Einer für Alle
Evangelische Theologie im Geist des Evangeliums- Autor:innen:
- Verlag:
- 2026
Zusammenfassung
Eine Theologie ohne inhaltliche Bestimmtheit ist ein bloßer Leerbegriff für Beliebiges, und eine Kirche ohne theologische Orientierung ist Treibsand im Wind des Zeitgeschehens. Einst stand evangelische Theologie für den Neuaufbruch der Theologie – als reformatorische Theologie, die auf die Freiheit der Christenmenschen setzte, und als unierte Theologie, die den Konflikt zwischen lutherischen und reformierten Kirchen zu überwinden half. Heute bedarf evangelische Theologie selbst einer Neuorientierung. Ihre Zukunft liegt nicht in der Schwächung ihres christlichen Profils und der Öffnung für die spirituelle Vielfalt des Religiösen und der Religionen, sondern in einer strikt soteriologisch ausgerichteten christlichen Theologie. Christlich ist eine Theologie, die sich am Geist des Evangeliums orientiert, der schöpferischen Lebenskraft, durch die Gott zum Wohl der Schöpfung wirkt, auch dort, wo man es nicht erwartet oder bemerkt. Ohne diesen Geist gäbe es kein Christentum, keine Christenheit und keine christliche Theologie. Was sich ändert im Verständnis von Gott, Menschheit, Jesus Christus und der Kirche, wenn man sich soteriologisch am Geist des Evangeliums orientiert, erkundet dieses Buch des über alle Grenzen hinweg anerkannten Theologen und Religionsphilosophen Ingolf U. Dalferth. [One for all. Protestant theology in the spirit of the Gospel] Theology without substance is merely an empty concept for anything and everything, and a church without theological orientation is quicksand in the wind of current events. Evangelical theology in Germany once stood for a new beginning in theology—as Reformation theology, which emphasized the freedom of Christians, and as a theology of the united churches that helped overcome the conflicts between Lutheran and Reformed traditions. Today, evangelical theology itself needs a new direction. Its future lies not in weakening its Christian profile and an opening up to the spiritual diversity of religion and religions, but in a strictly soteriologically oriented Christian theology. Christian theology is theology that is oriented toward the spirit of the Gospel, the creative life force through which God works for the good of creation, even where one does not expect or notice it. Without this spirit, there would be no Christianity, no Christendom, and no Christian theology. This book explores what changes in the understanding of God, humanity, Jesus Christ, and the Church when theological reflection is soteriologically oriented toward the spirit of the Gospel.
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Bibliographische Angaben
- Auflage
- 1/2026
- Copyrightjahr
- 2026
- ISBN-Print
- 978-3-374-08033-5
- ISBN-Online
- 978-3-374-08098-4
- Verlag
- EVA, Leipzig
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 493
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Vorwort Kein Zugriff
- Inhalt Kein Zugriff
- Einleitung Kein Zugriff Seiten 13 - 22
- 1.1 Wissenschaftlich erfolgreich, aber theologisch nichtssagend? Kein Zugriff
- 1.2 Evangelisch im konfessionellen, institutionellen und inhaltlichen Sinn Kein Zugriff
- 1.3 Evangelische vs. evangelikale Theologie Kein Zugriff
- 1.4 Akademische Theologie an staatlichen Universitäten Kein Zugriff
- 1.5 Aufklärung und Christentum Kein Zugriff
- 1.6 Inhaltliche Beliebigkeit statt normativer Orientierungskraft Kein Zugriff
- 2.1 Semper reformanda als Prinzip evangelischer Theologie Kein Zugriff
- 2.2 Altprotestantismus und Neuprotestantismus Kein Zugriff
- 2.3 Gewissheit des Glaubens vs. Glaubensgewissheit Kein Zugriff
- 2.4 Die Unverzichtbarkeit theologischer Orientierung Kein Zugriff
- 2.5 Die Selbstabschaffung akademischer Theologie Kein Zugriff
- 2.6 Christentum vs. Christenheit Kein Zugriff
- 2.7 Leitunterscheidungen evangelischer Theologie Kein Zugriff
- 2.8 Im Geist des Evangeliums Kein Zugriff
- 1.1 Gottesbilder Kein Zugriff
- 1.2 Die Differenz zwischen Gott und Gottesbild Kein Zugriff
- 1.3 Verharmlosende Gottesbilder Kein Zugriff
- 1.4 Ideengeschichtliche Hintergründe Kein Zugriff
- 1.5 Fragwürdige Denkentscheidungen Kein Zugriff
- 1.6 Irrwege des Gott-Denkens in Moderne und Spätmoderne Kein Zugriff
- 2.1 Das Narrativ der Moderne Kein Zugriff
- 2.2 Philosophische Theologie Kein Zugriff
- 2.3 Die Vielfalt und Vieldeutigkeit natürlicher Theologie Kein Zugriff
