Sein scharfsinniges Buch trägt damit zugleich zu einer Wirkungsgeschichte des Grundgesetzes bei, die bisher fehlt.
Die Bundesrepublik verdankt ihre insgesamt recht glücklich verlaufene Entwicklung zu einem Gutteil dem Grundgesetz. So konnte man es jedenfalls bei allen Jubiläen des Grundgesetzes immer wieder hören. Liest man die Gesamtdarstellungen der bundesrepublikanischen Geschichte, findet man dieses Urteil jedoch nicht bestätigt. Das Grundgesetz und seine Auslegung und Anwendung durch das Bundesverfassungsgericht spielen in den Werken der Historiker nur eine verhältnismäßig geringe Rolle. Dieter Grimm zeigt, wo es zur Erklärung und zum Verständnis der Ereignisse, Zustände und Entwicklungen, welche die Historiker schildern, hilfreich gewesen wäre, die Verfassung und die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts zu berücksichtigen. Das Buch stößt damit in eine Leerstelle zwischen den Disziplinen: Die Rechtswissenschaft beschäftigt sich zwar mit den Wirkungen derVerfassung, beschränkt sich aber auf die Wirkungen im Rechtssystem, während die Geschichtswissenschaft vor der Anwendungsebene des Rechts haltmacht, wo sich jedoch erst entscheidet, ob und wie der normative Anspruch der Verfassung eingelöst wird.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2022
- ISBN-Print
- 978-3-406-78462-0
- ISBN-Online
- 978-3-406-78464-4
- Verlag
- C.H.BECK Literatur - Sachbuch - Wissenschaft, München
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 359
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 2 - 6
- Vorwort Kein Zugriff Seiten 7 - 8
- Vorbemerkung zur Auswahl der untersuchten historischen Literatur Kein Zugriff Seiten 9 - 12
- I. Verfassungsgeschichte und Allgemeine Geschichte Kein Zugriff Seiten 13 - 44
- II. Entstehung und Regelungsgehalt des Grundgesetzes Kein Zugriff Seiten 45 - 60
- III. Die Anfänge der Verfassungsgerichtsbarkeit Kein Zugriff Seiten 61 - 80
- IV. Verfassungswandel durch Grundgesetzänderungen Kein Zugriff Seiten 81 - 102
- V. Anlauf zur Totalrevision des Grundgesetzes Kein Zugriff Seiten 103 - 120
- VI. Die Verfassungsfrage im Prozess der Wiedervereinigung Kein Zugriff Seiten 121 - 136
- VII. Die Liberalisierung der Gesellschaft als Frage der Grundrechte Kein Zugriff Seiten 137 - 164
- VIII. Die Verfassungsprägung des Mediensystems Kein Zugriff Seiten 165 - 184
- IX. Die sozialliberalen Reformen auf dem Prüfstand Kein Zugriff Seiten 185 - 202
- X. Die Zähmung des Parteienstaats Kein Zugriff Seiten 203 - 228
- XI. Die Durchsetzung der Geschlechtergleichheit Kein Zugriff Seiten 229 - 240
- XII. Das Grundgesetz in der Risikogesellschaft Kein Zugriff Seiten 241 - 266
- XIII. Die Verfassung im Prozess des Zusammenwachsens von Ost und West Kein Zugriff Seiten 267 - 284
- XIV. Die Bundesrepublik als Mitgliedstaat der EU Kein Zugriff Seiten 285 - 304
- Die Bedeutung des Rechts in der Gesellschaftsgeschichte Kein Zugriff
- Auswahl verfassungsrechtlicher Literatur für die zeitgeschichtliche Forschung Kein Zugriff
- Entscheidungsregister Kein Zugriff
- Sachregister Kein Zugriff
- Zum Buch Kein Zugriff Seiten 359 - 359