- 2.4 Eine neue ›natürliche‹ Theologie? Kein Zugriff
- 2.5 Die Neuorientierung der Metaphysik in der Neuzeit Kein Zugriff
- 2.6 Die Unzulänglichkeit des Erklärungstheismus Kein Zugriff
- 2.7 Der explikative Charakter philosophischer Theologie Kein Zugriff
- 2.8 The proof of the pudding is in the eating Kein Zugriff
- 3.1 Der christliche Gottesgedanke Kein Zugriff
- 3.2 Schöpfungserkenntnis Kein Zugriff
- 3.3 Erfahrungswelt und Schöpfung Kein Zugriff
- 3.4 Schöpfer und Geschöpf Kein Zugriff
- 3.5 Gott als Vater, Sohn und Geist Kein Zugriff
- 3.6 Grammatiken des Christentums Kein Zugriff
- 3.7 Liturgische Praxis und theologische Reflexion Kein Zugriff
- 1.1 Grenzen, Schranken, Unterschiede und Gegensätze Kein Zugriff
- 1.2 Sinnvolle Handlungen und sinnfreie Ereignisse Kein Zugriff
- 1.3 Technologische Grenzüberschreitungen Kein Zugriff
- 1.4 Der biblische Menschheitsmythos140 140 Ich rede von Mythos, weil es um eine Geschichte geht, die nie geschehen, aber immer wahr ist; von biblischem Mythos, weil es um eine Erzählung geht, in der die priesterliche Urgeschichte und die nicht-priesterliche Schöpfungs- und Paradiesgeschichte in die Einheit einer Erzählung verflochten sind; und von biblischem Menschheitsmythos, weil die Geschichte nicht von einem einzelnen Menschen, sondern vom Menschen (םדָאה – hā'ādām), also von der Menschheit handelt. Vgl. K. Schmid, Schöpfung im Alten Testament, in: K. Schmid (Hg.), Schöpfung, Tübingen 2012 Kein Zugriff
- 1.5 Das hermeneutische Grundproblem: Die Leitunterscheidung der Erzählung Kein Zugriff
- 1.6 Das anthropologische Grundproblem: Die Identität des Menschen Kein Zugriff
- 1.7 Das theologische Grundproblem: Der Auftrag des Menschen Kein Zugriff
- 1.8 Schlangenwort und Schöpfungsauftrag Kein Zugriff
- 1.9 Bild Gottes oder Zerrbild des Menschen Kein Zugriff
- 2.1 Der Mensch coram deo Kein Zugriff
- 2.2 Gottebenbildlichkeit und Sünde Kein Zugriff
- 2.3 Anthropologische Dimensionen des Menschseins Kein Zugriff
- 2.4 Individuum, Identität und Person Kein Zugriff
- 2.5 Freiheit, Verantwortung und Dankbarkeit Kein Zugriff
- 2.6 Körper, Leib und Seele Kein Zugriff
- 2.7 Körper-Diskurs und Leib-Diskurs Kein Zugriff
- 2.8 Seele, Geist und Person Kein Zugriff
- 2.9 Mensch, Geschöpf und Sünde Kein Zugriff
- 2.10 Falsch verstandene Gottebenbildlichkeit Kein Zugriff
- 2.11 Vieldeutige Leiblichkeit und mehrdeutiger Geist Kein Zugriff
- 2.12 Transzendenzabstinenz und Vollkommenheit Kein Zugriff
- 1.1 Die Vielfalt christologischer Ansätze Kein Zugriff
- 1.2 Form follows function Kein Zugriff
- 3 Kein Zugriff
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- 3 Kein Zugriff
- 1.5 Das Evangelium von Gottes Liebe Kein Zugriff
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- 6 Kein Zugriff
- 1.7 Der hermeneutische Irrweg: Unkritischer Metaphernrealismus Kein Zugriff
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- 1.10 Der moralische Irrweg: Abwegige Mitwirkung Kein Zugriff
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- 1.13 Der soteriologische Grundcharakter der Christologie Kein Zugriff
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- 2.3 Evangelium, Chaos und Kreuz Kein Zugriff
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- 2.7 Das theologische Nacheinander von Christologie und Pneumatologie Kein Zugriff
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- 1.3 Mythen als narrative Sinnstiftungen Kein Zugriff
- 1.4 Geschichten, Erzählungen und Narrative Kein Zugriff
- 1.5 Grenzen der Erzählungen Kein Zugriff
- 1.6 Gelebtes und erzähltes Leben Kein Zugriff
- 1.7 Grenzen der Narrative Kein Zugriff
- 1.8 Entmythisierung und Entmythologisierung Kein Zugriff
- 1.9 Existentiale Interpretation Kein Zugriff
- 1.10 Vom Erzählen zur Existenz Kein Zugriff
- 1.11 Von der Möglichkeit zur Wirklichkeit Kein Zugriff
- 2.1 Nicht Volk, sondern Familie Kein Zugriff
- 2.2 Die christliche Entpartikularisierung der Familie Kein Zugriff
- 2.3 Herdreligion und Ahnenkult Kein Zugriff
- 2.4 Theologische Universalisierung der Familie Kein Zugriff
- 2.5 Christentum vs. Christenheit Kein Zugriff
- 2.6 Nicht erweitertes Israel, sondern erneuerte Menschheit Kein Zugriff
- 2.7 Die christliche ekklesia als Leib, Volk und Familie Kein Zugriff
- 2.8 Gottes Liebe als Zentralmetapher Kein Zugriff
- 2.9 Christsein ohne Apartheit Kein Zugriff
- 2.10 Die Kulturleistung des Christentums Kein Zugriff
- Namenregister Kein Zugriff Seiten 483 - 492


